Auch bei privaten Feiern an die Umwelt denken

04.12.2014 |  Von  |  Allgemein

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Die Schweiz: eins der umweltfreundlichsten Länder Europas. Die dichte Besiedlung und die schnelle wirtschaftliche Entwicklung haben das Land schon früh mit Umweltproblemen konfrontiert. Viele Schweizer haben im Alltag ein grosses Bewusstsein für aktiven Umweltschutz entwickelt. Auch bei privaten Feiern können Sie sich den Schutz der Ressourcen auf die Fahnen schreiben. Dafür muss man weder auf Annehmlichkeiten noch auf Gutes verzichten.

Im privaten Alltag geht es da vor allem um einen bewussten Umgang mit Mobilität, mit Energie, mit Speisen und Getränken, denn das sind die Bereiche, in denen die grössten und klimaschädlichsten Emissionen für die Umwelt entstehen. Deshalb sollte man bei der Vorbereitung auf eine Feier natürlich nicht hauptsächlich über CO2 nachdenken, aber einige grundsätzliche Überlegungen kann man anstellen, sodass man umweltfreundlich feiert.



Klimafreundlich: Location und Mobilität

Wenn Sie Ihre Location wählen, können Sie bereits mitgestalten, wie klimafreundlich Ihre Feier wird, wenn Sie die Mobilitätsoptionen im Auge halten. Besonders für Hochzeiten werden gerne exklusive Orte ausgesucht. Sehr schlecht wäre es, wenn man dort am besten mit dem Flugzeug hinkommt, denn das ist die umweltschädlichste Art zu reisen. Auch wenn man lange Stecken im Auto zurücklegen muss, ist das weder klimafreundlich noch bequem. Auch in Ihrer Nähe finden sich sicherlich attraktive Locations für die Veranstaltung – von einem historischen Bauernhof oder einem Weingut mit angeschlossenem Weinkeller und Beherbergungsangebot werden auch Sie sicher begeistert sein. Vielleicht können Ihre Gäste mit der Bahn oder mit Fahrgemeinschaften anreisen. Auch wenn die Location Ökostrom bezieht oder auf autarke Energieversorgung setzt, haben Sie der Umwelt einen Gefallen getan.

Bei Einladungen und Deko kann Papier gespart werden

Für manches Fest sind hübsche Einladungskarten einfach unverzichtbar, denn sie drücken Wertschätzung aus und machen den Gästen eine Freude. Dennoch sollten Sie sich einen Moment Zeit nehmen, um zu überlegen, ob eine Einladung per Post wirklich von Nöten ist oder ob vielleicht eine E-Mail dem Anlass ebenso angemessen ist. Wenn man auf die gedruckten Exemplare nicht verzichten kann, sollte man auf umweltfreundliches Papier setzen – auch im Handel gibt es Recyclingpapiere mit Umweltsiegel.



Was die Dekoration der Festtafel und der Räumlichkeiten angeht, hat man die Möglichkeit auf natürliche Materialien zu setzen. Mit echten Blumen und Gräsern aus der Region (nicht aus Übersee) kommt Natur in die Feier. Von Wegwerfdeko sollte man die Finger lassen. Wer Originalität und Nachhaltigkeit möchte, kann schön drapierte Stoffe, Teppiche und Dekorationselemente einkaufen, die länger halten.

Bio-Küche. (Bild: Aleksandra Zaitseva / Shutterstock.com)

Bio-Küche. (Bild: Aleksandra Zaitseva / Shutterstock.com)

Bio-Küche



Auf die Natürlichkeit kann man auch bei der Auswahl der Speisen und Getränke Acht geben. Geschmacklich ist die Bio-Küche eh kaum zu schlagen, wenn ein guter Koch dahinter steht. Von vielen Restaurants und Catering-Unternehmen werden Bio-Produkte verarbeitet, noch besser ist es, wenn diese dann auch noch aus der Region stammen und keine langen Transportwege hinter sich haben. Wenn es um Produkte wie Kaffee, Tee und Wein von anderen Kontinenten geht, bekommt man die auch immer unter dem Label Fair Trade – und zwar in bester Qualität.



Gibt es Vegetarier oder sogar Veganer unter Ihren Gästen? Natürlich sollte man diese bei der Planung des Menüs nicht vergessen. Und natürlich ist der Verzicht auf den Verbrauch von Fleisch immer besonders umweltfreundlich. Wenn es Fleisch sein soll, dann sollte es auf jeden Fall aus Bio-Produktion kommen. Auch hier gilt wieder: Regional siegt, denn dann wissen Sie nicht nur, wo das Fleisch herkommt, sondern auch, wo das Geld hingeht – nämlich in die lokale Wirtschaft.

Auf Abfall verzichten

Es versteht sich von selbst, dass Wegwerfgeschirr unter ökologischen Gesichtspunkten ein No-Go ist. Dabei stellen auch hier ökologisch abbaubare Produkte wie essbare Teller die Ausnahme von der Regel dar. Im Restaurant muss man sich um diese Fragen natürlich erst gar keine Gedanken machen. Einem Caterer, der sie Outdoor oder zu Hause verköstigen soll, sollten Sie Ihre Wünsche im Vorfeld klarmachen und erklären. Wenn die Feierlichkeit eher klein und ungezwungen ist, kann man bei Nachbarn und Freunden auch einmal Geschirr und Besteck borgen. Leiht man all das bei einem Gastroservice, bietet der auch oft die Lieferung und Abholung mit an.

Nach dem Fest geht es an die Reste-Verwertung: Nicht verzehrte Speisen könnten zum Beispiel den Gästen als Take-away mitgegeben werden.

Energie bewusst verbrauchen

Sicherlich steht bei der Planung ihrer Feier der Energieverbrauch nicht an erster Stelle, aber auch mit kleinen Schritten kann man Energie sparen und der Umwelt etwas Gutes tun. In puncto Lichterkette kann man LED-Lichter nutzen, die weniger Energie benötigen als andere Lampen. Grösse und Leistungsstärke der Musikanlage sollten nicht überdimensioniert sein. So spart man Strom und das akustische Ergebnis ist optimal.

Auch bei Kerzen muss man aufpassen: Die im Auswahl Fachhandel stellt häufig Kerzen bereit, die auf Paraffinprodukten basieren. Dieser Stoff wird aus Erdöl hergestellt. Wer umweltfreundlich handeln will, sollte auf Stearin oder Bienenwachs zurückgreifen.



 

Oberstes Bild: © kabby – Shutterstock.com

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