Découpage: Die Kunst des Aufmöbelns

26.12.2014 |  Von  |  Allgemein, Wohnart

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Jeder kennt das: Nach einer Weile hat man sich an seinen Möbelstücken satt gesehen und braucht Abwechslung in den vier Wänden. Das heisst jedoch nicht, dass die alten Stücke gleich auf dem Sperrmüll landen müssen. Ein bisschen Papier kann da schon Abhilfe schaffen.

Die Découpage-Technik (von découper – frz.: ausschneiden) ist eine jahrhundertealte Kunst, bei der Motive aus Papier ausgeschnitten, zusammengesetzt und auf Oberflächen geklebt werden. Sie stammt aus einer Zeit, als Handwerker noch nicht nach Akkord bezahlt wurden, sondern sich Zeit für die künstlerische Bearbeitung von allerlei Erzeugnissen nehmen konnten. Die Découpage-Technik eignet sich besonders für die Gestaltung von Wohnaccessoires wie Schmuckkästen, Vasen oder Tabletts, aber auch für Möbel wie Kommoden, Beistelltische, Schränke u. v. m. Das Ergebnis ist immer ein Unikat.



Aus alt mach neu

Am besten funktioniert Découpage auf geraden Untergründen z. B. aus Pappmasché, Holz oder Terrakotta. Die Technik ist schell erlernt. Alles was Sie brauchen ist etwas Geduld, Farb- und Formsinn – und ein paar aufmerksamkeitsbedürftige Möbel.

Und was, wenn der letzte Kunstunterricht schon länger zurückliegt und die Do-it-yourself-Bewegung an Ihnen vorbeigegangen ist? – Keine Sorge! Ihre ersten Découpage-Versuche müssen Sie ja nicht gleich auf dem geerbten Wohnzimmerschrank der Grossmutter unternehmen. Schauen Sie sich stattdessen doch einfach mal auf einem Trödelmarkt um. Hier finden Sie gewiss ein paar charmante Kleinmöbel zu erschwinglichen Preisen, an denen Sie üben können.

Schatulle in Découpage-Technik  (Bild: KatArina20, Wikimedia, CC)

Schatulle in Découpage-Technik (Bild: KatArina20, Wikimedia, CC)




Man nehme …



Neben einem Möbelstück, das Sie verändern wollen, benötigen Sie nun noch Découpage-Papier, das Sie in Bastelläden oder auch in Onlineshops in allen nur denkbaren Farben, Mustern und mit den unterschiedlichsten Motiven kaufen können. Découpage-Papier ist etwas dicker als herkömmliches Papier, besonders farbbeständig und wesentlich strapazierfähiger. Wenn Sie aber erstmal mit normalem Kopierpapier anfangen wollen, geht das natürlich auch. Ausserdem brauchen Sie noch speziellen Découpage-Kleber und Découpage-Lack. Alternativ hierzu kann aber auch Holzleim und Klarlack verwendet werden.

Zum Découpieren eignet sich im Grunde alles, was Ihnen in die Hände fällt und was beliebt. Ob Kopien aus opulenten Kunstbänden, ein Filmplakat, Fotos, Comics oder gar Fahrscheine und Kinokarten – alles kann verarbeitet werden. Die grossen Collagekünstler Kurt Schwitters und Hannah Höch lassen grüssen.

Los geht’s!

Zunächst muss das zu bearbeitende Möbelstück entstaubt und gesäubert werden. Dann schneiden Sie die gewünschten Motive aus dem Découpage-Papier aus. Wenn Sie mit den Schneidearbeiten fertig sind, legen Sie Ihre Papiermotive mit dem Rücken nach oben auf eine Plastikunterlage und streichen das Papier mit dem Découpage-Kleber ein. Sehr dickes Découpage-Papier kann vor dem Kleben auch gewässert werden, damit es etwas geschmeidiger wird. Jetzt können Sie das Papier auf das Möbelstück kleben. Abschliessend tragen Sie noch mehrere Schichten Klarlack auf und fertig ist das neue Möbelstück.



 

Oberstes Bild: In die Jahre gekommene Möbel lassen sich mit der Découpage-Technik ganz leicht wieder aufpeppen (© 陳玫瑾, Wikimedia, CC)

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