Putz-Spass mit der ganzen Familie

14.05.2016 |  Von  |  Allgemein
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Putz-Spass mit der ganzen Familie
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Mit Kindern ist immer etwas los. Und so sieht es dann auch in der Wohnung aus! Kaum wurde ein Zimmer mühevoll aufgeräumt, wird bereits im nächsten Raum gewirbelt. Aber von Aufräumen und Putzen wollen die lieben Kleinen nichts wissen? Das geht auch anders: Richtig angepackt, kann das Saubermachen zu einem echten Familienprojekt werden.

„Wenn Lego, Teddy und Co. einen festen Platz haben, fällt Kindern das Aufräumen viel leichter. Dabei helfen grosse Kisten oder Schachteln, die jeweils mit Symbolen oder Fotos versehen sind. Zum Beispiel gibt es ein Behältnis für alles, was Räder hat, eines für Bücher, eines für Malsachen und eines für Stofftiere. Spielzeug, das gerade uninteressant ist, kann ein halbes Jahr in den Keller oder auf den Dachboden wandern. Das schafft Platz. Nach Ablauf der Zeit einfach mit anderen Spielsachen austauschen. So hat das Kind regelmässig andere Dinge, mit denen es sich beschäftigen kann.“

Wer macht was im Haushalt? Damit es bei der Frage nicht immer wieder zu Diskussionen kommt, empfiehlt sich ein Putzplan. Dafür zunächst eine Liste mit allen anfallenden Haushaltstätigkeiten erstellen. Die werden dann auf die Familienmitglieder, je nach Zeit und Kompetenz, verteilt. Dabei sollten alle mit entscheiden dürfen, wer welche Pflichten erfüllt. Dadurch können die Dienste möglichst so aufgeteilt werden, dass sich jeder auf seine Lieblingsaufgaben konzentrieren kann. Sobald eine Putztätigkeit erledigt wurde, hakt man sie auf der Liste ab oder markiert sie mit einem Aufkleber.


Richtig angepackt, kann das Saubermachen zu einem echten Familienprojekt werden. (Bild: Yuganov Konstantin – Shutterstock.com)

Richtig angepackt, kann das Saubermachen zu einem echten Familienprojekt werden. (Bild: Yuganov Konstantin – Shutterstock.com)


Die richtigen technischen Geräte können viel bewirken: Mit einem gekürzten Mopp für die Kleinsten, bunten Lappen oder einer coolen Schürze geht es gleich viel motivierter ans Werk. Aber nicht nur die Kinder freuen sich über ihre persönlichen Hilfsmittel, sondern auch die Erwachsenen: Denn wer sich beim Saubermachen eine Freude machen will, legt Eimer und Lappen schnell zur Seite und putzt mit Technik. Das löst positive Emotionen aus. Zu diesem Ergebnis ist eine neurowissenschaftliche Studie gekommen. Beim Betrachten von Reinigungsszenarien zum Beispiel mit einem Kärcher-Fenstersauger konnte eine erhöhte Aktivität in dem Bereich des Hirns gemessen werden, der für Belohnung zuständig ist – das ist derselbe, der beim Anblick von Schokolade aktiv wird.

Männer und Putzen passen nicht zusammen? Stimmt nicht. Das Vorurteil, dass die Herren der Schöpfung ungern sauber machen, trifft zumindest nicht auf alle Reinigungsgeräte zu. Eine Forsa-Studie fand heraus, dass 75 Prozent aller Männer den Hochdruckreiniger gerne selbst bedienen, um den Dreck von Auto, Terrasse oder Hofeinfahrt zu entfernen. Ein Druck von bis zu 160 Bar macht der Mehrheit Spass (44 Prozent). Wer seinem Mann etwas Gutes tun möchte, lässt ihn daher die Terrasse auf Vordermann bringen. So geht er auch mit gutem Beispiel für die Kinder voran. Denn wenn Väter regelmässig im Haushalt helfen, packen auch die Sprösslinge häufiger mit an.

Auch wenn Hausarbeit für viele Menschen eher ein notwendiges Übel ist, können Familien versuchen, Anreize zu schaffen. Die sehen für jeden unterschiedlich aus. Ein interner Wettbewerb motiviert beispielweise: Wer ist schneller fertig mit dem Aufräumen des eigenen Zimmers? Eine weitere Möglichkeit ist es, ein Glas aufzustellen, in das jedes Kind nach getaner Aufgabe eine Murmel werfen darf. Sobald das Behältnis voll ist, unternehmen alle gemeinsam einen Ausflug. Hier findet jede Familie seine eigenen Anreize und Belohnungen.

Zu Urte Paassen

Die 50-Jährige hat nach dem Biologiestudium zur Hauswirtschaft gefunden. Sie ist dort geblieben und heute als Hauswirtschaftsmeisterin tätig. An der Hauswirtschaft fasziniert sie die Vielseitigkeit und das umfangreiche Wissen, das man zur Berufsausübung benötigt. Seit der abgeschlossenen Meisterprüfung gibt sie ihr Wissen mit viel Enthusiasmus an die Auszubildenden weiter. Im Jahr 2010 startete sie die Internetplattform „Wissen rund um die Hauswirtschaft“ (www.hauswirtschaft.info). Hier wird hauswirtschaftliches Wissen anschaulich dargestellt. Ein grosser Bereich ist der Reinigung und Pflege von Räumen gewidmet.

 

Artikel von: PRfact AG für Kärcher / Urte Paassen, Hauswirtschaftsmeisterin
Artikelbild: © Kärcher

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