Fieberthermometer müssen keine Angst mehr machen

05.09.2014 |  Von  |  Allgemein

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Fieberthermometer waren früher Geräte, vor denen uns unsere Mütter warnten. Ehrfürchtig nahmen wir die gläserne Röhre entgegen, ehrfürchtig steckten wir sie unter die Achsel oder an andere Orte und zählten ängstlich die Minuten, bis unsere Krankenschwester kam und den Wert stirnrunzelnd von der Skala ablas. Und dann wurde hektisch geschüttelt, damit die Quecksilbersäule wieder sank. Zum Glück war wieder nichts kaputtgegangen!

Hausfrauen alten Schlags können sich heute nur wundern. Keine Belehrungen über die Gefahren des Quecksilbers, kein minutenlanges Warten ungeduldiger Kinder, kein Herunterschütteln. Da kommt die Krankenschwester, zielt mit einem handyartigen Gerät ins Ohr und liest nach Sekunden die Temperatur vom Display ab. Oder das Gerät selbst verkündet sie mit grabesähnlicher Stimme. Schöne neue Welt!

Quecksilber und Galinstan

Es gibt noch die mechanische Kaffeemühle. Es gibt noch die Passevite, die Passiermühle. Und den Teppichdackel. Auch Quecksilber-Thermometer werden noch hergestellt. Der Grund: Sie brauchen keine Batterie; und sie messen äusserst exakt. Nun möchte niemand Quecksilber im Haus haben (ein Grund für den Vormarsch der LEDs gegenüber herkömmlichen Energiesparlampen). Die gute Nachricht: Die sogenannten Ausdehnungsthermometer werden auch mit Galinstan hergestellt, einer Legierung, die Quecksilber ersetzen kann. Diese Thermometer sehen den Quecksilbergeräten unserer Kindheit zum Verwechseln ähnlich, sind aber ungefährlich.

Digitale Kontaktthermometer

Digitale Kontaktthermometer müssen ebenso wie die Ausdehnungsthermometer eine gewisse Zeit am oder im Körper getragen werden, um die Temperatur zu ermitteln. Wenn die Messung abgeschlossen ist, ertönt ein akustisches Signal. Die digitalen Geräte messen nicht ganz so exakt wie die analogen Ausdehnungsthermometer. Dafür sind sie klein, handlich und preisgünstig. Halten Sie immer frische Batterien bereit.

Infrarotthermometer

Infrarotstrahlung wird vielfach nutzbar gemacht. Unter anderem erzeugt sie eine wunderbare Tiefenwärme, die medizinisch in Wärmekabinen Anwendung findet. Im Fieberthermometer ermittelt der Infrarotstrahl kontaktlos die Körpertemperatur. Das geschieht exakt in Sekundenschnelle. Einziger Nachteil: Der Umgang mit dem Infrarotthermometer erfordert ein wenig Übung, denn gemessen wird direkt am Trommelfell, und dieser Messpunkt muss für genaue Ergebnisse getroffen werden.

Eine gute Alternative stellt das Stirnthermometer dar: Es ist mit Sensoren ausgestattet, die die Temperatur messen, wenn es über die Stirn des Patienten geführt wird.

Schnullerthermometer

Schnullerthermometer sind eine geniale Erfindung, wenn es gilt, Babys die Körpertemperatur abzuluchsen. Sie gelten jedoch als ziemlich ungenau. Trotzdem erscheinen sie als Alternative, wenn keine anderen Geräte zur Hand sind. Sollten Sie sich gerade auf Ihrer Sommerreise durch Umbrien befinden, kein Arzt in der Nähe sein und kein Infrarotthermometer im Gepäck, greifen Sie auf diese pfiffige Erfindung zurück. Einen Schnuller nimmt Ihr Baby immer in den Mund.

 

Oberstes Bild: © Ministr-84 – Shutterstock.com


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