Regionale Lebensmittel sind besser

05.05.2020 |  Von  |  Küche, News

Die Globalisierung hat dazu geführt, dass wir heute unsere Lebensmittel aus der ganzen Welt beziehen können. Doch müssen wir wirklich Spargel aus Griechenland, Erdbeeren aus Spanien und Knoblauch aus China essen?

Immer mehr Menschen denken um und möchten auf Lebensmittel verzichten, die zuvor aus der ganzen Welt nach Deutschland gekarrt wurden. Diese Form der Versorgung stellt nicht nur ein Problem für die lokalen Bauern und Produzenten dar, sondern ist auch eine grosse Belastung für die Umwelt.

In der Umgebung einkaufen und die Umwelt schützen

Umweltschutz ist nicht erst seit gestern ein Thema, dass zahlreiche Menschen bewegt. Viele fragen sich, was sie persönlich dazu beitragen können, dass unsere Lebensgrundlagen besser geschützt werden können. Jedes Jahr am 22. April feiern umweltbewusste Verbraucher den Tag der Erde. Der Earth Day soll den Menschen wieder ins Bewusstsein rufen, wie wichtig es ist, auf umweltfreundliche Verpackungen zu achten, wenn möglich zu recyceln und die Kunststoffverschmutzung des Planeten zu beenden. Doch die richtige Verpackung für unser Essen und Trinken ist nur ein letzter Schritt.

Umweltschutz beginnt bereits mit der lokalen Produktion und dem Einkauf regionaler Lebensmittel. Unsere Bauern achten verstärkte auf die Umwelt, schliesslich ist der Anteil an biologisch produzierten Waren nirgends so hoch, wie in Mitteleuropa. Die Transportwege sind kurz und verursachen keine schädlichen Emissionen durch endlose Flüge rund um den Planeten. Der Weg vom Bauern zum Kunden ist kurz und sorgt so für eine ausgeglichene Ökobilanz.

Regionale Produkte steigern die Vorfreude

Viele Verbraucher haben bereits begonnen umzudenken. Sie wollen wissen, woher ihre Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt wurden. Laut Umfragen in Deutschland sehen bereits mehr als zwei Drittel der Konsumenten grosse Vorteile bei Produkten aus ihrer näheren Umgebung. Diese sind oftmals auch mit Einschränkungen verbunden. Die Natur gibt schliesslich vor, welches Obst und Gemüse wann gedeiht. So steigt die Vorfreude auf den nächsten Spargel oder die frischen Erdbeeren, wenn Sie diese nicht das ganze Jahr über konsumieren kann.

Dieser Zugang, zu dem, was Sie täglich zu sich nehmen, birgt noch viele weitere Vorteile. Durch den Kontakt zum Bauern nebenan, kennen Sie seine Produktionsweise und kann darauf vertrauen, dass seine Produkte voll ausreifen. Das macht sich in weiterer Folge natürlich auch im Geschmack bemerkbar, der nicht mit der klassischen Supermarktware aus Übersee vergleichbar ist.

Es besteht ein grosser Unterschied darin, ob das Obst noch grün geerntet wird oder in voller Reife verkauft werden kann. So bleiben die Lebensmittel frisch, gesund und voll von Vitaminen. Diese Produkte machen dann auch in der Sommerhitze nicht so schnell schlapp. Wer kauft schon gerne ein und muss anschliessend bangen, ob er einen Teil davon nicht gleich wieder entsorgen kann? Der enge Kontakt zwischen Produzent und Verbraucher sorgt automatisch für Qualität und Kontrolle, da negatives Feedback der Käufer sofort sichtbar und spürbar wird.


Die Vorzüge regionaler Produkte geniessen (Bild: mythja - shutterstock.com)

Die Vorzüge regionaler Produkte geniessen (Bild: mythja – shutterstock.com)


Vielfalt in jeder Hinsicht

Zugleich entpuppt sich der regionale Einkauf als identitätsstiftend. Menschen sind stolz auf das, was ihre Gemeinschaft leistet und unterstützen ihre lokale Wirtschaft. Anonyme Lebensmittel verschwinden, denn hinter jedem Einkauf wird ein Mensch sichtbar. Die Produzenten wiederum sorgen dafür, dass die Region ausreichend Arbeitsplätze schafft, Steuern bezahlt und so die nähere Umgebung ebenso aufblühen kann. Der verstärkte Umweltschutzgedanke verschafft der Bio-Qualität zu immer mehr Ansehen. Die Produzenten reagieren auf die verstärkte Nachfrage und erzeugen hochwertigere Lebensmittel, die gesunde Pflanzen und Böden fördern.

Ein weiterer Aspekt regionaler Produktion geht oft in der öffentlichen Diskussion unter. Dieser betrifft die Artenvielfalt und damit die Auswahl, auf die die Käufer zugreifen können. Globale Lieferketten setzen auf standardisierte Produkte. Dies beginnt schon bei der Samenproduktion. Regionalität erhält und fördert die Artenvielfalt von Pflanzen. Alte Arten verfügen oft über ein robustes Genmaterial, sind besser vor Schädlichen geschützt und können sich Wetter- und Klimaschwankungen besser anzupassen.

Diese Artenvielfalt sorgt auch für eine Geschmacksvielfalt, die Konsumenten zu schätzen wissen. In jeder Region wachsen jene Obst- und Gemüsesorten, die sich mit den klimatischen Bedingungen am besten arrangiert haben. Sie entsprechen den lokalen Traditionen und stellen sicher, dass die Bevölkerung unverwechselbare Schmankerl geniessen kann.

In einer standardisierten globalen Lebensmittelindustrie ist für so viel Vielfalt kein Platz. Ursprung, Handwerk und regionaler Geschmack sind die Assets regionaler Lebensmittel. Sie stellen sicher, dass die eigene Heimat auch in Zukunft ihren Platz im globalen Supermarkt findet. Wer sich auf diese Geschmacksreise einlässt, wird überrascht sein, welche wunderbare Welt ihn erwartet.

 

Titelbild: mythja – shutterstock.com

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