Sticken: Kleines ABC der Stiche

21.06.2016 |  Von  |  Unterhaltung
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Sticken: Kleines ABC der Stiche
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Sticken ist ein vielseitiges und kreatives Hobby, bei dem sich Textilien aller Art durch zauberhafte Motive bereichern lassen. Um der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen und eine Vielzahl an Mustern und Designs attraktiv umzusetzen, sollte das Grundspektrum der wichtigsten Stiche beherrscht werden.

Die folgende Auflistung zeigt die bekanntesten Stiche auf, die beim Sticken von Anfängern und Fortgeschrittenen beherrscht werden sollten und für die Umsetzung der allermeisten Motive ausreichen. Wem es schwerfällt, die Vielfalt an Stichen manuell umzusetzen, kann alternativ auf moderne Nähmaschinen vertrauen und Dutzende von Stick-Stichen elektrisch unterstützt einsetzen.

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Beim Sticken lassen sich Textilien aller Art durch zauberhafte Motive bereichern. (Bild: BERNINA)

Beim Sticken lassen sich Textilien aller Art durch zauberhafte Motive bereichern. (Bild: BERNINA)


Die wichtigsten Stiche bei Sticken im Überblick

Vorstich: Der Vorstich ist die einfachste Stichart überhaupt. Bei ihm wird die Nadel entlang von geraden Linien oder Bögen immer wieder in den Stoff eingestochen und nach einigem Abstand wieder herausgeholt. Der Name deutet bereits an, dass der Stich der Präparation von Folgestichen dient. Seine ästhetische Wirkung beschränkt sich alleine auf das Andeuten von Linien in einem gestrichelten Muster.

Stielstich: Der Stielstich ist eine einfache Erweiterung des Vorstichs, der die vorgegebenen Einstiche nutzt. Bei ihm wird eine Bahn mit dem Vorstich vorbereitet und anschliessend von der jeweils anderen Einstichseite her zurückverfolgt. Das Ergebnis sind geschlossene Formen, mit denen sich sehr einfach gerade Linien, Kurven oder andere Konturen mit dem Garn umsetzen lassen.

Spannstich: Nicht immer soll das gestickte Motiv aus langen und durchgängigen Elementen wie Linien bestehen. Um durch nebeneinander angeordnete Einzelstiche eine tolle optische Wirkung zu erzielen, ist der Spannstich die richtige Alternative. Bei diesem wird in einem eng umgrenzten Bereich des Stoffs das Garn mehrfach in senkrechter oder waagerechter Richtung nebeneinander angeordnet. Ein klassisches Beispiel ist das Sticken von Blütenblättern eines floralen Motivs, die durch ein kreisrundes Anordnen vieler einzelner Spannstiche entstehen.

Kreuz- und Hexenstich: Der Kreuzstich ist der wohl bekannteste Stich für Stickarbeiten, um grosse Flächen mit farbigem Garn zu füllen. Auf engstem Raum werden viele kleine Kreuze in gleichen oder unterschiedlichen Farben gesetzt, womit sich Farbflächen dezent andeuten lassen. Eine Abwandlung des klassischen Kreuzstiches ist der Hexenstich. Bei ihm fallen die Stichlängen der einzelnen Kreuze ungleichmässig aus, weshalb diese Stichart bevorzugt für Randbereiche von Motiven und Bordüren genutzt wird.

Gobelinstich: Der Gobelinstich ist ein sehr feiner Stich, für den meist spezielle Stickwolle oder Sticktwist eingesetzt wird. Anders als beim Kreuzstich sorgt der Gobleinstich für echt geschlossenen Flächen, wobei Ein- und Ausstichpunkt sehr eng beieinander liegen und optisch wie kleine Knoten wirken. Aufgrund der Feinheit dieses Stichs werden mit ihm im Regelfall keine grösseren Flächen gefüllt, für kleine geschlossene Bereiche ist der filigrane Stich beim Sticken jedoch ideal.

Kelimstich: Dieser Stich ist mit dem Gobelinstich vergleichbar, da er ebenfalls sehr fein gearbeitet wird und beim Abdecken kleiner Flächen hilft. Im Vergleich zum reinen Gobelinstich, der wie viele nebeneinander gesetzte Punkte wirkt, hat der Kelimstich eine Ausrichtung, die durch grössere Distanzen zwischen Ein- und Ausstichpunkt entsteht. Der Stich ist ein Klassiker für Naturmotive, bei denen die Nadeln von Ästen und Zweigen eines Nadelbaums angedeutet werden sollen.

Plattstich: Dieser Stich wird vor allem von Fortgeschrittenen im Nähhobby beherrscht und dient dazu, Flächen von klar abgegrenzten Motiven zu füllen. Bei diesem Stich werden reihenweise kleine Fadenstücke im Versatz zueinander angeordnet, bereits erzeugte Sticklöcher werden zweimal für jeden Faden genutzt. Das Ergebnis ist eine geschlossene Stickfläche mit geringer optischer Irritation, mit der sich nicht zuletzt durch den Farbwechsel während des Stickens sämtliche Motive auf Baumwolle oder edleren Stoffen umsetzen lassen.



Mit einer modernen Nähmaschine zahllose Stick-Stiche mühelos umsetzen

Die genannten Stiche decken nur ein kleines Spektrum aller Stiche ab, die von erfahrenen Näherinnen und Nähern beim Sticken beherrscht werden. Für Einsteiger ist es wichtig, sich Schritt für Schritt an neue Stiche heranzuwagen und hierdurch das eigene Spektrum stetig zu erweitern. Wem das Nähen von Hand weniger liegt und dennoch eine Umsetzung kreativer Ideen gewünscht wird, sollte einen Blick auf zeitgemässe Nähmaschinen namhafter Hersteller wie BERNINA werfen.

Diese erfüllen längst mehr als klassische Näharbeiten. In gehobenen Produkteditionen halten Nähfreunde eine umfangreiche Unterstützung in den Bereichen Quilten und Nähen. Für die Umsetzung formschöner Stickereien muss nicht selbst auf die Suche nach Mustern und Motiven gegangen werden, meist verfügen die Maschinen über ein breites Spektrum an vorgegebenen Bildmotiven. Diese lassen sich modellabhängig nach eigenen Vorstellungen und Wünschen kreativ abwandeln.

 

Artikelbild: © BERNINA

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