Kabellose Tastaturen: leichtes Spiel für Hacker

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Kabellose Tastaturen: leichtes Spiel für Hacker
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Kabellose Tastaturen sind ausgesprochen praktisch und ermöglichen maximale Flexibilität. Ein Praxistest von Bastille Networks, Sicherheitsexperten aus USA, brachte allerdings ernüchternde Ergebnisse: Kabellose Eingabegeräte haben sich als überaus anfällig für Lauschangriffe von Cyber-Kriminellen erwiesen.

Demnach können Hacker etwa ganz einfach mitlesen, welchen Text Nutzer solcher Geräte eingeben. Besonders schockierend: Diese Abhörmethode funktioniert bis zu einer Reichweite von 76 Metern absolut problemlos, selbst durch Wände und Glasscheiben.

Erschreckende Ergebnisse

„Wir sind in eine Reihe von Läden gegangen und haben uns verschiedene kabellose Keyboards gekauft“, erklärt Ivan O’Sullivan, Chief Research Officer bei Bastille Networks, gegenüber „BBC News“. Als er mit seinen Kollegen diese Geräte auf mögliche Sicherheitslücken hin untersuchen wollte, seien erschreckende Ergebnisse zu Tage gefördert worden. „Wir waren schockiert als wir sahen, dass gut zwei Drittel davon ihre Daten vollkommen ungeschützt in Reintext übertragen und keinerlei Verschlüsselung verwenden“, so der Experte.

Trotz der anfänglichen Sicherheitsbedenken, hätte man nicht mit derlei laxen Sicherheitseinstellungen bei diesen Produkten gerechnet. „Hacker können auf diese Weise bis auf eine Entfernung von 76 Metern alle ihre Tastenanschläge und eingetippten Texte auslesen. Das funktioniert auch durch Glas, Wände und Decken“, kritisiert O’Sullivan.

Zwölf Produkte mit gravierenden Sicherheitsmängeln

Laut Bastille Networks sind zwölf unterschiedliche Produkte verschiedener Hersteller von dem Problem dieser gravierenden Sicherheitsmängel betroffen. „Keine von diesen Firmen hat seine Kunden über diese Schwachstellen aufgeklärt oder versucht, diese Lecks in neueren Produktversion zu schliessen“, heisst es von dem Security-Unternehmen. Ausdrücklich gelobt wurden Logitech, Dell und Lenovo, weil sie in ihren kabellosen Tastaturen bessere technische Sicherheitsvorkehrungen implementiert hätten.

Doch was sollen Besitzer solcher Geräte von anderen Herstellern unternehmen, um eine ungewollte Spionage von aussen zu verhindern? Hier empfehlen die Experten von Bastille Networks entweder den Umstieg auf ein handelsübliches Keyboard mit Kabel. „Oder man nutzt statt einer Funk- eine Bluetooth-Verbindung, um die Tastatur mit dem Computer zu verbinden“, so O’Sullivan.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © Sergey Nivens – shutterstock.com

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