Bevor es kalt wird – Gartenmöbel aus Holz winterfest machen

06.10.2014 |  Von  |  Allgemein

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Einen ganzen Sommer lang waren sie an unserer Seite. Erinnerungen an eine gemütliche Grillparty, eine rauschende Geburtstagsfeier oder abendliche Stunden bei Kerzenschein werden mit ihnen verbunden. Aus dem Sommeralltag sind Gartenmöbel nicht wegzudenken – allerdings brauchen sie entsprechende Pflege, wenn sie uns auch in der nächsten Saison wieder Freude bereiten sollen.

Egal ob Sitzbank, Tisch oder Stuhl: Eine längere Lebensdauer erhalten Gartenmöbel nur, wenn man sich gut um sie kümmert. Der perfekte Zeitpunkt, diese Holzmöbel auf den Winter vorzubereiten, sind trockene Herbsttage.



Wasser, Reinigungsmittel und Bürste

Selbst, wenn die Tische und Stühle noch eine Zeit lang im Garten stehen sollen, sollte man jetzt schon die schönen, regenfreien Tage dazu nutzen, sie auf die Überwinterung vorzubereiten. Jetzt ist die Zeit für die angemessene Pflege gekommen – egal, ob die Outdoormöbel ins Trockene geschafft werden oder im Freien bleiben sollen.

Für die Reinigung ist generell zu empfehlen, etwas Kernseife in warmem Wasser und eine Wurzelbürste zu verwenden. Das Holz sollte in Richtung der Maserung geschrubbt werden. Danach werden die Möbel gut abgespült und trocken gewischt. Hervorragende Dienste leisten dabei auch Hochdruckreiniger. Bevor man die weitere Behandlung dann angehen kann, sollten die Möbel gut durchtrocknen.

Im warmen Keller oder im Freien



Wie Sie Ihre Gartenmöbel pflegen sollten, hängt in erster Linie davon ab, ob sie den Winter draussen oder drinnen verbringen. Dabei dürfen manche Holzmöbel durchaus im Garten überwintern. Andere sollten allerdings in den Schuppen oder Keller umziehen.



Möbel, die aus weichen Holzarten, die schnell wachsen, gefertigt wurden, sollten im Idealfall vor Frost geschützt untergebracht werden. Diese Gartenmöbel, dazu zählen auch Peddigrohr und Rattan, sind sehr empfindlich. Ihre ölhaltigen subtropischen Pendants nehmen an Feuchtigkeit und Kälte längst nicht so schnell Schaden. Bringt man Gartenmöbel drinnen oder in einem Schuppen unter, sollte man darauf achten, dass der Lagerraum nicht zu warm ist, da Trockenheit und Hitze dafür sorgen, dass sich Risse im Material bilden.



Gartenmöbel aus geöltem Hartholz wie Robinie oder Teak eigenen sich zwar zur Überwinterung im Freien, aber ihre Lebensdauer verlängert sich bedeutend, wenn auch sie geschützt vor Frost und UV-Strahlung einen Platz unter Dach bekommen – am besten im Keller oder der Garage. Wenn man so viel Platz nicht zur Verfügung hat, kann man auf einen Schuppen oder ein Gerätehaus ausweichen. Da sind die Möbel zwar noch immer der Kälte, aber wenigstens nicht der Nässe ausgesetzt.

Die Abdeckung für die Gartenmöbel sollte nicht luftdicht sein. (Bild: Africa Studio / Shutterstock.com)

Die Abdeckung für die Gartenmöbel sollte nicht luftdicht sein. (Bild: Africa Studio / Shutterstock.com)

Gut gepflegt unter die Haube

Vor dem ersten Schnee sollten die Gartenmöbel, die trotz allem im Freien bleiben müssen, mit einer Haube abgedeckt werden. Dabei sollte man darauf achten, dass diese Abdeckung nicht luftdicht ist. Feuchtigkeit muss noch entweichen können. Also Finger weg vom Plastiksack! Für diese Zwecke gibt es spezielle Abdeckhauben oder man benutzt einfach eine grosse Plane, die man über die Sitzgruppe spannt. Damit diese nicht wegfliegt, kann man sie mit Steinen am Boden halten. Zu den Holzarten, die so einen Winter ohne Probleme überstehen, gehören Teak, Akazie und andere dicht gewachsene Holzarten. Die passenden Abdeckhauben sollte man rechtzeitig besorgen, um die Gartenmöbel schützen zu können, sobald es notwendig ist. Der Winter setzt schliesslich nicht immer am gleichen Tag ein.

Generell ist es zu empfehlen die Möbel dann abzudecken, wenn sie gerade trocken sind – und zwar rechtzeitig vor dem Einsetzen des meist länger auf uns einströmenden Herbstregens. Lassen Sie sich nicht vom ersten Schnee überraschen! Feuchte Möbel sollten Sie auf keinen Fall abdecken.

Vor der Abdeckung durch die Plane sollten Sie die Oberflächen gründlich imprägnieren. Dafür gibt es passende ungiftige Pflegemittel in verschiedenen Farbtönen – alle erhältlich im Fachhandel. Das Pflegemittel wird in Richtung der Maserung aufgetragen und eingearbeitet, und zwar grundsätzlich zweimal im Jahr. Davor sollte man jedoch alle Schmutzreste entfernen, das Holz gut trocknen und an manchen Stellen sogar vergraute Oberflächen abschleifen.

Der Aufwand lohnt sich

Es lohnt sich immer, alte und abblätternde Farbe vor dem Einzug ins Winterquartier durch einen neuen Anstrich zu ersetzen – auch dann, wenn heimische Holzarten wie Kiefer und Lärche im Trockenen überwintern sollen. Lackierte Gartenmöbel sind eben etwas pflegeintensiver. Ist der Lack noch fest, ist es ausreichend, ihn nur leicht anzuschleifen und dann neu zu lackieren. Wenn es aber Schäden im Lack gibt oder er abblättert, muss er komplett abgeschliffen werden, um dann die neue Schicht auf das vom Staub befreite, trockene Holz aufzutragen. Die Freude im nächsten Frühjahr, wenn die Gartenmöbel nur noch nach draussen geschafft werden müssen und ohne weitere Arbeit einsatzbereit sind, ist den Aufwand aber auf jeden Fall wert.

Neue Möbel für den Frühling

Wenn Gartenmöbel ihre Dienste getan haben und durch neue ersetzt werden sollen, sollte man seinen Bummel durch den Baumarkt oder Internetshop zum Ende der Gartensaison machen, denn jetzt werden Gartenstühle, Liegen und andere Möbel zu günstigen Preisen verkauft. Hier werden Gartenträume vom grossen Tisch bis hin zu Rattenmöbeln endlich wahr. Dabei sollte man nicht vergessen, dass auch diese vor Nässe und Kälte geschützt werden sollten, bevor sie ihren ersten Frühling im Freien erleben dürfen.



 

Oberstes Bild: © Mostovyi Sergii Igorevich – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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