Solarenergie und Heizöl im Greyerzerland

22.10.2016 |  Von  |  News

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Der Greyerzerseee, das Greyerzerland und seine idyllische Landschaft … In einem Quartier etwas ausserhalb des Dorfes Sorens am Fuss des Mont-Gibloux hat sich Daniel Ansermot niedergelassen. Das Einfamilienhaus ist mit einer Kombination aus Solaranlage und Ölheizung ausgestattet. Dies war eine gut überlegte Entscheidung.

Das Haus mit seiner Grundfläche von 170 m2 wurde vor gut einem Jahr gebaut und befindet sich am Ende einer Allee, ohne weitere Häuser in der unmittelbaren Nachbarschaft. Dank der Lage oberhalb des Greyerzersees geniesst man vom Haus, das von der Familie Ansermot bewohnt wird, eine herrliche Aussicht.

Ansermot ist vom Fach – sein Unternehmen ist auf Heizöl-, Gas- und Solar-Installationen spezialisiert, d. h., er konnte sich bei seiner Wahl auf seine umfassenden Sachkenntnisse abstützen. Er entschied sich für den besonders kompakten Vitosolar 300-F von Viessmann. Das Gerät ist für die solare Heizungsunterstützung und Warmwasseraufbereitung konzipiert, verfügt über einen 750-Liter-Kombispeicher und ist mit dem Ölbrennwert-Wandgerät Vitoladens 300-W verbunden.

Konkrete Beispiele

Dieses intelligente System entdeckte Daniel Ansermot bei einem befreundeten Heizungsmonteur: „Sein Haus ist um einiges grösser als meines. Aber er konnte seinen Heizölverbrauch praktisch auf einen Drittel reduzieren.“ Sagte da jemand etwas von Umweltbewusstsein? „Ich würde das schon bejahen. Wir sind da, um unsere Kunden insbesondere in Bezug auf den Verbrauch zu beraten, und da geht es auch darum, konkrete Beispiele zu zeigen …“

Und der Fachmann weist noch auf ein paar Fakten hin, die der heute vorherrschenden Meinung manchmal entgegenlaufen: „Ich bin von der Luft-Wasser-Wärmepumpe abgekommen. Wir sind hier auf fast 900 Meter über Meer und oft herrschen kühle Temperaturen. Der Wirkungsgrad einer Luft-Wasser-Wärmepumpe verringert sich ab null Grad, wobei ab da eine elektrische Heizpatrone einspringt und die Differenz ausgleicht. Elektrizität ist umweltfreundlich, wenn sie aus einheimischer Wasserkraft stammt, was aber im Winter häufig nicht der Fall ist. Man importiert Elektrizität z.B. aus Deutschland – einem Land, in dem ein Teil der Elektrizität immer noch mit Kohlekraftwerken produziert wird. Und Kohle ist meiner Ansicht nach noch weniger umweltfreundlich als Holz, Heizöl oder jede andere Energiequelle!“

Platzsparend

Die Heizzentrale des Hauses in Sorens benötigt gerade mal einen Raum von 8 m2. Sie umfasst zwei Heizöltanks à 1 000 Liter, dazu die oben beschriebene Kombinationsanlage mit dem Expansionssystem. Warmwasserzuleitung, Wasserenthärtungsanlage – alles ist vorhanden! Als das Haus gebaut wurde, waren die Bodenplatten noch nicht gelegt, als alle Anlageelemente eintrafen.

„Das hat uns natürlich die Aufgabe erleichtert, aber der Hersteller musste schon sicherstellen, dass auch alles durch die Tür passte. Der Trinkwasserspeicher hat einen Durchmesser von 79 cm und die Tanks sind etwas länger als 70 cm“, erzählt Daniel Ansermot.

Die Elemente sind vormontiert, vom Trinkwasserspeicher über die Isolierung oder das Gestell für den Ölbrennwertkessel bis hin zur Hydraulik: „Danach müssen nur noch die Zu- und Ableitungen für die Heizung, das Warmwasser, das Expansionsgefäss und die Solaranlage angeschlossen werden“, präzisiert Ansermot.

„Ein Freund, der auch im Heizfach tätig ist, hat mir geholfen. Wir arbeiteten jeweils am Abend. Wir beide hatten diese Art Anlage noch nie installiert, doch wir hatten die Pläne …“ Dann mussten noch die beiden Röhrenkollektoren mit einer Fläche von insgesamt 5,5 m2 montiert werden: „Die Dachfläche meines Hauses weist genau nach Süden, weshalb ich die Kollektoren so ausrichtete, dass die tief stehende Wintersonne optimal darauf auftrifft. Im Sommer ist der Solarertrag sowieso höher, und wir benötigen die Heizung nicht.“


Heizöl und Solarenergie im Greyerzerland. (Bild: © nikkytok - istockphoto.com)

Heizöl und Solarenergie im Greyerzerland. (Bild: © nikkytok – istockphoto.com)


Eine Regelung startet die gesamte Anlage

Eine einzige Regelung steuert die gesamte Anlage. Das System startet automatisch, sobald zwischen der Solarröhre und dem Wärmespeicher ein Temperaturunterschied von 8 °C gemessen wird. Je grösser der Temperaturunterschied ist, desto schneller dreht die Zirkulationspumpe. Im Inneren des Trinkwasserspeichers befinden sich drei Schlangen. Die untere ist der Solarwärmetauscher und heizt das Wasser bis zu 70 – 80 °C auf. Wenn nötig, schaltet sich der Ölbrennwertkessel zu, um den Bedarf sowohl Heiz- wie auch an Warmwasser sicher zu stellen.

Deshalb kann ein guter Wirkungsgrad auch dann erzielt werden, wenn keine volle Sonneneinstrahlung gegeben ist: „Ich habe die Regelung bei bedecktem Himmel überprüft und festgestellt, dass die Temperatur auf der Solarröhre 50 °C betrug.“ Schon wieder ganz in die Anzeige der Anlage vertieft, zieht Daniel Ansermot nach etwa einem Betriebsjahr eine erste Bilanz: „536 Funktionsstunden bei der Heizölanlage und 1955 Stunden bei der Zirkulationspumpe der Solaranlage.“ Der Jahresverbrauch beim Heizöl liegt bei 850 Litern oder 5 Litern pro m2. Was will man mehr?

 

Artikel von: Erdöl-Vereinigung, Marketing
Artikelbild: © FernandoAH – istockphoto.com

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