Reinigungsmittel: Welche Inhaltstoffe sind gefährlich, welche unbedenklich?

09.06.2014 |  Von  |  Reinigung
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Reinigungsmittel: Welche Inhaltstoffe sind gefährlich, welche unbedenklich?
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Reinigungsmittel müssen unterschiedlichste Schmutzarten zuverlässig entfernen können. Im Einzelhandel ist eine unglaubliche Vielfalt an Reinigungsmitteln verfügbar, jeder Hersteller versucht seine Produkte als besonders wirksam und umweltverträglich darzustellen.

Doch was steckt wirklich drin in Reinigungsmitteln? Erfahren Sie mit Hilfe dieses Ratgebers, welche Inhaltsstoffe in Reinigungsmitteln enthalten sein können und ob diese gesundheitlich unbedenklich oder gefährlich sind.



Die Basiskomponenten eines jeden Reinigungsmittels: Wasser und Tenside

Jedes Reinigungsmittel enthält Wasser, damit die anderen Inhaltsstoffe gelöst werden können. Durch eine Konzentration der Inhaltsstoffe entstehen Vorteile für die Umwelt und den Verbraucher: Transportaufwand und Lagerkapazitäten werden im Vergleich zu unkonzentrierten Reinigern reduziert, dies führt zu reduzierten Verkaufspreisen und einem rückenschonenderen Einkauf – zudem wird die Abfallmenge reduziert. Allerdings sollten Sie die Dosierempfehlung des Herstellers strikt befolgen, um Fehldosierungen zu vermeiden.

Der wichtigste Wirkstoff eines jeden Reinigers sind Tenside, so werden die waschaktiven Substanzen bezeichnet, die den Schmutz entfernen und das Reinigungsmittel schäumen lassen. Tenside sind wahre Spezialisten, wenn es um die Lösung von Fettstoffen und anderen Schmutzpartikeln geht. Tenside sind zwingend notwendige Bestandteile von Reinigern, um deren Wirksamkeit zu gewähleisten. Bevorzugen Sie nichtionische Tenside, diese sind unempfindlich gegenüber bestimmte Wasserhärten bzw. Wasserbestandteile.

Lösungsmittel belasten die Raumluft und sind ein verzichtbarer Bestandteil in Reinigungsmitteln



Um die Wirksamkeit eines Reinigungsmittels zu erhöhen, setzen manche Hersteller auf die Zugabe von Lösungsmitteln, darunter Alkohol, Salmiak und Glykole. Theoretisch steigern diese Zusatzstoffe die Fett- und Schmutzlösekraft – allerdings belasten sie die Raumluft und können durch eine höhere Dosierung eines konventionellen Reinigungsmittels kompensiert werden.

Säuren und Laugen in Reinigern

Säuren werden häufig in Sanitärreinigern verwendet, da sie Kalkablagerungen zuverlässig entfernen. Wählen Sie Reinigungsmittel, die Zitronen- oder Amidosulfonsäure enthalten. Insbesondere in Kraft- und Spezialreinigern sind Laugen enthalten. Diese Inhaltsstoffe sollen vor allem die Fettlösekraft optimieren, weshalb sie häufig in Küchenreinigern zu finden sind. Für Privathaushalte Verschmutzungsgrad sind jedoch auch Reinigungsmittel ausreichend, die keine Laugen enthalten.

Duft- und Farbstoffe: Können allergische Reaktionen auslösen
Viele Hersteller setzen ihren Reinigungsmitteln Duft- oder Farbstoffe bei, um eine ansprechende, verkaufsfördernde Optik sowie einen angenehmen Geruch zu erzeugen. Allerdings können viele dieser Zusatzstoffe allergische Reaktionen auslösen. Vor dem Hintergrund, dass Duft- und Farbstoffe nichts zu einer optimierten Reinigungsleistung beitragen, können Sie also bewusst auf sie verzichten.

Vorsicht im Umgang mit Bioziden

Biozide sind in Reinigungsmitteln aus zwei Gründen enthalten: Sie sollen Keine auf unterschiedlichsten Flächen abtöten und fernhalten, darüber hinaus dienen sie als Konservierungsstoff. Während Biozide als Konservierungsstoff in Reinigern durchaus eine Berechtigung hat, werden Privathaushalte Biozide kaum zur Keimbeseitigung nutzen können. Denn viele krankheitserregende Keime breiten sich über den Menschen, Haustiere oder über den Kontakt mit Lebensmitteln aus – und weder Mensch noch Tier sollten direkt mit Bioziden behandelt werden. Deshalb sollten Sie darauf achten, welche Biozide verwendet werden: Chlor, Benzalkoniumchlorid sowie Bleichmittel haben in modernen Reinigungsmitteln einfach nichts zu suchen und sollten unbedingt gemieden werden.



 

Oberstes Bild: © BlueSkyImage – Shutterstock.com



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