Alles auf Naht – das Sextett der Nähmaschinentipps für Anfänger

05.03.2015 |  Von  |  Kleiderpflege

Geschätzte Lesezeit: 8 minutes

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In kleineren, aber vor allem in grösseren Haushalten gibt es immer etwas zu nähen: Im Wohnzimmer könnte die zu lange Gardine gekürzt werden, an der Jeans des Nachwuchses ist schon wieder der Reissverschluss kaputt, die nicht mehr ganz neue, aber geliebte Bettwäsche braucht eine neue Naht.

Sicherlich könnte man alle diese Dinge dem Profi überlassen oder auch wegwerfen und neu kaufen. Aber da gibt es ja auch die praktischen Nähmaschinen für den Hausgebrauch, die mittlerweile fast überall, oftmals sogar beim Discounter um die Ecke zu haben sind.



Dabei sind die Qualitäten der Nähmaschinen je nach Marke durchaus akzeptabel und für das gelegentliche Nähen eine gute Wahl. Und wer es sich zutraut, kann irgendwann einmal mit der eigenen Nähmaschine und den individuell bevorzugten Stoffen auch eigene Kleidungsstücke nähen.

1. Aller Anfang ist schwer

Auch wenn das Nähen mit der Unterstützung einer modernen Nähmaschine kinderleicht erscheint, bedarf es doch einiger Übung und der genauen Kenntnis der eigenen Maschine, bevor auch hochwertige Kleidungsstücke für den Alltag oder den besonderen Anlass genäht werden können. Wie bei jedem Hobby und bei jeder anderen ernsthaften Tätigkeit gilt auch hier: Aller Anfang ist und bleibt eben schwer!

Dennoch keine Scheu vor der Neuen, der Unbekannten – deiner Nähmaschine. Mit wenigen Anfängertipps möchten wir dir den Start in die Arbeit mit der Nähmaschine nicht nur schmackhaft, sondern eben auch leichter machen.




Nähmaschinen Huber: www.naehmaschinen-huber.ch

2. Das erste Date der anderen Art – mit der Maschine vertraut machen

Egal, ob du dich für eine preisgünstige, vielleicht gebrauchte Maschine oder für eine Nähmaschine der Mittelklasse entschieden hast, immer musst du dich zunächst mit dem Aufbau und den grundsätzlichen Funktionen der Maschine vertraut machen. Da gilt es erst einmal auszupacken, zu schauen, zu staunen und zu lesen. Zu jeder Nähmaschine gibt es eine Gebrauchs- oder Bedienungsanleitung, die du aufmerksam und ausdauernd studieren solltest. Dazu legst du dir am besten gleich noch passendes Probematerial bereit, so dass du die wichtigsten Schritte der Bedienung deiner neuen Nähmaschine sofort ausprobieren kannst. Dazu solltest du dir ausreichend Zeit nehmen, denn unter Druck lernt und übt es sich schlecht.

Für den Anfang reicht es aus, wenn du dich mit den Grundfunktionen der Nähmaschine, den wichtigsten Einstellungen und dem Basiszubehör vertraut machst. Erst in späteren Schritten deiner Näh-Karriere werden optionales Zubehör und Sonderprogramme sinnvoller und wichtiger. Dann hast du aber das grundsätzliche Arbeiten mit deiner Nähmaschine schon erlernt.

Solltest du dich für eine gebrauchte Nähmaschine entschieden haben, für die keine Anleitung mehr vorliegt, findest du die entsprechenden Bedienungsanleitungen in den meisten Fällen auch im Internet. Einfach abspeichern und am Laptop oder Tablet mitlesen oder für den unkomplizierten Gebrauch ausdrucken.



3. Wer an der falschen Stelle geizt, hat nichts gewonnen: Die Basis ist eine gute Nähmaschine

Wer sich entschieden hat, Kissenbezüge, Tischtücher, Gardinen und Vorhänge und vielleicht auch das eine oder andere Kleidungsstück selbst zu nähen, braucht dazu eine gute Nähmaschine. Die muss nicht aus der Hochpreisklasse kommen, sollte aber schon eine gute Qualität haben und nicht gerade billig und klapprig wirken. Empfehlenswert sind hier solide Modelle in der mittleren Preisklasse, beispielsweise solche von PFAFF in zuverlässiger Qualität.

