Die Lichtdusche – heller Schein im dunklen Winter

20.11.2014 |  Von  |  Wellness

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Kaltes Wetter, kurze Tage und trübe Stimmung – die Winterdepression ist nicht mehr weit. Unserem Körper fehlt einfach die Helligkeit. Mit einer Lichttherapie holen wir uns die Sonne direkt ins Haus.

Wer kennt das nicht? Wir fühlen uns ausgelaugt und schlapp, kommen in der Früh nicht aus dem Bett und quälen uns durch den langen Tag. Es fällt uns schwer, uns zu konzentrieren, die einfachsten Sachen mögen uns nicht gelingen. Vor Stimmungsschwankungen, schlechter Laune und Schlafstörungen ist niemand gefeit.

Werden die Beschwerden aber zum Dauerzustand, spricht man in Fachkreisen von einer saisonalen Depression. Kopfschmerzen, permanenter Erschöpfungszustand und sogar Selbstmordgedanken schränken die Lebensqualität der Betroffenen extrem ein.

Die dunkle Jahreszeit

Experten beobachten schon seit längerer Zeit, dass diese Symptome vermehrt in den Wintermonaten zum Ausdruck kommen. Ursache dafür ist neben anderen Faktoren das fehlende Sonnenlicht. Bei schlechtem Wetter und im Winter produziert unser Organismus auch tagsüber das Schlafhormon Melatonin, welches dafür verantwortlich ist, dass wir uns kraftlos und träge fühlen. Über unser Auge aufgenommenes Licht wirkt sich dagegen direkt auf den Serotoninhaushalt in unserem Gehirn aus. Während uns dieses Gewebshormon das Gefühl der inneren Ruhe, Gelassenheit und Zufriedenheit gibt, dämpft es andererseits Angst, Aggression und Hungergefühl. Das tägliche Bad in der Sonne ist also ein wirksames Mittel gegen eine gedrückte Stimmungslage.

Lichtduschen als wirksame Therapie

Eine medizinisch anerkannte Behandlungsmöglichkeit für diese saisonalen Leiden ist die Lichttherapie. Dabei wird das Gesicht mit dem starken Licht einer Therapielampe bestrahlt. Die Lichtintensität beträgt bei diesem Vorgang bis zu 10’000 Lux. Je nach Modell unterscheidet sich die tägliche Behandlungsdauer.

Wenn Sie planen, eine sogenannte Lichtdusche anzuschaffen, sollten Sie einige Aspekte beachten. So ist zum Beispiel die Lebensdauer von entscheidender Bedeutung. Weil die Lampen Quecksilber und Leuchtstoffe enthalten, ist bei einem Defekt oder Bruch der ganze Apparat zu entsorgen. Ein UV-Filter ermöglicht eine intensive Behandlung, ohne die Haut zu schädigen. Damit Sie während der Therapie keine Kopfschmerzen bekommen, sollte das Gerät absolut flimmerfrei arbeiten. Diese Eigenschaft erreichen die Hersteller durch eine integrierte Hochfrequenz-Widerstandsleistung.

Beim Kauf eines Lichttherapiegerätes lassen Sie sich am besten von einem Arzt beraten. Rückschlüsse ergeben auch diverse Testberichte im Internet. Fakt ist jedenfalls, dass eine regelmässige Lichtdusche nachweislich unser Wohlbefinden hebt – und das nicht nur in den dunklen Wintermonaten.

Oberstes Bild: © Kzenon – shutterstock.com

 


1 Kommentar


  1. Besser hätte ich es auch nicht formulieren können. Ich weiss bis heute nicht, warum sich die Lichtdusche bei uns in Mitteleuropa nicht durchgesetzt hat. Das ist doch eine prima Möglichkeit, schon am frühen Morgen seine Laune zu verbessern und den Trübsinn zu verscheuchen. Im hohen Norden zum Beispiel gehört eine Lichtdusche genauso zum Haushalt wie bei uns ein Radiowecker. Ich habe selber eine Lichtdusche, und ausser im Sommer steht die auch immer in der Küche neben dem Tisch, und ist auch an jedem Morgen in Gebrauch. Und seit ich die Vorteile erfahren habe, mache ich auch selber Werbung für das Prinzip der Tageslichtdusche. Denn ich bin von der Wirkung vollkommen überzeugt, gerade, weil ich sie selbst nutze, und kann nur jedem Morgenmuffel empfehlen, es einmal mit einer Lichtdusche zu versuchen.

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