Wie Sie Ihr neues Heim gegen Blitzschlag absichern

12.01.2015 |  Von  |  Allgemein

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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In den Sommermonaten muss in der Schweiz immer mal wieder mit einem Gewitter gerechnet werden. Je nachdem, wie schwer ein solches Unwetter ausfällt, kann es gegebenenfalls auch zu Beschädigungen an Häusern kommen. Vor dem Umzug in Ihr neues Heim sollten Sie deshalb das Gebäude möglichst gegen Blitzeinschlag absichern.

Mit einem Blitzableiter ist Ihr Eigenheim prinzipiell schon recht gut geschützt. Es gibt aber auch weitere Massnahmen, die Sie diesbezüglich ergreifen können. Bei Eintritt eines möglichen Versicherungsfalls ist es im Übrigen nicht unerheblich, ob Sie Ihr Haus mit einem Blitzschutz ausgestattet haben. Es empfiehlt sich daher, bei Ihrer Versicherung nachzufragen, was die entsprechenden Konditionen vorsehen. In diesem Zusammenhang bietet es sich eventuell an, Ihren persönlichen Versicherungsschutz im Hinblick auf Blitz- oder Überspannungsschäden prüfen zu lassen.



Eigenheime drinnen und draussen sinnvoll schützen

Idealerweise besitzen Sie einen inneren und äusseren Blitzschutz am Haus. Derjenige, welcher im Aussenbereich eines Gebäudes angebracht ist, sorgt dafür, Blitzeinschläge abzufangen und sie auf der Stelle in den Boden abzuleiten. Infolgedessen können Überspannungen äusserst effektiv verhindert werden.

Im Unterschied dazu ist der sogenannte innere Blitzschutz freilich elementar. Dabei geht es darum, etwaige Spannungsunterschiede durch einen Blitzeinschlag innerhalb des Hauses zu kompensieren. Denn gerade diese Spannungsdifferenzen stellen hinsichtlich möglicher Brände bei elektronischen oder elektrischen Geräten erfahrungsgemäss ein ausgesprochen hohes Risikopotenzial dar. Selbst wenn es sich bei einem Einschlag nur um wenige Sekundenbruchteile handelt, kann dieser sich dramatisch auswirken.

Wenn ein Blitz eingeschlagen hat, kann es teuer werden. Treffen Sie deshalb frühzeitig die richtigen Vorsorgemassnahmen, um im Schadensfall gewappnet zu sein. (Bild: John Panella / Shutterstock.com)

Wenn ein Blitz eingeschlagen hat, kann es teuer werden. Treffen Sie deshalb frühzeitig die richtigen Vorsorgemassnahmen, um im Schadensfall gewappnet zu sein. (Bild: John Panella / Shutterstock.com)




Der innere Brandschutz – Vorteile

Egal, ob es Schmorschäden in Kabeln, Brände in Elektrogeräten betrifft: Bedeutend ist, schon vor dem Umzug ins neue Heim dafür zu sorgen, dass Blitzeinschläge möglichst gar nicht erst  Schäden anrichten können.

Zu bedenken ist, dass ein Blitz ein beachtliches elektrisches Magnetfeld generieren kann. Das bedeutet, dass bei solch einer Situation in einer normalen Steckdose nicht mehr nur rund 220 bzw. 230 Volt Spannung anliegen. Für einige wenige Sekunden können zigtausend Volt gebündelte Spannung in den Leitungen Ihres Eigenheimes strömen. Das ist durchaus denkbar, wobei der Blitz keineswegs direkt vor Ort eingeschlagen haben muss. Es genügt dafür bereits eine Entfernung von etwa zwei bis vier Kilometern, in der das Unwetter wütet. Das könnte zur Folge haben, dass im schlimmsten Fall erhebliche Überspannungsschäden bei Ihnen zu Hause zu verzeichnen wären.



Hier ist ein sogenannter mehrstufiger Überspannungsschutz eine vielversprechende Lösung. Damit können massive Schäden durch Blitzeinschlag verhindert werden. Solch eine moderne Sicherungsvorrichtung installiert man sowohl in den Steckdosen als auch an Haupt- und Nebenverteilern. Die Kosten bewegen sich in etwa bei rund 600 bis 800 Franken. Sicherlich stellt dies einen nicht unerheblicher Aufwand dar, allerdings muss bedacht werden, dass eine derartige Investition sich buchstäblich unbezahlbar machen kann.

Wäre in oben genannter Konstellation Ihr neues Heim ausschliesslich mit einem äusseren Blitzschutz ausgerüstet, bliebe der Wirkungseffekt gleich null, denn schon bei kurzzeitiger Überspannung der Leitungen können beträchtliche Schäden entstehen. Teure elektronische Geräte wie Fernseher, Musikanlagen oder Computer würden ausser Betrieb gesetzt.

Ein Blitzableiter ist unverzichtbar

Während die Bezeichnung „Blitzableiter“ im Volksmund geläufig ist, spricht der Fachmann von einer äusseren Blitzschutzanlage.  Aber gleich, wie man es bezeichnet: Der äussere Blitzschutz ist ein circa ein Zentimeter dicker Aluminium- oder Stahldraht. Diese an sich unspektakuläre Vorrichtung führt vom Gebäudedach über die Aussenwand bis ins Erdreich hinein und leitet so mögliche Spannungsfelder infolge von Blitzeinschlag direkt in den Boden ab.

Tipp: Entscheiden Sie sich für die Installation eines Blitzableiters an Ihrem neuen Haus, müssen Sie mit rund 2000 Franken Anschaffungs- und Installationskosten rechnen.

In dem Fall, dass es trotz getroffener Vorkehrungen bei einem Unwetter zu einem Blitzschlagschaden gekommen ist, sollten Sie baldmöglichst Ihren Versicherungsfachmann kontaktieren. Zur Beweissicherung lohnt es sich, aussagekräftige Fotos vom entstandenen Schaden zu machen, um das Unglück auf diese Weise sicher dokumentieren zu können. Unbedingt sollten Sie zerstörte oder defekte Geräte nicht entsorgen, bevor die Versicherung den Schaden begutachtet und gesichert hat.



Zur raschen Schadensregulierung: Rechnungen aufbewahren

Sicher sind Sie an einer möglichst umgehenden Regulierung des Versicherungsschadens interessiert. Zur Gewährleistung dessen können Sie Ihren Versicherer bei der Arbeit gerne unterstützen. Sie erleichtern dem Fachmann die Aufgabe ungemein, wenn Sie zur Sache gehörende Rechnungen oder Quittungen ordentlich aufbewahrt haben und bei der Schadensmeldung direkt vorlegen können. Dies sind die besten Voraussetzungen dafür, dass der Vorgang schnell bearbeitet und das Geld zeitnah Ihrem Konto gutgeschrieben werden kann.

Blitzableiter sind in der Schweiz nicht generell vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Ausnahme: Die einzelnen Kantonsverordnungen setzen Blitzschutzanlagen an Gebäuden voraus. Das wiederum können Sie in den Behörden vor Ort unkompliziert in Erfahrung bringen.



 

Oberstes Bild: © Gwoeii – Shutterstock.com

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