Unser täglich Brot…backt der Brotbackautomat!

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Wer einmal selber Brot gebacken hat, will es mit Sicherheit wieder tun. Denn dieses schöne Hobby hat nicht nur jede Menge Nutzwert, sondern auch einen hohen Suchtfaktor. Wer sich die Arbeit erleichtern will, setzt auf einen Brotbackautomaten.

Das Brotbacken mit einem entsprechenden elektrischen Helfer stellt keineswegs einen Bruch mit den Traditionen dar – denn moderne, hochwertige Geräte machen dasselbe wie früher die Hausfrau, nur dass dabei die Küche sauber bleibt.

Brotbacken: Kult, Kultur und Stoff für Legenden

Es gibt handwerkliche Vorgänge, die in der traditionellen und modernen Sagenwelt einen besonderen Platz einnehmen. Das Backen von Brot gehört mit Sicherheit dazu. Denn von den beiden Lebensmitteln, die am häufigsten mythisch und mystisch verbrämt werden, wird nur das Brot seit jeher von Menschenhand produziert. Wasser, der andere essenzielle Überlebensstoff, muss lediglich gefunden, beschafft und vom modernen Menschen natürlich auch bezahlt werden.

Brot hat zwei ganz einfache Grundstoffe: Mehl und Wasser. Daraus wird ein Teig geknetet und dann erhitzt, also gebacken – und fertig ist ein ganz urtümliches Brot, bei dem jedoch sowohl von der Konsistenz als auch vom Geschmack her noch jede Menge Luft nach oben ist. Darum wurde dieses Rezept auch im Lauf der Jahrhunderte tausendfach variiert, so dass es heute weltweit zahllose Brotrezepte gibt – und fast täglich wird irgendwo ein neues erfunden.

Seit die meisten Menschen der westlichen Welt ihr Brot nicht mehr selbst backen, sondern vom Bäcker oder im Supermarkt kaufen, gilt die Kunst des Brotbackens vielen „uneingeweihten“ Verbrauchern als reine Industriearbeit – oder als wahres Hexenwerk, das das Erlernen oder Mobilisieren von lang vergessenem Geheim- und Grossmutterwissen erfordert.

Folglich gibt es auch eine Unmenge von Büchern, die sich darüber verbreiten, warum Brotbacken erfüllend ist, was es für die Charakterentwicklung bedeuten kann oder wie unsere Vorfahren das gemacht haben. In anderen stehen lange Listen von Utensilien, die man kaufen, und Bedingungen, die man erfüllen muss, damit Brot gelingt – wäre all das tatsächlich nötig, hätte der Mensch das Brot erst in der Neuzeit erfinden können.

Die hartnäckigsten Legenden ranken sich um Hefeteig und Sauerteig. Denn hier kommen noch geheimnisvolle, unsichtbare Kleinstlebewesen ins Spiel, die gezüchtet oder aktiviert, gewärmt, gefüttert und zumindest für kurze Zeit artgerecht gehalten werden müssen, damit sie funktionieren. Tatsächlich ist aber weder das Anfertigen eines Hefe- noch eines Sauerteigs schwierig, wie jeder weiss, der es einmal versucht hat. Spätestens der dritte Versuch wird klappen, auch mit Standardküchengerät und ohne Spezialausrüstung.

Brotbacklegenden sind also tatsächlich viel mehr ein neuzeitliches als ein altes Phänomen. Die meisten Menschen, die sie hören und weitererzählen, probieren nicht aus, ob sie stimmen. Und bekanntermassen wächst ein Legenden- und Gerüchteschatz umso vielseitiger und rascher, je weniger er von mitwachsender praktischer Erfahrung an seiner Entfaltung gehindert wird.

Technik ist die Magie von heute

Die ersten Frauen, die eine Waschmaschine hatten, standen andächtig um das Gerät herum, die Augen voller Freudentränen. Eine Maschine, die die Wäsche wäscht! Welche Zeitersparnis! Und diese unfassbare Erleichterung, von einer der schwersten Arbeiten im Haushalt praktisch über Nacht entbunden zu sein!

Heute hat fast jeder Haushalt eine Waschmaschine, und wer keine hat, geht in den Waschsalon. Von Hand zu waschen, vor allem für mehr als eine Person, erfordert so viel Zeit und Mühe, dass es fast exotisch anmutet, auf die Maschinenhilfe zu verzichten.

