Kleine Stoffkunde für Nähfreunde

29.09.2016 |  Von  |  Allgemein
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Kleine Stoffkunde für Nähfreunde
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Eine Nähmaschine gehört in jeden Haushalt und hilft längst nicht nur dabei, Knöpfe anzunähen oder aufgerissene Nähte zu säubern. Immer häufiger steht das Schneidern individueller Kleidungsstücke in den eigenen vier Wänden im Vordergrund.

Einsteiger ins Nähhobby sind mit der Fülle an Stoffen überfordert, die im Ladengeschäft vor Ort oder auf Stoffmärkten angeboten werden und daheim verarbeitet werden können. Mit der folgenden, kleinen Stoffkunde erfahren Sie, welche Stoffe mit einer einfachen Nähmaschine besonders gut zu verarbeiten sind und für welche Modeideen sich die jeweiligen Stoffe gut eignen.

Grundlegendes zur Stoffwahl

Die Fülle an Stoffen, die sich für Ihre Näharbeiten eignen, lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: Natürliche und künstliche Fasern. Die bekanntesten Naturstoffe sind Baumwolle, Wolle und Seide, auch echtes Leder hat einen natürlichen Ursprung und kann mit Profi-Nähmaschinen verarbeitet werden. Dem gegenüber stehen Stoffe aus Kunstfasern, die bekanntesten sind Viskose, Polyester und Nylon.

Beide Stoffarten weisen unterschiedliche Fasereigenschaften auf, sind aber grundsätzlich beide für heimische Nähmaschinen geeignet. Für eine problemlose Verarbeitung ist es wichtig, auf einen möglichst glatten Stoff vertrauen zu können. Das Bügeln vor dem Nähen ist daher üblich, wobei synthetische Stoffe meist nur bei niedrigen Temperaturen geglättet werden können. Ausserdem ist zu überlegen, welche funktionellen Eigenschaften das genähte Kleidungsstück erfüllen soll. So überzeugen Naturfasern durch ihren umweltfreundlichen Charakter, während Synthetics oft dehnbar und elastisch sind.


Es gibt eine Fülle an Stoffen, die sich für Ihre Näharbeiten eignen. (Bild: Bernina International)

Es gibt eine Fülle an Stoffen, die sich für Ihre Näharbeiten eignen. (Bild: Bernina International)


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Die wichtigsten Stoffen für heimische Näharbeiten im Überblick

Baumwolle: Für den Einstieg in kreative Näharbeiten ist Baumwolle das ideale Material. Gewebe aus dieser Naturfaser gehören weltweit zu den beliebtesten Stoffen überhaupt und lassen sich für alle erdenklichen Kleidungsstücke einsetzen. Ausserdem ist Baumwolle in den meisten Varianten des Materials robust und verzeiht manchen Nähfehler. Festere Umsetzungen, beispielsweise als Denim für Jeanshosen, können nicht von allen Nähmaschinen verarbeitet werden. Hierfür werden leistungsstarke Modelle, dicke Nadeln und der richtige Nähfuss benötigt.


Baumwolle (Bild: Iraidka – istockphoto.com)

Baumwolle (Bild: Iraidka – istockphoto.com)


Leinen: Der Stoff Leinen wird aus Flach gewonnen und zählt neben Baumwolle zu den wichtigsten Naturstoffen. Leinen ist ein traditionell für Haus- und Bettwäsche und wird beispielsweise verwendet, um Kissenhüllen selbst zu nähen. Der Stoff ist ähnlich einfach zu verarbeiten wie Bauwolle, je nach Variante jedoch etwas feiner und somit nicht so reissfest. Vollleinen aus 100 % Flachfaser ist in dieser Hinsicht die beste Wahl, bringt jedoch einen höheren Kaufpreis mit sich.


Leinen (Bild: pavelalexeev – istockphoto.com)

Leinen (Bild: pavelalexeev – istockphoto.com)


Seide: Bei Seide handelt es sich um einen der feinsten und hochwertigsten Naturstoffe überhaupt. Ein Vernähen des Stoffs ist grundsätzlich möglich, setzt jedoch Erfahrung im Umgang mit der Maschine voraus. Für die Verarbeitung wird eine sehr feine Nadel benötigt, ausserdem verzeiht der Stoff kleinere Nähfehler nicht. So elegant Kleidungsstücke und Accessoires aus Seide wirken – für Einsteiger ist die Verarbeitung des edlen Stoffs weniger gedacht.


Seide (Bild: oytun karadayi – istockphoto.com)

Seide (Bild: oytun karadayi – istockphoto.com)


Polyester: Neben Nylon ist Polyester die bekannteste Kunstfaser, die für Kleidungsstücke aller Art verwendet wird. Die Verarbeitung ist mit vielen Nähmaschinen möglich, Equipment und Erfahrung sind hierbei entscheidend. So muss für die Kunstfaser eine äusserst dünne Nähnadel verwendet werden, sogenannter Polyesterfaden ist die bessere Wahl gegenüber herkömmlichen Garnen. Nicht jeder Maschine liegt eine geeignete Nadel für die Bearbeitung der Kunstfaser bei, ein Nachrüsten ist daher nicht unüblich.


Polyester (Bild: caracterdesign – istockphoto.com)

Polyester (Bild: caracterdesign – istockphoto.com)


Viskose: Mit Viskose wird ein spezielles Gewebe aus halbsynthetischen Chemiefasern bezeichnet, das je nach Beschaffenheit als Kunstseide bekannt ist. Häufig findet eine Mischung mit Baumwolle oder Wolle statt, so dass der Stoff gleichermassen Eigenschaften von natürlichen und synthetischen Fasern aufweist. Eine Verarbeitung von Viskose ist nicht so kompliziert wie bei Seide oder Polyester, Nadel und Garn fallen dennoch eine wesentliche Rolle zu. Achten Sie beim Vernähen dieses Materials auf die genaue Mischung der zugrundeliegenden Fasern. Je höher der Baumwollanteil ist, umso einfacher wird die Verarbeitung dieser Maschenware sein.


Viskose-Schal (Bild: Viktoriya_Podgornaya – istockphoto.com)

Viskose-Schal (Bild: Viktoriya_Podgornaya – istockphoto.com)


Mit der richtigen Nähmaschine viele Stoffe einfach bearbeiten

Wie bei einzelnen Stoffen schon angedeutet – vorrangig kommt es auf die Maschine für schnelle und professionelle Näherfolge an. Einsteigern und Fortgeschrittenen ist gleichermassen zu Markenmodellen wie BERNINA Nähmaschinen zu raten.


Bernina 790 Serie (Bild: Bernina International)

Bernina 790 Serie (Bild: Bernina International)


Diese sind bereits in Grundmodellen mit einer Vielzahl an Funktionen, Nadeln und Füssen ausgestattet. Der Wechsel von Nähprogrammen und Mercerie ist mit wenigen Handgriffen erledigt, um das Nähen mit verschiedenen Stoffen einfach anzutesten. Gerade die bekanntesten Markenhersteller wie BERNINA bieten ihren Kunden vor dem Kauf eine umfassende Beratung und zeigen online, welche Nähmaschinen individuellen Vorstellungen entsprechen. Bei der Präsentation eigener Modeideen und Nähprojekte zeigt der Hersteller auf, welche Stoffe hierfür am ehesten geeignet sind.

 

Artikelbild: © Bernina International

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