Kindersichere Fenster lassen Sie ruhig schlafen

02.09.2014 |  Von  |  Allgemein

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Sobald die eigenen Kinder grösser werden und dem Laufstall entwachsen sind, muss die Kindersicherheit in den eigenen vier Wänden grossgeschrieben werden. Nichts – wirklich gar nichts – ist vor Kindern sicher, die anfangen ihre Umgebung zu erkunden.

Dabei versteht es sich für Eltern von selbst, dass man die Steckdosen absichert und auch Puffer für die Türen anbringt, damit die Kleinen sich nicht die zarten Finger klemmen. Ein ganz wichtiger Bereich wird jedoch gerne vergessen, weil er auf den ersten Blick kompliziert einzubauen anmutet: die Fenster in einem Haus oder einer Wohnung! Dabei ist besonders der Fensterbereich extrem spannend für Kleinkinder, tobt doch hinter dieser ominösen Glasscheibe das Leben – und es droht das Risiko eines Unfalls aus Neugier!



Für Kinder gibt es kaum etwas Grösseres, als die weite Welt zu erkunden. Dabei ist der Bereich, der hinter den eigenen Wänden und hinter dem Fenster sichtbar vor einem Kind liegt, ganz besonders spannend. Deshalb ist es für Eltern eines Kleinkindes – und nicht nur für diese, denn auch ältere Kinder erkunden gerne und ohne Rücksicht auf lauernde Gefahren ihre Umwelt – besonders wichtig, dass die Fenster gesichert sind. Und das Ganze so, dass die Kinder auch wirklich nicht versehentlich auf Fenstersims oder Balkon gelangen können.

Fenstersicherungen bieten Eltern ruhige Nächte und den Kindern Sicherheit sowie Schutz

Schon im zarten Alter von zwei bis drei Jahren sind Kinder in der Lage, allerhand Unsinn anzustellen. Auch wenn es mittlerweile perfekt funktionierende Überwachungssysteme für Kinder gibt – in Bild und Ton –, ist eine Überwachung rund um die Uhr faktisch unmöglich. Besonders dann, wenn die Kinder auch alleine in einem Zimmer Zeit verbringen, ist der Schutz vor schweren und schwersten Unfällen unverzichtbar.

Fenster ziehen Kinder dabei magisch an. Zuerst ist es wunderbar, auf dem frisch geputzten Glas seine Handabdrücke zu erkennen. Danach wird die Neugier immer grösser: Was ist hinter dem Fenster, wie kommt man dahin und wie bekommt man das Ding auf? Gegen das unerwünschte Öffnen durch Kinderhände hält der Markt verschiedene Kindersicherungen bereit, damit sich Fenster gar nicht mehr oder nur noch begrenzt öffnen lassen.



Zwei Fliegen mit einer Klappe lassen sich mit den sogenannten abschliessbaren Fenstergriffen schlagen. Nicht nur, dass die eigenen Kinder geschützt sind, auch die eigene Wohnung oder das ganze Haus ist vor unberechtigtem Zugriff durch Einbrecher besser geschützt. Verschliessbare Fenstergriffe bieten zudem den Vorteil, dass sie sich auch bei Fenstern im gekippten Zustand abschliessen lassen. Dadurch entfällt auch das Risiko, dass sich die kleinen Finger zwischen Rahmen und Fenster einklemmen, weil das Fenster unvermittelt geschlossen wird.

Wenn Sie sich für die Sicherheit Ihrer Kinder entschieden haben, so achten Sie darauf, bei mehreren Fenstern, die abzusichern sind, Sets zu kaufen. (Bild: Pavel L Photo and Video / Shutterstock.com)

Wenn Sie sich für die Sicherheit Ihrer Kinder entschieden haben, so achten Sie darauf, bei mehreren Fenstern, die abzusichern sind, Sets zu kaufen. (Bild: Pavel L Photo and Video / Shutterstock.com)

Keine Angst vor der Montage!

Wenn Sie sich für die Sicherheit Ihrer Kinder entschieden haben, so achten Sie darauf, bei mehreren Fenstern, die abzusichern sind, Sets zu kaufen. Diese werden im Normalfall so angeboten, dass sie wie eine Schliessanlage funktionieren: Mit einem Schlüssel lassen sich alle Fenster schliessen und öffnen. Und achten Sie ferner darauf, dass es wirklich Schlüssel sind und nicht nur Druckknöpfe, mit denen sich die Fenster verriegeln lassen. Kein Kind lässt sich von einem Griff abhalten, der durch blosses Drücken entriegelt werden kann.



Es erfordert auch keine grosse Handwerkskunst, diese neuen Griffe am Fenster zu verbauen. Jedem Set liegen ausführliche Montageanleitungen und das notwendige Zubehör bei, mit welchem man die alten durch neue Fenstergriffe ersetzen kann. Achten Sie beim Kauf der Griffe aber auf die vorhandenen – oder eben nicht vorhandenen – Prüfsiegel und Schutzklassen. Nur wenn Sie geprüfte Qualität kaufen, ist auch sichergestellt, dass Ihre Kinder geschützt sind.



Risiken minimieren

Gibt die Fenstersicherung den ultimativen Schutz? Nein, kein Schutz kann allumfassend sein. Darum gibt es gerade bei Kindern noch weitere Punkte zwingend zu beachten. Ist Ihre Wohnung wirklich „ausstiegssicher“, wenn es um Kinder geht? Achten Sie darauf, dass niemals Ausstiegshilfen wie Stühle, Sessel, Sofas, Regale, Betten und so weiter vor dem Fenster stehen. Ohne derartige Hilfsmittel gelangen Kinder auch dann nicht an die Fenstergriffe, wenn Sie einmal versehentlich den Schlüssel nicht abziehen sollten. So verhindern Sie zudem, dass sich Ihr Kind aus dem Fenster beugen und dabei das Gleichgewicht verlieren kann.

Wieso ist das Weglassen der Ausstiegshilfen noch so wichtig? Kleinkinder – und auch ältere Kinder – verfügen über einen gänzlich anderen Körperschwerpunkt als Erwachsene. Der Kopf und der Oberkörper bilden im Vergleich zum restlichen Körper die schwerste Partie. Hängt sich also ein Kind aus dem Fenster, ist der Sturz im Grunde physikalisch vorprogrammiert.

Sorgen Sie darum nicht nur für gesicherte Fenster, sondern für eine kindgerechte Umgebung im gesamten Lebensumfeld – auch auf Balkonen oder Terrassen. Mit diesen Massnahmen sollten Sie sicherstellen, dass Sie keine unangenehmen Überraschungen erleben, selbst wenn Ihr Kind alleine in seinem Zimmer spielt und auf Entdeckungstour gehen sollte.



 

Oberstes Bild: © linavita – Shutterstock.com


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