Arbeiten mit dem Pümpel – so werden Rohre wieder frei

28.08.2014 |  Von  |  Reinigung

Geschätzte Lesezeit: 3 minutes

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Zugestopfte Rohre können im Bad und in der Küche immer wieder einmal auftreten. Nur weil der Abfluss verstopft ist, muss aber nicht sofort ein Klempner gerufen werden. Viele Verstopfungen lassen sich eigenhändig in wenigen Minuten beheben – nicht selten sogar komplett ohne aggressive Reiniger und Chemiebomben.

Bevor auf hilfreiche Apparate zur Reinigung hingewiesen wird, sollte die Prävention nicht unerwähnt bleiben. Das beste Mittel gegen verstopfte Abflüsse ist tatsächlich nach wie vor, diese gar nicht erst verstopfen zu lassen. Dagegen helfen Ablaufsiebe in der Küche und regelmässiges Durchspülen mit heissem bis kochendem Wasser. So löst sich der Dreck schnell und wird abgespült, bevor er sich zu hartnäckigen Klumpen verdichtet, die dann nur noch schwer entfernt werden können.



Der Klassiker: Ein Pümpel hilft (nahezu) immer

Die knallrote Saugglocke, die umgangssprachlich gern auch als Pümpel bezeichnet wird, kommt mit einem hölzernen Stiel und einer roten Glocke aus Gummi. Die einfache Konstruktion ist ein zeitloser Klassiker im Bad, der trotz – oder gerade wegen – seiner Einfachheit begeistert. Die Glocke sorgt für Unterdruck und löst dadurch selbst hartnäckige Verstopfungen, die gewissermassen einfach aus dem Rohr „katapultiert“ werden. Die Saugglocke kann, um ihre Effizienz noch weiter zu erhöhen, mit Fett oder Vaseline eingerieben werden. Auf diese Weise wird der erzeugte Unterdruck sogar noch vervielfacht.

Der Pümpel ist im Übrigen auch das Lieblingswerkzeug von Experten und Klempnern. Diese sind nämlich einhellig der Meinung, dass ein verstopftes Rohr immer mit Unterdruck behandelt werden sollte. Eine Möglichkeit dafür ist die Saugglocke, die andere Variante, die aber nicht mit Unterdruck arbeitet, wäre eine sogenannte Druckpistole, die im Baumarkt erworben werden kann. Sie schiesst Druck mit bis zu acht Bar in das Rohr, wodurch Verstopfungen zwar immer gelöst werden, andererseits aber auch das Rohr Schäden davontragen könnte. Daher sollte zuerst mit Unterdruck gearbeitet werden, bevor die Druckpistole eingesetzt wird. Da beide Produkte optisch recht auffällig sind, sollten sie bei Nicht-Gebrauch in einer Abstellkammer oder einem Stauraum untergebracht werden – so sticht die rote Glocke auch nicht sofort ins Auge.

Wenn die Verstopfung nur geringfügig ist

Befindet sich keine Saugglocke im Haushalt oder soll erst ein „sanfteres“ Repertoire ausgeschöpft werden, kann kochendes Wasser schon viele Verunreinigungen lösen. Ebenfalls empfehlenswert ist, zumindest in der Dusche, den Duschkopf auf einen fokussierten Strahl zu stellen und diesen mit heissem Wasser in das Abflussrohr zu richten. So entsteht ebenfalls Druck, der geringfügige Verstopfungen problemlos lösen kann.



 

Oberstes Bild: © Photographee.eu – Shutterstock.com


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