Stromkosten im Blick behalten: Weihnachtsbeleuchtung aussen und innen

15.11.2014 |  Von  |  Allgemein

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Bislang war direkt nach Neujahr offiziell Schluss mit der Festbeleuchtung der Schweizer Quartiere. In Zürich dürfen ab diesem Jahr die Lichter in der Öffentlichkeit bis zum 6. Januar brennen. Das kostet ordentlich Strom, denn Solarleuchten als Weihnachtsbeleuchtung haben sich nicht bewährt.

Privat rebellieren die Schweizer ohnehin gegen das ungeschriebene Gesetz der diskreten Beleuchtung, wenn es um den eigenen Weihnachtsschmuck geht. Manche beginnen bereits im November, ihre Weihnachtsbeleuchtung anzubringen und neuen Lichterzauber hinzuzukaufen. Sie halten sich auch nicht an die Beleuchtungszeiten, wonach von 1.00 Uhr bis 6.00 Uhr die Lichter gelöscht sein müssen. Ganz so verrückt wie die Amerikaner, deren überladenen Lichter-Geschmack man bereits aus dem All sehen kann, sind die Eidgenossen zwar nicht, doch auch hierzulande scheint es interne Quartierwettbewerbe zu geben: grösser, heller, teurer – schöner nicht unbedingt.

Einige unerschrockene Bürger nageln wild Knäuel aus Lichterketten an die Hauswände, hängen nicht nur ein oder zwei, sondern gleich sechs Leuchtnetze in die Bäume vorm Haus oder umkringeln Türpfosten, Sonnenschirme und Gartenzäune mit bunten Schläuchen. Auf manchen Fensterbrettern sitzen Samichläuse und winken fröhlich leuchtend nach unten. In der Weihnachtszeit zeigen sich die unterschiedlichen ästhetischen Vorstellungen der Schweizer mit gewaltiger Strahlkraft. Bei einigen Leuten brennt die Aussenbeleuchtung beinahe rund um die Uhr und macht somit die Nacht zum Tag.

Sparsame Schweizer nutzen ihren elektrischen Weihnachtsschmuck aussen und innen über mehrere Jahre hinweg. Auch das kann auf Dauer richtig teuer werden, vor allem wenn noch konventionelle Glühlämpchen zum Einsatz kommen. Pro Laufmeter benötigt ein solcher Lichtzauber bis zu 20 Watt Strom in der Stunde. Eine einzige Lichterkette üblicher Länge, die von Ende November bis Anfang Januar jede Nacht zwölf Stunden lang die Dunkelheit erhellt, schlägt mit etwa 60 Franken Stromkosten zu Buche.

Wie sieht es im Innern der Wohnungen aus?

Nicht jeder beteiligt sich am weihnachtlichen Wettrüsten, viele beschränken sich wirklich auf dezente Weihnachtsbeleuchtung: etwas Fensterschmuck, ein Weihnachtsstern und später der Christbaum. Oder sie weichen auf Kerzen aus, denn der Lichtzauber hat seinen Preis, den sich viele Schweizer mit mittleren und niedrigen Einkommen nicht mehr leisten wollen oder können.

Wer dennoch nicht auf Aussen- und Innenbeleuchtung verzichten will, nutzt die im Handel erhältlichen LED-Lichterketten und -Leuchtmittel. Diese kommen mit zehnmal weniger Energie aus, sodass sich der Anschaffungspreis schnell amortisiert hat. Zudem sind LED-Lämpchen sehr robust und langlebig und müssen selten ersetzt werden. Eine Zeitschaltuhr reduziert die Leuchtdauer auf ein Mass, das auch der Geldbeutel verkraftet.

 

 

Über Claudia Göpel

Als gelernte Zahntechnikerin schreibe ich exzellent recherchierte Texte rund um die Themen Zahnmedizin, Allgemeinmedizin, Geriatrie und Gesundheit.
Sie profitieren mit mir als Auftragstexterin zudem von einem reichen Erfahrungsschatz in den Berufsbereichen Gastronomie, Kultur und Recht. Blog- und Fachartikel über Kinder, Tiere (Hunde, Katzen, Vögel, Fische, Reptilien, Kleinsäuger, Vogelspinnen), Pflanzen, Mode, Möbel und Denkmalschutz schreibe ich ebenfalls mit Begeisterung und reichlich Hintergrundwissen.
Zum Ausgleich verfasse ich in meiner Freizeit Kriminalstorys sowie erotische Kurzgeschichten, die unter dem Pseudonym Anastasia in zahlreichen Büchern und Erotik-Magazinen veröffentlicht sind. Ausserdem bin ich seit vielen Jahren ehrenamtlich als Klinikclown für kranke Kinder in deutschen Krankenhäusern und Hospizen aktiv.


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