Gut gelaunt durch den Winter – dank einer Tageslichtlampe

09.12.2014 |  Von  |  Allgemein

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Wenn die kältere Jahreszeit die Schweiz eingeholt hat, werden natürliches Sonnenlicht und angenehme Wärme immer seltener, die Tage folglich kürzer. Die UV-Strahlung wird immer niedriger, im schlimmsten Fall stellen sich sogar erste Anzeichen von Winterdepressionen ein. Mit einer Tageslichtlampe kann man diesem Umstand zwar nicht völlig ausweichen, zumindest aber wirkungsvoll entgegenwirken. Als Ersatz oder Ergänzung für die Ferien sind diese kleinen Haushaltsapparate ideal, da sie sehr flexibel und vor allem kontinuierlich eingesetzt werden können.

Ursprünge in der Fotografie



Eine Tageslichtlampe soll, wie der Begriff schon deutlich zeigt, natürliches Tageslicht simulieren. Die Terminologie kommt ursprünglich aus der Fotografie, wo eine Tageslichtlampe als Ersatz für den klassischen Blitz diente. Obwohl es sich hierbei um künstliches Licht handelt, ähneln die Eigenschaften dieses Lichtes doch stark dem herkömmlichen Tageslicht. Anders als ein Blitz strahlt eine Tageslichtlampe über längere Zeit, weshalb sie im Fachjargon auch gern als „Dauerlicht“ bezeichnet wird.

Die Lichttemperatur der Lampe wird mit einer Farbtemperatur von circa 5500 Kelvin gemessen. Zugleich weist die spektrale Zusammensetzung des Lichtes Ähnlichkeiten mit klassischem Tageslicht auf. Beide Eigenschaften in Kombination führen dazu, dass die Lampen zu den Vollspektrumlampen gezählt werden. Häufig setzt man zugleich einen blauen Konversionsfilter ein, wenn die Tageslichtlampe in Form von Glüh- und Halogenlampen verarbeitet wird.

Praktische Vitaminspender für jeden Schreibtisch

Tageslichtlampen werden im Regelfall als separate Leuchten produziert, die ungefähr die Masse (Länge x Breite) einer A4-Seite besitzen. Die exakten Masse variieren je nach Hersteller und Modell, generell ähneln die Lampen sehr stark einem Gesichtssolarium, weshalb sie praktisch auf einem Regal, dem Schreibtisch oder einem kleinem Beistelltisch platziert werden können. Populär sind Masse von ungefähr 30 x 30 cm, wobei die Tiefe der Geräte normalerweise die 20 cm nicht überschreitet.



Auf die Gesundheit des Menschen wirken sich Lampen besonders positiv aus, was sogar wissenschaftlich erwiesen ist. Das UV-Licht der Sonne ruft beim Menschen viele positive hormonelle Veränderungen hervor, zugleich produziert die Haut, indem sie mit den UV-Strahlen in Kontakt kommt, viel Vitamin D. Vitamin D kann vom Körper nur geringfügig gespeichert werden, zugleich wird es aber auch sehr schnell wieder aufgebraucht. Im mitteleuropäischen Raum ergibt sich bei vielen Menschen dadurch ein Mangel an Vitamin D, sobald die Frühlings- und Sommermonate vorbei sind. Die Haut kann dann aufgrund der schwachen UV-Strahlung und kurzen Tage schlicht nicht mehr genug Vitamin D produzieren, wodurch ein Mangelzustand eintritt.

Die Tageslichtlampe gleicht diesen Mangelzustand aus, da das künstliche Licht das herkömmliche Tageslicht simuliert, wodurch auch im Winter ausreichend Vitamin D vom Körper produziert wird. Vitamin D ist im menschlichen Körper unter anderem wichtig, um ausreichend Kalzium aufzunehmen, Hautkrankheiten zu verhindern und für ein allgemeines Wohlbefinden zu sorgen.

Die Tageslichtlampe arbeitet mit einer hohen Lichtfrequenz, die natürliches Tageslicht simuliert. (Bild: Legenda / Shutterstock.com)

Die Tageslichtlampe arbeitet mit einer hohen Lichtfrequenz, die natürliches Tageslicht simuliert. (Bild: Legenda / Shutterstock.com)




Weitere positive Effekte auf die Gesundheit des Menschen

Die Produktion von Vitamin D ist aber längst nicht der einzige Vorteil von Tageslichtlampen. Das Tageslicht sorgt für gesteigerte Konzentration und reduzierten Stress, indem es vorzeitiger Ermüdung entgegenwirkt und längere Tage simuliert. Am Tag ist der Mensch im Regelfall wesentlich leistungsfähiger als in der Nacht, wobei die „Nacht“ im Winter wesentlich länger anhält, da die Sonne eher hinter dem Horizont verschwindet. Dank der Verbesserung von Leistungs-, Konzentrations- und Merkfähigkeit werden die Lampen häufig auch in Büroräumen eingesetzt, um das frühe Aufstehen und den Feierabend im Dunkeln auszugleichen.



Tageslicht, egal ob künstlich produziert oder natürlich von der Sonne ausgehend, hat ausserdem positive Effekte auf das Immunsystem, wodurch die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Energielosigkeit reduziert wird. Zugleich werden Winterdepressionen und Angstzustände, die aufgrund des mangelnden Sonnenlichtes im Winter auftreten können, effizient vermindert, wenn die Lampe wirklich kontinuierlich für mindestens ein bis zwei Stunden eingesetzt wird.

Ihre Vorteile für den Blutdruck sollten ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Die Tageslichtlampen eignen sich sowohl für Menschen mit niedrigem als auch hohem Blutdruck, da sie diesen regulieren und für eine angenehme Balance sorgen. Weitere negative Effekte, bedingt durch den Mangel an Sonnenlicht, werden ebenfalls ausgeglichen. Darunter Augenbrennen, Lidzittern und ein Druckgefühl auf den Augen. Die optische Wahrnehmung und Farbtreue der eigenen Sicht wird ebenfalls optimiert, wenn die Augen häufiger zwischen dunklen und hellen (Tageslicht) Phasen wechseln können.

Verschiedene Varianten und Wirtschaftlichkeit

Insgesamt existieren vier verschiedene Arten von Tageslichtlampen:

  • Tischlampen mit Tageslicht,
  • Wandlampen mit Tageslicht,
  • Stehlampen mit Tageslicht,
  • spezielle Therapielampen, die im Regelfall eine höhere Strahlkraft enthalten.

Für Menschen, die unter besonders starken Depressionen im Winter leiden, ist eine Therapielampe die richtige Wahl. Wer einfach nicht auf eine kleine Extraportion Tageslicht verzichten möchte, kann die Tisch- oder Stehlampe wählen. Stehlampen sorgen für einen kontinuierlichen Schwall von Tageslicht, der sich langfristig ebenfalls positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt.

Abseits dieser positiven Effekte überzeugen die meisten Modelle auch durch ihre Wirtschaftlichkeit. Hochwertige Tageslichtlampen zählen zu den Energiesparlampen und verbrauchen daher nur wenig Strom. Zugleich ist ihre Lebensdauer ausgesprochen lang, wodurch sich der Anschaffungspreis mindestens mittelfristig wieder rentiert.



 

Oberstes Bild: © Subbotina Anna – Shutterstock.com


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