Tiefgefroren – im Schrank oder in der Truhe?

06.11.2014 |  Von  |  Küchengeräte

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Mit dem Anwachsen der Familie kommt irgendwann die Zeit, in der das Gefrierfach des Kühlschranks nicht mehr ausreicht. Dann stellt sich die Frage: Kauft man einen Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe? Finden Sie hier einige Überlegungen, die Ihnen die Entscheidung erleichtern.

In der Familie Koller war die Freude gross, als die zweite Tochter Melanie das Licht der Welt erblickte. Schnell hat man sich aneinander gewöhnt und in einträglicher Harmonie geniessen die Kollers nun das Leben zu viert. Nur ein Problem macht ihnen etwas zu schaffen: Der Platz im Gefrierfach des Kühlschranks ist einfach zu klein, um eine sinnvolle Haushaltsbevorratung zu ermöglichen. Fieberhaft wird nun nach einer Alternative gesucht, und die Familie wägt ab, ob ein Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe angeschafft werden soll.



Was ist der Unterschied?

Der grundsätzliche Zweck der beiden Geräte ist derselbe. Das Gefriergut eines Haushalts kann darin effizient aufbewahrt werden. Dabei steht der Gefrierschrank als Quader auf seiner kleineren Seite, ist allerdings wie ein Kasten in die Höhe gebaut. Die Öffnung erfolgt über eine Fronttür.

Im Gegensatz dazu ist die Gefriertruhe auf ihrer grossen Seite positioniert. Geöffnet wird sie über einen Deckel nach oben. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Die Entscheidung hängt vor allem von zwei Faktoren ab: zum einen, wie viel Platz zur Verfügung steht, zum anderen, welche Menge an Gefriergut anfällt.

Der Gefrierschrank – die platzsparende Alternative



Ein Gefrierschrank nützt den Raum nach oben aus, was vor allem bei flächenmässig engen Verhältnissen von Vorteil sein kann. Die Geräte sind in verschiedenen Höhen erhältlich. Bei niederen Modellen können Sie oberhalb des Schrankes ein Regalsystem befestigen oder den Raum anderweitig nutzen. Zu beachten ist natürlich der Öffnungsradius der Fronttür.

Neben ihrer räumlichen Kompaktheit haben Gefrierschränke noch andere Vorzüge. Besonders überzeugend und praktisch sind die geräumigen Schubladen mit Abteilungen und Fächern. Darin kann das Gefriergut übersichtlich einsortiert werden. Ein weiteres Plus: Der Gefrierschrank kann als Einbaugerät voll in die Küchenlandschaft integriert werden. Das wirkt elegant und aufgeräumt. Besonders in kleineren Wohnungen muss man so nicht auf eine praktische Aufbewahrungsmöglichkeit verzichten. Es gilt: Wenn der Platz begrenzt ist – vor allem in der Breite –, entscheiden Sie sich eher für einen Gefrierschrank.

Die Gefriertruhe. (Bild: Vereshchagin Dmitry / Shutterstock.com)

Die Gefriertruhe. (Bild: Vereshchagin Dmitry / Shutterstock.com)

Die Gefriertruhe – das Vorratslager der Grossfamilie

Für eine Gefriertruhe benötigen Sie eine grössere Standfläche, ausserdem kann der Platz über ihr durch das Aufklappen des Deckels nicht genutzt werden. Da diese Geräte eher rustikal wirken, werden sie vor allem im Keller aufgestellt. Gefriertruhen sind in verschiedenen Grössen erhältlich. Während die Höhe fast einheitlich ist, variiert das Ausmass in der Breite erheblich.

Wenn Sie also einen hohen Lagerbedarf haben, bietet Ihnen eine Gefriertruhe alle Möglichkeiten, weil sie über viel Platz im Innenraum verfügt. Die Modelle sind in der Regel nicht in Abteilungen oder Fächer eingeteilt, dadurch können auch sperrige Gefriergutstücke, wie zum Beispiel Wild oder grössere Fleischportionen, problemlos eingefroren werden. Je nach Bedarf sorgen ein oder zwei Einhängekörbe für etwas Ordnung.



Gefriertruhen empfehlen sich vor allem für mehrköpfige Familien. Auch Hausbesitzer, die in ihrem Garten eigenes Obst und Gemüse anbauen, sind von den Lagermöglichkeiten begeistert. Hauptsächlich werden diese Geräte jedoch in der Gastronomie eingesetzt. Hier ist eine umfangreiche Bevorratung notwendig, der tägliche Lebensmittelumsatz ist sehr hoch. Fazit: Überall dort, wo plötzlich erhebliche Mengen an Gefriergütern anfallen, empfiehlt sich die Anschaffung einer Truhe.



Achten Sie auf den Energieverbrauch!

Die Zeiten, in denen Gefriergeräte wahre Energieschleudern waren, sind zwar vorbei, dennoch ist dieser Aspekt nicht zu vernachlässigen. Strom ist nun einmal ein bedeutender Ausgabenposten im Haushaltsbudget Schweizer Familien. Deshalb sollten Sie schon beim Kauf auf den Energieverbrauch des neuen Gerätes achten. Die Wahl des Standorts, die optimale Nutzung sowie die laufende Wartung können den Stromverbrauch und damit die Kosten senken. Grundvoraussetzung ist, dass die Dimension des Gerätes genau auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt ist.

Prinzipiell sind Gefriertruhen energieeffizienter als Gefrierschränke. Sie sind üblicherweise in alle Richtungen besser isoliert, da eine platzsparende Optimierung bei diesen Geräten einfach eine geringere Rolle spielt. Da kalte Luft nach unten sinkt, die Truhe aber von oben geöffnet wird, bleibt die Kälte konsequent im Innenraum. Ausserdem drückt das Gewicht des Deckels nach unten und verschliesst die Truhe absolut luftdicht. Aber aufgepasst: Obwohl Gefriertruhen im Verhältnis zum Nutzungsvolumen generell energiesparender sind, brauchen sie insgesamt immer noch mehr Strom als ein kleinerer und effizient genutzter Gefrierschrank. Es ist also wenig sinnvoll, wenn eine halb leere Truhe im Vorratsraum steht.

Die Familie Koller hat sich nach langem Hin und Her für eine Gefriertruhe entschieden. Der Raum dafür ist im Keller ihres Einfamilienhauses reichlich vorhanden. Bequem findet der wöchentliche Grosseinkauf darin Platz, ebenso Rindfleisch vom benachbarten Landwirt sowie Gemüse und Früchte aus eigenem Anbau. Tiefgefroren warten die leckersten Lebensmittel auf ihren Verzehr.




 

Oberstes Bild: © Adisa – Shutterstock.com


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