Eine Creme fürs Gesicht, eine für die Hände – wo liegen die Unterschiede?

24.11.2014 |  Von  |  Körperpflege

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Brauchen wir für die Pflege des Gesichts und der Hände wirklich zwei unterschiedliche Cremes? Man könnte doch meinen, Haut sei Haut und für ihre Pflege reiche ein Produkt aus. Wenn wir uns die Sachlage jedoch genauer anschauen, stossen wir schon auf beträchtliche Unterschiede.

Die auf dem Markt befindlichen Pflegeprodukte, die zum Schutz der Hände vorgesehen sind, unterscheiden sich im Vergleich zu den Artikeln zur Gesichtspflege in ihrer Zusammensetzung nicht unerheblich. Die zarte Gesichtshaut verlangt nun mal andere Pflegestoffe als die etwas robustere Haut unserer Hände. Und das ist beileibe kein Verkaufstrick der Kosmetikindustrie.



Gesicht und Hände haben eine verschiedenartige Hautstruktur

Schon bei oberflächlicher Betrachtung erkennt man, dass unsere Gesichtshaut wesentlich dünner ist als die Haut unserer Hände – und das unabhängig vom Alter. Denn schliesslich benutzen wir unsere Hände ständig, um irgendetwas anzufassen. Auch Nässe und feuchte Substanzen kommen mit den Händen viel häufiger in Kontakt als mit unserem Gesicht.

Haben Sie schon einmal deutlich erkennbare Hornhaut auf Ihrem Gesicht entdeckt? Wohl kaum, denn diese geschichteten abgestorbenen Hautzellen sind in erster Linie den Händen vorbehalten, da sie vornehmlich durch permanente Beanspruchung – vor allem durch Reibung und Druck – entstehen. Zudem sind wir daran gewöhnt, Hornhaut durch regelmässiges Peeling im Gesicht erst überhaupt nicht sichtbar entstehen zu lassen. Die starke Talgproduktion tut ein Übriges, um die Haut in der Gesichtspartie geschmeidig und makellos erscheinen zu lassen.

Unterschiedliche Frequenzen beim Kontakt mit Wasser für Gesicht und Hände



Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie oft Sie sich am Tag die Hände waschen. Wenn Sie einmal bewusst darauf achten, werden Sie überrascht sein. Nach Besucherkontakt, sei es im beruflichen, sei es im privaten Bereich, ist in der Regel Händewaschen angesagt. Ihre Haut macht auch aus diesem Grund häufig am Tag Bekanntschaft mit Seife und Wasser. Wie anders sieht es da bei Ihrer Gesichtshaut aus, die vor allem den Kontakt mit einer Reinigungsmilch oder Lotion kennenlernt, wenn Sie sich beim Abschminken die Rückstände Ihres Make-ups sanft entfernen.

Und denken Sie auch einmal an die tägliche Hausarbeit. Trotz Geschirrspüler geht der Abwasch nicht ohne Wasserkontakt über die Bühne, ganz zu schweigen, wenn das Waschen der verschmutzten Gardinen mal wieder auf der Tagesordnung steht. Und das regelmässige Wäschewaschen lässt sich nun mal auch nicht ausschliesslich im Trockengang bewältigen.

Da hat Ihre Gesichtshaut ein deutlich angenehmeres Leben. Hausarbeit geht halt manuell vonstatten. An den Händen können durch diese Dauerbelastung Schwielen und Risse entstehen, die zu ernsthaften Wunden führen können. Für die meisten Menschen ist das Tragen von Haushaltshandschuhen zu umständlich oder lästig, und so sind die Hände meist ungeschützt. Deshalb ist es ausgesprochen wichtig, dass mit einer intensiven Handpflege möglichen negativen Folgen dieses Umstandes entgegengesteuert wird.

Gesicht und Hände benötigen verschiedene Pflegeprodukte



Wenn Sie sich, was die Gesichtspflege betrifft, auf der sicheren Seite wissen wollen, lassen Sie sich von Fachleuten beraten. Die wissen, was für Ihren Hauttyp geeignet ist und was nicht. Ein kleiner Ratschlag sei hier aber schon einmal gegeben: Wenn Sie kleine Falten um die Augen herum vermeiden wollen, verzichten Sie auf üppige Cremes. Die Hände wiederum sehnen sich förmlich nach Pflegemitteln, die ordentlich Feuchtigkeit und Fett enthalten. Definieren Sie Ihre Pflegeziele und richten Sie Ihre Pflegestrategie dann danach aus.

Die unterschiedliche Beanspruchung von Händen und Gesicht im täglichen Leben sollte sich auch in der Wahl des jeweils geeigneten Pflegeprodukts niederschlagen. (Bild: Africa Studio / Shutterstock.com)

Die unterschiedliche Beanspruchung von Händen und Gesicht im täglichen Leben sollte sich auch in der Wahl des jeweils geeigneten Pflegeprodukts niederschlagen. (Bild: Africa Studio / Shutterstock.com)




Bevorzugen Sie stark duftende Kosmetikprodukte oder fühlen Sie sich mit neutralem Geruch wohler? Bei sensibler Haut sollten Sie möglichst auf Produkte mit Duft- und Konservierungsstoffen verzichten. Achten Sie beim Kauf von Kosmetika auf die Inhaltsdeklarationen auf der Verpackung. Produkte mit Komponenten, die zur Verstopfung der Haut führen können, sollten Sie meiden.

Dexpanthenol, ein Wirkstoff mit sehr viel Feuchtigkeit, reduziert das Gefühl der Hautspannung und wird deshalb häufig für Produkte verwendet, die eine effektive Pflege für raue und trockene Hände versprechen. Zur Gesichtspflege ist er eher ungeeignet, da er dazu tendiert, die Hautporen zu verstopfen. Um dort die Haut leicht zu straffen und so der Faltenbildung sanft entgegenzuwirken, sind Kosmetika mit dem Wirkstoff Q10 die bessere Wahl.

Um ein kleines Resümee zu ziehen, kann man festhalten, dass die Pflege der Gesichtshaut und die der Haut der Hände unbedingt unterschiedlicher Pflege bedarf. Und damit auch unterschiedlicher Pflegeprodukte. Ein Pflegeprodukt, das einen Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Anforderungen zu erreichen sucht und Universal-Pflege verspricht, würde Sie am Ende nicht zufriedenstellen. Wenn Sie für Ihre Haut die jeweils beste Pflege anstreben, ist es unerlässlich, zu entsprechenden Spezialprodukten zu greifen. Wenn Sie für Ihren Hauttyp das jeweils passende Kosmetikprodukt gefunden haben, dürfen Sie sich bald an Ihrer gepflegten und strahlenden Haut erfreuen – im Gesicht und an den Händen.




 

Oberstes Bild: © Sanjay Deva – Shutterstock.com

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