Der Kühlschrank – Klassische Typen und moderne Bauformen

29.04.2015 |  Von  |  Küchengeräte
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Der Kühlschrank – Klassische Typen und moderne Bauformen
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Ohne Kühlschrank ist der Haushalt nicht komplett. Neben dem klassischen freistehenden Modell gibt es weitere Grundformen und Bauvarianten, damit jeder den Kühlschrank findet, der zum Budget und zu den Ansprüchen passt.

Hier werden gängige und moderne Kühlschranktypen vorgestellt, die von fast allen renommierten Herstellern angeboten werden. Solide Informationen über die Funktion, Eignung und Energieeffizienz der Geräte am Markt erleichtert die Auswahl und hilft, Fehlentscheidungen vorzubeugen.

Der Urtyp unter den Kühlschränken: ein freistehender Kühlschrank

Der traditionelle Kühlschrank ist ein Standgerät, das sich überall im Raum aufstellen lässt und vor Ort nur eine Steckdose benötigt. Er ist rundum an den Seiten und auch oben verkleidet, nur seine Rückwand muss an einer Raumwand versteckt werden, da hier auch Funktionselemente und Teile der Elektrik zu sehen sind. Ein klassischer freistehender Kühlschrank ist aufgrund seiner Flexibilität für viele immer noch die erste Wahl.

Wegen der wachsenden Bedeutung der Energiewirtschaft werden Neugeräte heute stets auch im Hinblick auf bestmögliche Energieeffizienz gebaut. Trotzdem gibt es hier Unterschiede, die sich auch im Kaufpreis niederschlagen. Jeder neue Kühlschrank muss einen Energiepass mitbringen, auf dem der Verbraucher wichtige Details über den zu erwartenden Stromverbrauch, die Umweltbilanz oder die Kühleffizienz ablesen kann.

Kühlschrankaufteilung nach Innentemperatur

Die verschiedenen Fächer eines Kühlschranks sind unterschiedlich kalt. Das sollte beim Einräumen bzw. Lagern von Lebensmitteln und Getränken immer berücksichtigt werden. Das unterste Fach mit einer durchschnittlichen Temperatur von 2 °C ist ideal zum Aufbewahren von Fleisch- und Wurstwaren. Käse, geräucherte oder gekochte Speisen fühlen sich im obersten Fach bei ca. 8 °C am wohlsten. Das Fach in der Tür und das Gemüsefach haben in der Regel die gleiche Temperatur – sie liegt bei rund 9 °C und ist damit perfekt für Obst, Gemüse, Getränke, Saucen, Chutneys und Brotaufstriche wie Marmeladen oder Gelees.

Ein Kühlschrank kann auch schön sein

Beim Design ist der freistehende Klassiker ebenfalls wandlungsfähig. So gibt es neben Standgeräten im traditionellen Küchenweiss auch futuristische Kühlschränke aus Metall oder mit phantasievoller Beleuchtung, Kühlschränke in Knallfarben und Retro-Modelle von charmant bis pompös.

Ein traditionell schlicht und einfarbig gestalteter Kühlschrank fügt sich unauffällig in jede Ecke des Raumes ein und kann nach Bedarf auch in eine Küchenzeile integriert werden. Dazu ist der Design- oder Nostalgiekühlschrank zu schade: Er braucht einen Platz, an dem er Hingucker sein darf und schön zur Geltung kommt.

Der Pragmatiker in der Einbauküche: ein Unterbau- oder Einbaukühlschrank

Wer seinen Kühlschrank nahtlos in die Küchenzeile einfügen will, braucht ein Einbau- bzw. Unterbaugerät. Solche Kühlschränke können mit Sockelleisten und Möbeltüren im Design der restlichen Küche verkleidet werden, um optisch hinter der Schrankfront zu verschwinden. Der Unterbaukühlschrank passt unter die Arbeitsplatte, und dort soll er auch hin – deswegen hat er keine Abdeckklappe. Praktische Varianten haben eine Abdeckung, die sich abnehmen lässt – so kann das Gerät auch frei im Raum platziert werden.

Die gängigen Abmessungen von Einbau- und Unterbaukühlschränken sind genormt, was einen nachträglichen Einbau bzw. Kühlschrankwechsel meist problemlos möglich macht. Die Breite des Geräts beträgt üblicherweise 50 cm. Die Höhe lässt sich mittels Schraubfüssen variieren und liegt dann in der Regel zwischen 82 cm und 86 cm.