Wer die Brotversorgung für zwei Personen oder die ganze Familie selbst in die Hand nehmen will, muss dafür auch eine Menge Zeit einplanen. Einfach die Dauer der Teigzubereitung und die Backzeit zu addieren, ist ein gedanklicher Holzweg, denn die meiste Zeit geht für die Vorbereitungen, das Warten sowie das Aufräumen und Putzen nach der Arbeit drauf. Natürlich kann man bestimmte Arbeiten während der Wartezeiten erledigen – etwa aufräumen, während der Hefeteig geht, oder putzen, während das Brot im Ofen backt. Doch grundsätzlich ist das Brotbacken von Hand eine Arbeit, die vergleichsweise viel Platz erfordert und eine kleine Küche räumlich voll auslasten kann.

Die Anschaffung eines Brotbackautomaten organisiert den gesamten Backvorgang und reduziert ihn auf einen wesentlich kleineren Raum. Das ist der Hauptvorteil, aus dem sich alle anderen ableiten. Welche das noch sind, hängt stark vom Gerät ab – denn je nach Qualität und Preisklasse sind Brotbackautomaten sehr vielseitig. Neben dem Brotbacken beherrschen sie beispielsweise auch das Kneten von Hefe-, Sauer- oder Mürbeteigen oder können zur Herstellung von Joghurt, Marmelade oder Chutney verwendet werden.

Moderne Brotbackautomaten lassen sich einfach programmieren und arbeiten dann selbstständig mehrere Aufgaben in der richtigen Dauer und Reihenfolge ab. Sie werden einfach mit den entsprechenden Zutaten befüllt und werkeln dann zuverlässig vor sich hin, bis das Brot fertig ist und durch die Wohnung duftet. Wer gern sein Brot über Nacht backen lassen möchte, sollte beim Kauf unbedingt darauf achten, dass der Brotbackautomat leise arbeitet – hier gibt es bauart- und preisbedingt erhebliche Unterschiede.


Moderne Brotbackautomaten lassen sich sehr einfach bedienen. (Bild: Steve Heap / Shuttertock.com)

Moderne Brotbackautomaten lassen sich sehr einfach bedienen. (Bild: Steve Heap / Shuttertock.com)


Brotbackautomat versus Backofen

Wem es beim Brotbacken vor allem um das schöne Handwerk und die damit verbundene Freude geht, der wird sich mit dem Backautomaten kaum anfreunden können. Auch wer beim Backen besonderen Spass am Formen und Experimentieren mit der Form hat, kann sich auf dem Backblech oder Rost besser ausleben. Die Handfertigung bietet natürlich viel mehr Entfaltungsmöglichkeiten für die Kreativität und ist auch geselliger, wenn etwa die ganze Familie zusammen backen möchte.

Brotbackautomaten sind aber eine perfekte Unterstützung für alle, die auch an Feiertagen nicht auf frisch gebackenes Brot verzichten oder Biobrot aus besten Zutaten preisgünstig und rasch zu Hause herstellen möchten. Wer weiss, was er will, weiss auch, was die Maschine können muss, und kann daher im Vorfeld gezielt den Markt sondieren und Angebote vergleichen.

Einfach ein besonders teures Gerät mit besonders vielen Funktionen kauft, erhöht das Risiko, zusätzliche Technik zu bezahlen, die später nicht genutzt wird, aber trotzdem zusätzliche mögliche Fehlerquellen oder Sollbruchstellen bedeutet. Und vor allem bei Geräten mit vielen verschiedenen Funktionen sollte man sich auch die Zeit nehmen, die Bedienungsanleitung gründlich zu lesen, um alle Programme kennenzulernen und richtig zu verwenden.



Fazit: Frisches Brot ist etwas Wunderbares – vor allem, wenn man es selbst gebacken hat. Brotbacken als Hobby macht süchtig, muss aber weder kompliziert sein noch mühsam erlernt werden. Wer schnell einsteigen möchte, nutzt moderne Brotbackautomaten.

 

Oberstes Bild: © Iriana Shiyan / Shutterstock.com

Über Christine Praetorius

Christine Praetorius, Jahrgang 1971, spricht und schreibt über Neues, Altes, Schönes und Kurioses. Ich liebe Sprache und Musik als die grössten von Menschen für Menschen gemachten Freuden – und bleibe gerne länger wach, um ihnen noch etwas hinzuzufügen. Seit 2012 arbeite ich mit meinem Mann Christian als freie Texterin, Autorin und Lektorin.


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