Künstliche Intelligenz – Rasen frei von Katzenkot

11.07.2016 |  Von  |  Allgemein, News
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Jetzt bewerten!

Künstliche Intelligenz (KI) kann manchmal zu skurrilen Anwendungen führen. Ein schönes Beispiel dafür ist das jetzt von Robert Bond, Software-Systementwickler bei Nvidia, erfundene KI-System, um seinen Vorgarten frei von Katzenkot zu halten.

Das System nutzt moderne Roboterlernmethoden und erkennt, wenn im Bild einer IP-Kamera eine Katzenpfote auftaucht. Droht Gefahr für die Rasen-Sauberkeit, setzt das System den Rasensprenger in Gang – in der Hoffnung, dass die Katze vertrieben wird.

„Meine Frau ist Gärtnerin, und sie mag ihren Garten sauber und rein“, sagt Bond. Doch Katzen aus der Nachbarschaft bedrohen das Idyll mit ihren Haufen. Die Lösung des Entwicklers: Eine KI, die dank der „Deep Learning“-Techniken neuraler Netze Samtpfoten erkennt und gegen die unerwünschten Vorgarten-Besucher vorgeht.

Das erfordert lediglich drei Hardware-Komponenten: einen Rechner für die nötige Rechnerleistung, eine IP-Kamera, die den Vorgarten im Auge behält und eine WLAN-Platine, die das Ansteuern des Sprinklers ermöglicht.

Eine Katze läuft in den Bereich, der die Kamera auslöst. (Bild: © Robert Bond)

Eine Katze läuft in den Bereich, der die Kamera auslöst. (Bild: © Robert Bond)

Rechner musste erst trainiert werden

Bond hat seine Software zunächst auf einem Desktop-Rechner mithilfe von Katzenfotos trainiert, damit sie die Tiere sinnvoll erkennt. Denn anfangs hatte die KI selbst Bonds Schatten für eine Samtpfote gehalten – und ihn daher nassspritzen lassen. Jetzt erkennt das System im Bild der Vorgarten-Kamera tatsächlich zuverlässig, ob echte Katzen den Rasen bedrohen. Ist das der Fall, sendet die KI ein Signal an die WLAN-Platine, um das Sprinkler-System zu aktivieren. Das reicht im Normalfall aus, damit Samtpfoten das Weite suchen.

Die KI ist auch in der Lage zu bestimmen, wo genau im Vorgarten sich eine Katze aufhält. Das ist letztlich aber eher eine Fleissaufgabe. Denn das hat Bond implementiert, damit das System ein ferngesteuertes Auto losschicken könnte, um unerwünschte Besucher auf vier Pfoten zu verschrecken. Allerdings wird der Bastler das wohl nicht mehr umsetzen, denn die Katzen der Nachbarschaft haben dank Sprinklerduschen bereits angefangen, seinen Garten zu meiden.

Wer selbst versuchen will, Katzen mittels KI-gesteuerter Rasensprenger-Dusche fernzuhalten, findet eine genauere Projektbeschreibung auf Bonds Webseite.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © Robert Bond

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.


Ihr Kommentar zu:

Künstliche Intelligenz – Rasen frei von Katzenkot

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.