Putzen macht glücklich – wenn jemand anders es für uns erledigt

21.08.2017 |  Von  |  News
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Putzen macht glücklich – wenn jemand anders es für uns erledigt
Jetzt bewerten!

Das Erledigen der häuslichen Pflichten gehört nicht gerade zu unseren Lieblingsbeschäftigungen. Doch nicht jeder ist in der Lage, sich eine professionelle Reinigungskraft zu leisten.

Eine neue Studie hat nun herausgefunden, dass Menschen, die eben das tun, sich zufriedener fühlen.

Lästige Pflicht

Nur in einem sauberen Zuhause fühlt man sich auch wohl. Doch offenbar scheinen gerade die Deutschen dem Putzen so rein gar nichts abgewinnen zu können. Im Gegensatz zu den Briten: In einer Umfrage gaben 60 Prozent der Britinnen an, dabei einen therapeutischen Effekt zu erfahren.

Nur vier Prozent sahen das Putzen als Zeitverschwendung an. Tatsächlich weisen wissenschaftliche Studien auf einen Zusammenhang zwischen leichter körperlicher Betätigung wie der Hausarbeit und einem geringeren Brustkrebsrisiko hin.

An Dritte delegieren

Haushaltspflichten machen einer Studie zufolge jedoch tendenziell glücklicher, wenn jemand anders sie für uns erledigt. Menschen, die andere etwa für das Putzen ihrer Wohnung bezahlen und sich damit sozusagen „Zeit kaufen“, betrachten sich demnach selbst als deutlich zufriedener als solche, die das nicht tun.

Das berichten Forscher um Elizabeth Dunn von der University of British Columbia in Vancouver in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften („PNAS“). „Geld zu benutzen, um Zeit zu kaufen, kann ein Stossdämpfer gegen Zeitmangel sein und so Glück fördern“, berichten sie.

Geld spielt keine Rolle

Das Team hatte mehr als 6.000 Menschen aus den USA, Dänemark, Kanada und den Niederlanden befragt. Dabei hatten die Studienteilnehmer unterschiedliche Hintergründe. Auch besonders wohlhabende Probanden fanden sich darunter. Es machte aber keinen Unterschied, wie viel Geld die Menschen verdienten oder wie viel sie für eine Haushaltshilfe ausgaben – wer sich Zeit kaufte, fühlte sich zufriedener.

Trotzdem täten viele Menschen das nicht, auch wenn sie es sich leisten könnten, berichteten die Forscher. So gab knapp die Hälfte der 818 befragten Millionäre an, dass sie kein Geld ausgäben, um Haushaltspflichten an andere Menschen zu übergeben. Das könne kulturelle Gründe haben oder am Geschlecht liegen. So hätten viele Frauen immer noch das Gefühl, sie müssten Haushaltpflichten selbst erledigen – auch wenn sie es sich leisten könnten, andere dafür zu bezahlen. In Deutschland leisten sich etwa sechs Prozent der Bürger eine Putzhilfe.

 

Quelle: medicalpress.de
Artikelbild: sebra – shutterstock.com

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.


Ihr Kommentar zu:

Putzen macht glücklich – wenn jemand anders es für uns erledigt

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.