Bio-Sonnenschutz richtig anwenden

16.10.2014 |  Von  |  Körperpflege

Geschätzte Lesezeit: 7 minutes

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Um die Haut vor Verbrennungen und vorzeitiger Hautalterung durch das Sonnenlicht zu schützen, ist ein wirksamer Sonnenschutz das A und O. Unabhängig davon, ob Sie sich am Strand oder in der Stadt aufhalten – Sie brauchen eine wirksame Sonnencreme und sollten einige Vorsichtsmassnahmen beachten.

Herkömmliche Sonnencremes schützen durch chemische Filter. Sie enthalten Stoffe, die in die obersten Hautschichten eindringen und die dort ankommenden UV-Strahlen sozusagen „abfangen“, indem sie diese in Wärmeenergie umwandeln. Unter Gesundheitsexperten und Dermatologen ist dieser Prozess allerdings eher umstritten, denn viele chemische UV-Filter lösen Allergien aus.

Andere UV-Filter wirken wie Hormone. Dies kann vor allem in Zeiten hormoneller Sensibilität, wie in der Schwangerschaft, beim Stillen oder während der Wechseljahre, riskant sein. Auch Babys und Kleinkinder sollten in keinem Fall mit diesen Stoffen in Berührung kommen, da sie ein empfindliches hormonelles Gleichgewicht haben und die Entwicklung des hauteigenen Säureschutzmantels dauerhaft gestört werden kann.

Glücklicherweise aber gibt es eine Alternative in Form von Bio-Sonnencremes. Sie basieren auf einem mineralischen Filter, der rein physikalisch wirkt. Dieses gänzlich andere System kommt ganz ohne Chemie aus, stattdessen enthalten die mineralischen Sonnencremes UV-Filter aus Substanzen wie Zinkoxid oder Titanoxid. Diese legen sich wie ein Mantel um Ihre Haut und reflektieren wie ein Spiegel die gefährlichen UV-Strahlen einfach zurück, bevor sie die Hautoberfläche erreichen können.

Das haut- und körperfreundliche System hat jedoch einen kleinen Nachteil: Anders als bei konventionellen Sonnencremes ist der mineralische Filter nämlich auf der Haut sichtbar. Viele kennen den Effekt von Sunblockern, die man beispielsweise in den Skiferien auf die Lippen aufträgt und die hierdurch kalkweiss werden. Was Kindern normalerweise überhaupt nichts ausmacht, stört Erwachsene am Strand oft umso mehr.

Darauf nehmen viele Hersteller inzwischen Rücksicht. Um den störenden „Weiss-Effekt“ zu vermeiden, wurden die mineralischen Partikel immer weiter verkleinert. Zudem werden die entsprechenden Produkte mittlerweile auch in Sprühflaschen angeboten, was den Auftrag und die Dosierung erheblich erleichtert. Durch die Anpassung an die Verbraucherwünsche bergen manche Produkte nun jedoch ein neues Risiko: Einige Produzenten verkleinerten nämlich die Mineralpartikel bis hinunter in den Nanobereich.

Von Nanopartikeln spricht man, wenn Teilchen kleiner als 100 Nanometer werden. Und während die Nanotechnologie in anderen Gesundheitsbereichen ein Segen ist, kann sie bei Kosmetikprodukten einen Fluch bedeuten. Doch Nanopartikel können nicht nur in mineralischen Sonnencremes enthalten sein, sie sind auch in manch konventionellem Sonnenschutzmittel zu finden. Bislang weiss die Wissenschaft nicht genau, was Nanopartikel im Körper anrichten können. Sicher aber ist, dass die angewendete Nanotechnologie in den eingesetzten Mineralien chemische und physikalische Veränderungen bewirken kann. Aufgrund ihrer winzigen Grösse könnten Nanopartikel eventuell in die Haut selbst eindringen und dort mit körpereigenen Molekülen reagieren.

Deshalb sollten Sie sicherheitshalber darauf achten, dass Sie mineralische (sowie konventionelle) Sonnenschutzmittel ohne Nanopartikel erwerben, selbst wenn Sie dafür einen leichten Weissschimmer auf der Haut in Kauf nehmen müssen.

 

Oberstes Bild: © Oleg GawriloFF – Shutterstock.com

Über Caroline Brunner

Caroline Brunner ist freiberufliche Online-Journalistin mit Fokus auf Arbeitspsychologie, Entrepreneurship, Kommunikation, Karriereplanung, Nachhaltigkeit und Verbraucherthemen.


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