Ein traditionell schlicht und einfarbig gestalteter Kühlschrank fügt sich unauffällig in jede Ecke des Raumes ein. (Bild: © Vereshchagin Dmitry - shutterstock.com)

Ein traditionell schlicht und einfarbig gestalteter Kühlschrank fügt sich unauffällig in jede Ecke des Raumes ein. (Bild: © Vereshchagin Dmitry – shutterstock.com)


Trotz aller Normierungen sollte der Standort vorher gut ausgemessen werden, denn in engen Küchen kann es um Millimeter gehen. Der Türanschlag lässt sich sowohl bei freistehenden als auch bei integrierten Kühlschränken wahlweise links oder rechts anbringen.

Zwei Türen für ein Halleluja: eine Kühl-Gefrier-Kombination

Kühlgefrierkombinationen gibt es mit und ohne Bindestriche im Namen. Allen ist gemeinsam, dass sie über zwei miteinander verbaute Bereiche verfügen. Der Gefrierbereich und der Kühlbereich lassen sich mit zwei separaten Türen öffnen und sind durch eine Isolierschicht voneinander abgeschirmt.

Bei einer klassischen Kühl-Gefrier-Kombination liegt das Gefrierfach oben. Viele moderne Varianten setzen jedoch auf ein unten liegendes Gefrierfach – einfach deswegen, weil man sich dann seltener und weniger tief bücken muss. Das Fassungsvermögen eines solchen Kombigeräts kann bis zu 400 Liter betragen. Auch hier gibt es freistehende Geräte und verschiedene ansprechende Designs, aber auch unauffällige und praktische Einbaugeräte.

Die teuersten und exklusivsten Modelle dieser Art sind für eine modulare Bauweise konzipiert. Das bedeutet: Der Kunde kann sich seine individuelle Kühlgefrierkombination aus verschiedenen Aggregaten bzw. Komponenten selbst zusammenstellen. Manche Hersteller haben besondere Verbinder im Angebot, mit denen sich verschiedene Einzelgeräte zum Kühlen oder Gefrieren vom Nutzer zu einer Kombination zusammenfügen lassen.

Immer beliebter wird auch hierzulande der American Style, auch Side-by-Side-Kombination genannt.

Dabei sind der Kühl- und der Gefrierbereich nebeneinander statt untereinander verbaut, weshalb diese eleganten Geräte viel Platz in der Breite brauchen. Weil sie so raumgreifend sind, eignen sie sich nicht für kleine Küchen – hier nutzen die traditionellen Hochstapler den vorhandenen Raum einfach besser aus.

Mit dem Kühlschrank ins Internet

Moderne Kühlschränke und luxuriöse Kombinationen im American Style warten mit bis zu 600 Litern Stauraum auf und sind vielfach mit stylischen und attraktiven Zusatzfeatures ausgestattet, zum Beispiel einer Hausbar oder einem Eiswürfelspender. Für Wohnküchen und vernetzte Haushalte sind auch Geräte mit integriertem Internetanschluss und Fernseher erhältlich.

Eiskalt erwischt: Gefriertruhen und Gefrierschränke

Gefriergeräte bieten extrem kalte Innentemperaturen, bei denen Lebensmittel viel länger haltbar sind. Um Strom zu sparen, sollte das Gerät jedoch nicht auf die grösstmögliche Kälte eingestellt werden. Ideal ist eine Temperatur zwischen -18 °C und -20 °C. Gefrierschränke und -truhen müssen von Zeit zu Zeit abgetaut werden, damit sie tadellos funktionieren und lange leben.

Teurere und moderne Geräte bringen manchmal eine sogenannte No-Frost-Funktion mit: Sie kühlen die Luft vor, damit sie ausserhalb und nicht innerhalb des Geräts gefriert und kondensiert. Damit wird verhindert, dass sich an den Innenwänden die charakteristischen Eisschichten bilden.

Eine klassische Gefriertruhe ist normalerweise günstiger und energieeffizienter als ein Gefrierschrank und bietet bis zu 400 Liter Fassungsvermögen. Sie hat keine Türen und Stellfächer wie das Schrankmöbel, sondern wird mit einer Klappe auf der Oberseite geöffnet. Das macht sie für kleinere Menschen leichter ein-, aus- und umzuräumen.



Fazit: In jeden Haushalt gehört ein Kühlschrank. Den Klassiker unter den Weissgeräten gibt es heute in vielen Farben, Formen und Designs. So ist er nicht nur praktisch, funktionell und energiesparend, sondern kann sogar richtig schön aussehen – in großen und in kleinen Küchen.

 

Oberstes Bild: © Anna Omelchenko – shutterstock.com

Über Christine Praetorius

Christine Praetorius, Jahrgang 1971, spricht und schreibt über Neues, Altes, Schönes und Kurioses. Ich liebe Sprache und Musik als die grössten von Menschen für Menschen gemachten Freuden – und bleibe gerne länger wach, um ihnen noch etwas hinzuzufügen. Seit 2012 arbeite ich mit meinem Mann Christian als freie Texterin, Autorin und Lektorin.


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