Wohnen Sie glücklich? Mit Moodboards gelingt es.

29.01.2015 |  Von  |  Wohnart

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Die Schweizer geben eine Unmenge Franken aus, um ihre ganz individuellen Wohnwünsche umsetzen zu können. Es werden Trendmöbel und echte antike Stücke erworben, teure Wandgestaltungen treten in Konkurrenz zu klassischen oder modernen Beleuchtungssystemen – am Ende entspricht die Wohnung den Bildern eines aktuellen Einrichtungskatalogs.

Was dann aber eigentlich fehlt, sind echte Individualität und das behagliche Gefühl, in und mit den eigenen vier Wänden wirklich glücklich zu sein. Schmucke, praktische und elegante Möbel bilden zwar den Kern der Einrichtung, aber echt unverwechselbar wird das Wohnen allein durch Kleinigkeiten und geschickte Kunstgriffe.

Gestaltung eines Moodboards

Zunächst einmal definieren wir den Begriff Moodboard, denn er ist allgemein noch nicht gebräuchlich. Mood steht für Ihre erlebte Gefühlswelt und Board freilich für ein Brettchen, eine Ablagemöglichkeit. Auf diese Weise wird das ominöse Moodboard also ein Gefühlsbrett. Darauf sammeln sich, wenn man so will, Farben, Formen und Kombinationen, die explizit Ihrer derzeitigen Gefühlslage entsprechen. Zur Gestaltung solcher Moodboards benutzt man alle Materialien, die momentan zum Basteln zur Verfügung stehen. Das können Tapeten- und Stoffreste sein, hübsche Knöpfe, alte Zeitschriften, Fotos, Alltagsdinge, Muscheln, Holzgebilde, trockene Früchte und was Sie sonst noch so da haben. Natürlich brauchen Sie auch Farben und Pinsel, womit Sie dem Moodboard Ihre für den Augenblick bevorzugte Grundfarbe geben. Dann gestalten Sie aus dem Sammelsurium der zur Verfügung stehenden Materialien frei und ohne Vorgaben Ihr ganz eigenes Stimmungsbild. Diesem dürfen Sie natürlich gern auch ein Thema oder einen Namen geben.

Auf diese Weise gelangen Sie über das kreative Moodboard zu einer Einrichtungs-Trickkiste für Ihr ganz individuelles Zuhause. Sie geben Ihrem Moodboard zum Beispiel das gedachte Thema Wohnzimmer. Lassen Sie hier Ihren Gefühlen viel Spielraum.

Ungemütliches Schwarz-Weiss natürlich aufpeppen

Zeitgemäss spielt in vielen Wohnungen der Hype um Einrichtungen mit starken Kontrasten eine fast schon verhängnisvolle Rolle. Die gröbste Ausprägung sind schwarz-weiss gehaltene Zimmer, die jedoch keinen Platz für Farbe oder gar Gemütlichkeit lassen. Auf die Dauer kann sich in solchen Räumen aber kaum jemand wohlfühlen. Irgendwann werden auch hier Veränderungen getroffen werden. Diese müssen aber deswegen nicht den gesamten schwarz-weissen Burgfrieden zum Einsturz bringen. Es kommt vielmehr darauf an, dem generell gewählten Einrichtungsstil eine passende individuelle Note zu verleihen.

Tja, und die haben Sie ja nun bereits auf dem Moodboard mit dem Titel „Wohnzimmer“ ausprobiert. Wenn Sie geübt sind, dann kombinieren Sie doch zu dem dezenten Schwarz-Weiss des Boards frische und natürlich wirkende Pastelltöne, fügen weich fliessende Stoffe und den einen oder anderen Gebrauchsgegenstand in der passender Farbe und Form hinzu.

