Woran erkenne ich den für mich geeigneten Selbstbräuner?

25.11.2014 |  Von  |  Körperpflege

Geschätzte Lesezeit: 7 minutes

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Wenn die Temperaturen wieder ansteigen, die Tage länger werden und die Sonne sich wieder öfter am Himmel zeigt, dann ist die Zeit gekommen, da die Kleidung wieder luftiger wird und mehr Haut den öffentlichen Blicken preisgegeben ist. Um in Gesellschaft dann nicht einen allzu blassen Eindruck zu hinterlassen, wäre ein zart gebräunter Teint schon wünschenswert. Da die Zeit für ausgiebige Spaziergänge oft knapp bemessen ist und mancher den Gang ins Solarium scheut – was liegt da näher als der Griff zum Selbstbräuner, der eine streifenfreie, natürlich gebräunt erscheinende Haut zaubern soll. So die Versprechungen der Werbung – die Realität sieht meist anders aus.

Ein zu dunkler Hautton, unregelmässige Streifen, ein penetranter Geruch und eine Verfärbung der mit der Haut in Berührung gekommenen Textilien – das muss aber nicht sein. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen, um Ihrem Ziel ohne unangenehme Begleiterscheinungen näher zu kommen: einer zart gebräunten Haut, die an einen sonnenverwöhnten Urlaub erinnert.



Dihydoxyazeton und Erythrulose – die Farbgeber

Was genau sorgt eigentlich bei den Selbstbräunern für die gewünschte Farbgebung? In der Regel sind dafür die Inhaltsstoffe Erythrulose und DHA (Dihydoxyazeton) verantwortlich. Dabei handelt es sich um pflanzliche Kohlenhydrate, die mit Proteinen und Aminosäuren in der Hornschicht unter der äusseren Epidermis reagieren. Je dicker diese Hornschicht ist – zum Beispiel am Knie oder am Ellenbogen –, desto heftiger sind die Reaktion und so intensiver die Bräunung. Lassen Sie diesen Stellen am besten eine vorsichtig zurückhaltende Extrabehandlung zukommen, nachdem Sie mit dem „normalen“ Eincremen Ihres Körpers fertig sind.

Die „Bräunungsverantwortlichen“ machen übrigen nur bis fünf Prozent der gesamten Inhaltsstofe aus.

Leider ist vor allem DHA auch für eine Austrocknung der Haut verantwortlich. Sorgen Sie als bei Gebrauch dieser Mittel immer für eine zusätzliche Portion Feuchtigkeit für Ihre Haut. Lassen Sie sich auch nicht von den Bräunungserfolgen verleiten: Vor Sonne schützen die Selbstbräuner nicht, es sei denn, Ihnen ist zusätzlich ein ausreichender Sonnenschutzfaktor beigegeben. Eine zusätzliche Sonnenschutzcreme kann auf keinen Fall schaden – vor allem wenn Sie sich in sonnigen und heissen Regionen aufhalten.



Die Bräunungsintensität steigt proportional mit dem Anteil von DHA. Sie sollten die Dosierung deshalb auf Ihre schon vorhandene (oder eben nicht vorhandene) Bräune abstimmen. So gibt es spezielle Produkte für extra helle Haut, zu denen Menschen mit extrem blassen Teint greifen können. Wenn bei Ihnen jegliche Wirkung ausbleibt, gehören Sie wahrscheinlich zu den wenigen Menschen, deren Hornschicht aufgrund von vermutetem Proteinmangel nicht mit DHA reagiert.



Wie lange hält die Bräunung?

Zwei bis drei Stunden sollten Sie schon warten, bis Sie erste Erfolge Ihrer Bräunungsbehandlung erkennen können. Ein wertiges Produkt sollte Ihnen die Bräune drei Tage lang garantieren. Gehören Sie zu den ungeduldigen Menschen und wünschen sich unmittelbare Resultate, entscheiden Sie sich am besten für einen Instant-Tanning-Selbstbräuner. Die applizieren winzige Farbpigmente auf Ihre Haut, die dort erst mal bleiben. Nach circa vier Tagen verschwindet die Bräune zusehends. Das liegt an dem Ihrer Haut innewohnenden Erneuerungsprozess. Für eine konstante Bräune sollten Sie demnach den Selbstbräuner in Zyklen von drei Tagen auftragen.

Welche Form des Auftragens ist die beste?



Tücher, ein Spray, ein Gel oder eine Lotion – wofür sollen Sie sich entscheiden? Nun, das kommt ganz drauf an. Lotionen sind bei trockener und sensibler Haut zu empfehlen, weil sie den zusätzlichen Einsatz einer Pflegecreme überflüssig machen. Dafür sind der DHA-Anteil und damit der Bräunungseffekt etwas geringer. Auch für helle Haut und den Wunsch nach dezenter Bräune sind Lotionen bestens geeignet. Auf jeden Fall sind sie das ideale universale Einstiegsprodukt, da Sie damit eigentlich nichts falsch machen können – sie lassen sich bequem und gut auf dem Körper verteilen.

Bei fettiger Haut sind Gels erste Wahl. Da sie kaum Fett enthalten, ziehen sie schnell ein und hinterlassen keinen Film auf der Haut. Wenn Sie schon genau wissen, wie viel Bräune Sie wo haben möchten, ist ein Gel die perfekte Lösung für Sie. Mit Gels, die Aloe vera enthalten, können Sie auch etwas gegen den nicht immer als angenehm empfundenen Duft tun, der den Selbstbräunern eigen ist. Sie sorgen aufgrund ihres höheren DHA-Anteils für eine intensivere Bräunung als Lotionen.

Sprays sind das Mittel der Wahl für Menschen, die den „Handkontakt“ mit dem Selbstbräuner scheuen. Zudem lässt sich mit Ihnen eine gleichmässige Verteilung optimal dosieren. Die Spraydose sollte dazu in immer gleichem Abstand zum Körper gehalten werden. Wenn Sie mit dem Aufsprühen fertig sind, geben Sie dem Selbstbräuner die Zeit, gründlich in Ihre Haut einzuziehen. Bei allen Arten der Bräunungsmittel sollten Sie warten, bis die entsprechenden Hautpartien vollständig getrocknet sind, bevor Sie sie wieder mit Textilien bedecken. Das verhindert eine Einfärbung der Kleidung. Um zu gewährleisten, dass Sie auch wirklich jede Stelle an Ihrem Körper erreichen, sollten die Spraydosen auch auf dem Kopf stehend oder schräg gehalten funktionieren.

Selbstbräuner, die für den Körper gedacht sind, sind nicht unbedingt auch für das Gesicht geeignet. Ihr DHA-Anteil ist für die sensible Gesichts-Epidermis oft zu hoch dosiert. Daran sollten sie vor allem bei dem Gebrauch von Sprays und Gels denken, aber auch beim Einsatz der komfortablen Selbstbräunungstücher. Sie sind die idealen Reisebegleiter. Nach der zügigen Anwendung sollten Sie das Tuch zur Erzielung eines ausgewogenen Bräunungsergebnisses nochmals sanft über den ganzen Körper führen. Danach sollten Sie das für den einmaligen Gebrauch gedachte Tuch entsorgen. Eine zusätzliche Hautpflege ist bei der Verwendung eines Bräunungstuchs dringend anzuraten, denn es ist einzig für die Bräunungsaufgabe ausgelegt.




 

Oberstes Bild: © Inga Nielsen – Shutterstock.com

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