Haushaltsbevorratung – zur Sicherheit vorgesorgt!

30.10.2014 |  Von  |  Allgemein

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Eine kluge Haushaltsbevorratung ist einerseits eine erhebliche Erleichterung im Alltag, andererseits aber auch ein wesentlicher Bestandteil für einen guten Selbstschutz. Notfälle und Krisen können schneller kommen, als wir denken – dann ist es beruhigend, wenn Versorgungsengpässe für eine gewisse Zeit überbrückt werden können.

Als Faustregel gilt: Eine gelungene Haushaltsbevorratung sollte die Energie- und Nahrungsversorgung einer Person für mindestens zwei Wochen sichern können. Ein überlegter Vorrat ist nicht nur bei ernsten Notfällen wie Naturkatastrophen, technischen Pannen, Reaktorunfällen sowie Wasser-, Strom- oder Gasausfällen nützlich. Auch wenn man beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen das Haus plötzlich nicht mehr verlassen kann, bedeutet diese sinnvolle Massnahme eine erhebliche Erleichterung.



Bevorraten Sie Getränke und Lebensmittel!

Eine sinnvolle Haushaltsbevorratung sollte einige grundlegende Nahrungsmittel umfassen. Pro Person und Tag sind mindestens 2,5 Liter Wasser und andere Getränke zu lagern. Neben sehr kalorienhaltigen und lang haltbaren Lebensmitteln mit lebenswichtigen Nährstoffen kann gegebenenfalls hochwertige Notfallnahrung bereitgestellt werden. Achten Sie immer auf die Haltbarkeitsfristen und brauchen Sie die Lebensmittel nach diesen auf. Sie haben ein Baby? Dann denken Sie auch an die entsprechende Nahrung. Ebenso dürfen Sie Ihre Haustiere nicht vergessen. Sorgen Sie mit Vorratsdosen für eine gute Ordnung, damit Sie im Falle des Falles nicht die Orientierung verlieren.

Pflege und Apotheke

Denken Sie daran: Der Haushaltsvorrat umfasst nicht nur Lebensmittel. So sollten Sie ausreichende Artikel für die allgemeine Hygiene und Körperpflege einlagern. Organisieren Sie sich einen gut gefüllten Erste-Hilfe-Koffer mit Kaliumjodtabletten. In der Krise sehr hilfreich können auch Tabletten zum Entkeimen von Wasser sein. Lassen Sie sich dabei vom Hausarzt oder von einem Apotheker beraten.



Alternative Energieversorgung



Es kommt gar nicht so selten vor, dass schon bei geringeren Vorfällen die Stromversorgung zusammenbricht. Deshalb ist es schlau, wenn alternative Heizmöglichkeiten wie zum Beispiel ein Holzherd – natürlich mit ausreichendem Heizmaterial – vorhanden sind. Auch ein Gaskocher kann zum kurzfristigen stromlosen Zubereiten von Speisen sehr nützlich sein. Zu empfehlen ist ebenfalls ein Transistorradio, das mit Batterien betrieben werden kann. So erhalten Sie im Notfall wichtige Informationen. Kerzen, Zündhölzer und Taschenlampe gehören auch zu einer guten Grundversorgung.

Wichtige Tipps für das Einlagern von Gemüse und Obst

Viele Hausbesitzer sind in der glücklichen Lage, über eine schöne Ernte von Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten zu verfügen. Wenn es mehr ist, als kurzfristig verbraucht werden kann, ist die Winterlagerung dieser Schätze eine tolle Möglichkeit, auch während der kalten Jahreszeit köstliche und gesunde Leckereien auf den Tisch zu bekommen. Einlagern ist die einfachste, kostengünstigste und älteste Methode, Obst und Gemüse über die Wintermonate zu bringen. Anders als beim Einkochen oder Dörren bleiben mit der Frische auch alle Vitamine und Mineralstoffe erhalten, die diese Nahrungsmittel so wertvoll machen.

Wichtig für eine gute Einlagerung sind eine hohe Luftfeuchtigkeit von ungefähr 85 % und konstant niedrige Temperaturen zwischen zwei und sieben Grad Celsius. Diese Rahmenbedingungen finden wir vor allem im Keller vor. Wer also mit Selbstversorgung aus dem eigenen Garten plant, sollte schon beim Hausbau daran denken.

Ein wichtiger Aspekt für eine gelungene Lagerung von Obst und Gemüse ist auch eine ausreichende Lüftung. Damit wird nämlich der Schimmelbildung und einer frühzeitigen Fäulnis vorgebeugt.

Obstvorrat. (Bild: Karramba Production / Shutterstock.com)

Obstvorrat. (Bild: Karramba Production / Shutterstock.com)




Vermischen Sie nicht Kraut und Rüben mit Äpfeln und Birnen!

Frei nach diesem alten Sprichwort sind einige einfache Regeln zu beachten. Äpfel lagern Sie am besten auf Lattenrosten oder in flachen Kisten – immer getrennt vom Gemüse. Das Gas Ethylen, das Äpfel verströmen, lässt nämlich andere Kellerbewohner rasch welken. Birnen reifen viel schneller, zur Lagerung sind daher nur Spätsorten geeignet. Zur bestmöglichen Erhaltung der heilenden Wirkung aller Obstsorten empfiehlt sich überhaupt eine Ernte kurz vor der Vollreife. Quitten verströmen einen intensiven Duft, deshalb sollten sie nicht in der Nähe von Kartoffeln aufbewahrt werden, da diese empfänglich für Fremdgerüche sind.

Die Erdäpfel stapeln Sie am besten in Kisten auf dem Boden. Für sie sollte es dunkel und nicht zu kalt sein, da sie sonst süss und ungeniessbar werden. Kohl und Kraut bringen sie leicht über den Winter, indem Sie sie direkt auf dem Boden oder in Stellagen stapeln. Ebenso verhält es sich mit Wurzelgemüse wie Karotten, Sellerie oder Petersilie. Auch Wintersalate wie Zuckerhut oder Chinakohl halten auf dem Boden oder in Regalen über Monate.

Bei allen diesen Lebensmitteln ist es wichtig, dass sie völlig unversehrt sind. Schimmelige oder faulige Stücke sollten Sie regelmässig aussortieren. Absolut tabu ist Waschen – die Feuchtigkeit beschleunigt nämlich nur den Verfall. Wenn Sie diese wenigen Tipps beachten, können Sie ohne viel Aufwand einige Monate lang gut von der eigenen Ernte leben.

Vergessen Sie nie: Nicht nur in ausserordentlichen Gefahrenlagen ist die Notwendigkeit einer sinnvollen Haushaltsbevorratung zu erkennen. Gerade in den Schweizer Alpen kann die Natur auch den normalen Lebensraum gefährden. Eine Beeinträchtigung des Verkehrs und damit der täglichen Versorgung ist nicht unwahrscheinlich. Nützen Sie daher diese Möglichkeit und schützen Sie sich und Ihre Familie gegen Versorgungskrisen.



 

Oberstes Bild: © Oleg Zaslavsky – Shutterstock.com


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