Auf diese Weise finden Sie exakt den Stil, der am besten mit Ihrem Wohn-Wohlfühlgefühl harmoniert – und Sie müssen sich nicht einmal ganz von der schwarz-weissen Einrichtung trennen. Dank dieses Prozederes werden Sie merken, dass Sie mittels eines Moodboards schnell auf die besten Ideen für fast jeden Raum kommen. Und dass Sie ohne Berater oder Coach auskommen. Dennoch können diese wertvolle Hilfe bieten.


Basteln Sie gemeinsam ein Moodboard für das Kinderzimmer. (Bild: © Iriana Shiyan - shutterstock.com)

Basteln Sie gemeinsam ein Moodboard für das Kinderzimmer. (Bild: © Iriana Shiyan – shutterstock.com)


Klug gewählte Kontraste betont gesetzt

Stellen Sie sich ein Esszimmer vor, welches ordentlich aufgeräumt, sauber Ton in Ton eingerichtet ist und doch irgendwie langweilig wirkt. Klar, da passt die Tischdecke haargenau zu den Polstern der sechs gleichen Stühle, der Lampenschirm hebt sich dezent von der Wandgestaltung ab, ja selbst die Blumen auf dem Tisch sind dem allgemeinen Ambiente bestens angepasst. Eigentlich gefällt Ihnen der Raum so auch ganz gut, aber das gewisse Etwas fehlt.

Haben Sie für das Esszimmer ein Moodboard gebaut? Wenn ja, dann finden Sie wahrscheinlich sofort den Kontrast, den Sie gerade suchen. Das kann beispielsweise ein Stuhl sein, der sich von den anderen Stühlen durch sein Gestell oder die Machart abhebt. Die Blumen verschwinden vom Tisch und landen in einer weiten oder hohen Vase auf dem Boden, statt der angepassten Deckenleuchte fällt jetzt eine mit einem kräftig roten Schirm so richtig ins Auge. Und dazu nehmen ein paar kleinere knallrote Bilderrahmen an der Wand hinter dem Esstisch die Langeweile weg. So kommt mit ganz wenigen Handgriffen wahres Leben ins bisher recht triste, wenn auch super schick eingerichtete Esszimmer. Das entsprechende Moodboard können Sie übrigens ganz locker in die Raumgestaltung integrieren. Seien Sie kreativ – das macht Spass!

Das Schlafzimmer – ein Traum

Für das Schlafzimmer gilt das Gleiche wie für alle übrigen Räume Ihres Zuhauses. Und gerade hier sollten Sie sich richtig wohl und geborgen fühlen. Dabei gestaltet sich der intime Schlaf bereich in vielen, und besonders in kleineren Wohnungen oftmals wie ein Lagerraum. Auch wenn beengte Verhältnisse herrschen, so kann hier dennoch eine echte, gemütliche Traumfabrik entstehen. Auch dazu können Sie sich jederzeit wieder ein Moodboard nach Lust und Laune entwerfen. Einfacher kann das Einrichten doch eigentlich gar nicht sein.

Schöne Muster, dezente Farben, geschmeidige Formen und fliessende, weiche Stoffe gefallen nicht nur dem Auge, sondern vor allem auch der Haut und der Seele. Das ist genau die richtige Stimmung für ein Schlafzimmer, im dem Sie sich samt Ihrer Träume so richtig wohlfühlen können.

Passende und preiswerte Helfer

Wenn Sie Räume für andere, beispielsweise für Ihre Kinder planen, dann basteln Sie die Moodboards vorab gemeinsam. Denn dann spüren und sehen Sie, welche Farben bei den Kleinen besonders gut ankommen, welche Kontraste und welches Zusammenspiel von Dingen und Formen sie sich wünschen. Auf diese Weise bringt das Neueinrichten des Kinderzimmers Vorfreude und jede Menge gute Laune – und letztendlich für alle Beteiligten das gewünschte Ergebnis.

Moodboards dienen also durchaus als kleine, aber feine und preiswerte Helfer, wenn Sie sich wirklich glücklich wohnen wollen.

 

Oberstes Bild: © fotogestoeber – shutterstock.com

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