Wie gestalte ich das türkische Hamam in den eigenen vier Wänden?

14.10.2014 |  Von  |  Wellness

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Wer sich in den Ferien in der Türkei einmal einem Hamam unterzogen hat, wird diese wohltuende Wellnessbehandlung immer wieder geniessen wollen, denn sie macht süchtig. Die Wärme, die Massage und das reinigende Peeling der Haut wirken wie eine Frischzellenkur, die die Sinne beflügelt und die Lebensgeister weckt.

Mit nur wenigen Mitteln kann man mit seinem Partner das Hamam-Feeling in die eigenen vier Wände holen. Alles, was man hierzu braucht, erklären wir Ihnen in diesem Artikel. Von der Anwendung bis hin zu kleinen Tipps für Ihr ganz privates Hamam erfahren Sie alles Relevante hier bei uns. Wir wünschen Ihnen viel Spass und gute Erholung.



Die Vorbereitung – was brauche ich für ein Hamam?

In einem echten Hamambad liegt man während der Behandlung auf einer beheizten Steinplatte. Diese hat man natürlich nicht zu Hause, doch auch mit den eigenen Mitteln kann man sich sehr gut behelfen. Entweder führt man das Hamam auf dem Fussboden mit Fussbodenheizung durch oder man legt sich auf eine beheizbare Decke, die es bereits für kleines Geld zu kaufen gibt. Wichtig ist bei beiden Varianten, dass man dafür sorgt, eine wasserdichte Unterlage zu verwenden, damit der Fussboden nicht beschädigt wird und keine Feuchtigkeit an die Stromquelle der Heizdecke gelangen kann.

Für das Peeling der Haut benötigt man einen speziellen Handschuh. Peelinghandschuhe bekommt man bereits für sehr wenig Geld in jeder Drogerie. Sie haben eine raue Oberfläche, mit der sich die abgestorbenen Hautschüppchen entfernen lassen. Dies sorgt gerade in den Ferien für eine gleichmässige Bräune und ein seidiges Hautgefühl.

Um das Hamam traditionsgerecht durchführen zu können, braucht man noch eine spezielle Hamamseife. Diese besteht zu einem grossen Teil aus Olivenöl und besitzt einen sehr hohen Vitamin-E-Gehalt, was sehr gut für die Haut ist. Mit einem speziellen Schaumbeutel, der ebenfalls sehr günstig zu kaufen ist, erzeugt man den benötigten Schaum, den jeder von einem echten Hamam kennt.



Wie führe ich das Hamam durch?



Zunächst legt man sich auf die warme Unterlage und entspannt seinen Körper. Im Hintergrund bietet es sich an, entspannende Musik abspielen zu lassen, um sich voll und ganz auf die Wellnessbehandlung konzentrieren zu können. Nun folgt zunächst das Peeling. Der Körper wird vorher mit recht heissem Wasser übergossen, welches die Poren öffnet. Danach führt man mit dem Peelinghandschuh und ein wenig Seife den ersten Schritt des Hamam durch: das Peeling.



Wichtig ist, dass man auf einen gleichmässigen Druck achtet und jede Stelle des Körpers dabei erreicht. Führen Sie gleichmässige Bewegungen durch und reiben Sie dabei kreisförmig über die Haut. Ist man mit der Rückseite des Körpers fertig, legt man sich auf den Rücken und führt die gleiche Behandlung auf der Vorderseite durch.

Der komplette Körper wird in den Hamamschaum eingehüllt. (Bild: Levent Konuk / Shutterstock.com)

Der komplette Körper wird in den Hamamschaum eingehüllt. (Bild: Levent Konuk / Shutterstock.com)

Schaumschläger, aufgepasst – ihr werdet gebraucht

Nach dem Peeling geht es mit der Schaummassage weiter. Zunächst löst man einen Teil der Seife in heissem Wasser auf, um eine Lauge zu erhalten. In diese taucht man nun den Schaumbeutel ein, bis er komplett durchzogen ist. Schleudert man den Beutel nun kreisförmig durch die Luft, bildet sich im Inneren eine Füllung aus Seifenschaum, die man für die kommende Massage benötigt. Den Beutel hält man nun an einem Ende fest und qu etscht den Schaum durch die Poren des Beutels nach aussen, so dass er auf den Körper des Partner fällt. Diesen Vorgang wiederholt man so oft, bis der komplette Körper in den Hamamschaum eingehüllt ist.

Jetzt beginnt man mit der Massage. Hierbei orientiert man sich am besten an den Vorlieben des Partners. Eine per Hand durchgeführte Massage ist deutlich entspannender als eine mit einem Massagegerät und kann individuell an die eigenen Wünsche angepasst werden. Man massiert den Körper so lange, bis sich der Schaum weitestgehend aufgelöst hat.

Was passiert nach der Massage?

Der Körper wird vom übrigen Schaum gereinigt. Dies kann mit warmem Wasser und einem Tuch durchgeführt werden, aber auch mit einer lauschigen Dusche erfolgen. Wichtig ist, dass man sich nach dem Hamam ausreichend Ruhe gönnt und dem Körper genügend Zeit gibt, sich zu erholen. Die Massage, das Peeling und die Behandlung mit dem heissen Wasser ist sehr anregend für die Durchblutung, und somit sollte ein Hamam nur ungefähr alle zehn Tage durchgeführt werden.

Um sich nach der Wellnessbehandlung entspannen zu können, kann man einen türkischen Tee mit Apfel oder Granatapfel trinken. Legen Sie Ihren Kopf auf ein Massagekissen  und schliessen Sie die Augen. Stilecht trägt man anschliessend noch eine Gesichtsmaske aus Meerschlamm auf, die die Haut kühlt und mit Mineralien versorgt. Natürlich ist ein Hamam in einem türkischen Bad ein echtes Erlebnis, welches man so zu Hause nicht nachstellen kann, doch die entspannende Wirkung für die Haut erzielt man auch mit eigenen Mitteln sehr gut. Wir wünschen Ihnen viel Spass und vor allem gute Erholung mit Ihrem ganz persönlichen Hamam.




 

Oberstes Bild: © popovich_vl – Shutterstock.com


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