Windkraftanlagen: Viele Schweizer entscheiden sich dafür

23.02.2015 |  Von  |  Klima

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Windkraftanlagen gelten als eine mögliche Alternative zur Stromerzeugung durch Atomkraftwerke. Sie liefern eine grosse Menge an Energie und verwenden den Wind als Basis. Doch es stellt sich die Frage, über welche Energiebilanz die Bauten verfügen und wie die Verbraucher über die Anlagen denken.

Besonders effektiv ist ein Windpark, hier werden mehrere Anlagen nebeneinander aufgestellt. Wählt man einen strategisch günstigen Ort, dann lässt sich eine beachtliche Menge an Energie erzeugen. Soll nur eine bestimmte Gegend oder ein Grundstück mit Strom versorgt werden, dann kommt auch ein Windgenerator in Betracht, dieser ist in verschiedenen Grössen erhältlich. Die Verbraucher positionieren ihn entweder auf dem Dach oder fertigen eine Plattform an.

In der Landwirtschaft fungiert der Windgenerator als Alternative zum Dieselgenerator und ist gerade in entlegenen Gegenden sehr wertvoll. Die Stromerzeugung ist umweltschonend und kostengünstig, da ausser der regelmässigen Wartung keine Ausgaben getätigt werden müssen.

In der Schweiz ist die Gewinnung der Energie durch Windkrafträder im Aufschwung. In anderen Ländern, wie beispielsweise in Deutschland, sind bereits wesentlich mehr Anlagen vorhanden. Auch in der Schweiz werden erneuerbare Energien vermehrt diskutiert.

Vielfach bestehen Vorurteile gegen die Anlagen, welche unter anderem die Lautstärke betreffen. Nach einer Studie fühlen sich allerdings nur 6 % aller Anwohner von Windparks durch den Geräuschpegel belästigt. Landwirtschaftliche Geräusche und Verkehrslärm werden als störender empfunden. 75 % der Befragten befürworten die Anlagen.

Viele Schweizer stehen den erneuerbaren Energien dennoch skeptisch gegenüber, diese Stimmung ist allerdings langsam am Umschwenken. Im Kanton Neuenburg wurde am 18.05.2014 eine Abstimmung durchgeführt, welche unter anderem den Bau neuer Windparks betraf. 65,05 % aller Stimmen wurden für den entsprechenden Vorschlag abgegeben, sodass der Bau in die Planung gehen kann. Das Ziel ist, mehr als 20 % des regionalen Strombedarfs aus der Windenergie zu beziehen.

Auch die Unterwalliser Gemeinde Charrat hat sich bei einer Abstimmung positiv zu den Windkraftanlagen geäussert. In der Gemeinde Saxon wurde ein entsprechender Vorschlag jedoch abgelehnt. Die Zahl der Gegner der Windparks ist fallend, aber immer noch auf einem hohen Niveau.

Bestehende Anlagen werden in regelmässigen Abständen modernisiert. Vier Anlagen auf dem Mont Crossin wurden im August letzten Jahres durch neuere Modelle ersetzt. Der Park umfasst 16 Windräder und erbringt eine Gesamtleistung von 55 kWh. Es handelt sich um die grösste Anlage in der Schweiz, sie liefert rund 50 % der gesamten Windenergie des Landes.



Die einzelnen Kantone haben jeweils Pläne zur Realisierung der Windenergie aufgestellt und wollen bis 2035 insgesamt 3200 GWh erzeugen, was mehr als 5 % der benötigten Energie des Landes entspricht. Der Bund hingegen plant, lediglich 1760 GWh zu realisieren, was weit unter den Angaben der Kantone liegt. Suisse Eole, ein Verein zur Förderung der Windenergie in der Schweiz, befürchtet, dass die niedrigen Angaben des Bundes die Kantone entmutigen und die Pläne abbremsen könnten.

 

Oberstes Bild: © Elnur – shutterstock.com

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