Absolute Anfänger sollten sich am besten im Fachgeschäft diverse Nähmaschinen erst einmal vorführen lassen und dort auch einmal das eine oder andere Modell selbst ausprobieren. Dabei bekommt man ein gutes Gefühl dafür, ob einem das Arbeiten mit der Nähmaschine liegt oder eben nicht.

Ein weiterer guter Tipp sind die Näh-Cafés, die es auch in vielen Orten der Schweiz gibt. Hier kann man Nähmaschinen-Geübten über die Schulter schauen und sich auch einmal an dem einen oder anderen kleinen Stück selbst probieren. Der Erfolg entsteht hier meist durch Learning by Doing, nebst dem Erfahrungsaustausch mit anderen Nähmaschinen-Enthusiasten. Zudem ist das Lernen von anderen die einfachste und billigste Investition in das eigene Fachwissen.

Nähmaschinen Huber: www.naehmaschinen-huber.ch

4. Von kleinen Brötchen und grossen Fischen

Jeder Bäcker hat zuerst kleine Brötchen gebacken. Und auch das Arbeiten mit der Nähmaschine sollte nicht beim aufwendig designten Abendkleid mit einer Menge Raffinessen beginnen. Geeignete Übungsprojekte sind Taschentücher, Kopfkissenbezüge, kleine Etuis oder Lavendelsäckchen und vielleicht die eine oder andere Tischdecke. Hier lernst du zunächst den klassischen Geradstich und musst dich nicht gleich mit Rundungen oder dem schwierigeren Einnähen von Reissverschlüssen befassen. Ausserdem lassen sich für die ersten Übungsprojekte auch ältere oder preiswerte Stoffe verarbeiten, die beim Misslingen der ersten Arbeiten nicht gleich zum teuren Reinfall werden.

Dasselbe gilt übrigens auch für die Nähmaschine selbst. Beginne nicht unbedingt mit den Spitzenmodellen, die ausser den üblichen Funktionen noch jede Menge mehr oder minder wichtiger Nebenprogramme bieten. Bescheide dich mit einer seriösen, stabilen Nähmaschine, die deinen Ansprüchen als Anfänger gerecht werden kann. Selbiges gilt für das Zubehör. Hier brauchst du anfangs nur eine Grundausstattung. Entdeckst du dann deinen Spass am Nähen mit der Maschine als dauerhaftes Hobby, kannst du immer noch und zu jeder Zeit aufrüsten. Und das nahezu unbegrenzt.



5. Nähvolution – der nächste Schritt der Entwicklung

Wie im wahren Leben selbst, ist es auch beim Arbeiten mit der Nähmaschine die wahre Kunst, den jeweils nächsten Schritt der Weiterentwicklung zu erkennen. Hast du dich anfangs mit kleineren Projekten wie beispielsweise Taschentüchern oder einfachen Hüllen befasst, darfst und sollst du im

nächsten Schritt auch etwas aufwendigere Projekte angehen. Das kann dann beispielsweise ein einfacher Rock mit dehnbarem Gummibund und geradem Saum sein. Ein einfaches, gerade geschnittenes ärmelloses Kleid ohne Reissverschluss wäre ein nächster Schritt. Auch das Karnevalskostüm für die Kleinen ist ein prima Übungsobjekt, wenn es um aufwendigere Stücke geht. Hier ist es auch nicht so schlimm, wenn die eine oder andere Naht noch nicht perfekt sitzt.

6. Die unendliche Geschichte – und weiter geht’s

Sind die ersten Näharbeiten gelungen und hast du den Spass am regelmässigen Arbeiten mit der eigenen Nähmaschine entdeckt, werden auch deine Ansprüche sowohl an die Produkte als auch an Materialien und die Nähmaschine wachsen. Hier kannst du dich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Spätestens dann, wenn dich Kolleginnen und Kollegen oder Freunde nach dem Anbieter und der Marke deiner schicken Bluse oder des leichten Sommerkleides aushorchen wollen, kannst du stolz verkünden: Marke Eigenbau, produced in meinem Hobbyraum und unbezahlbar! Dann hast du den Schritt in die hohe Klasse des Nähens mit der Nähmaschine geschafft. Bis dahin bleibt nur: Üben, Üben, Üben – und immer wieder Neues probieren! Vielleicht sogar auf PFAFF Nähmaschinen.



 

Oberstes Bild: © Steinar – shutterstock.com

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