Zehn Schritte zur perfekten Renovierung – Teil 2: Von den Handwerkern bis zu der Funktionalität

17.02.2015 |  Von  |  Allgemein

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Im zweiten und letzten Teil unseres Berichts zur 360-Grad- Renovierung geht es um die Details und deren Umsetzung. Unsere Tipps helfen Ihnen dabei, funktionale Einzelheiten mit Ihrer Vision in Einklang zu bringen und anschliessend die Realisierung mit allen Mithelfern effektiv zu stemmen.

  1. Funktionalität

Damit Sie sich in Ihren neu gestalteten vier Wänden auch wirklich wohlfühlen, müssen natürlich auch praktische Aspekte stimmen: Jedem Element – ausser der Dekoration – sollte eine genau definierte Funktion zugewiesen werden. Bereits vorhandene funktionale Details sollten dabei berücksichtigt werden.



Dabei handelt es sich hauptsächlich um die Bereiche Beheizung und Licht, Ordnungshaltung und Stauraum, Sanitäranlagen und Räume, Witterungsbeständigkeit (gegen Sonne, Schnee, Regen und Wind), Abtrennungen für Rückzugsbereiche und Pflegebedarf von Wänden, Böden, Möbeln und anderen Objekten.

Überlegen Sie sich zuerst, mit welchen unabänderlichen Gegebenheiten Sie rechnen müssen – weil Haus oder Wohnung sie mitbringen, weil die Bauvorschriften sie vorschreiben, weil das Klima sie vorgibt etc. Stellen Sie diesen Ihre eigenen Anforderungen gegenüber: Vielleicht muss Ihr neues Zuhause behindertengerecht und niedrigschwellig werden? Vielleicht wollen Sie private genau wie kommunale Räume? Ist Ihnen ein Zugang zu erneuerbaren Energien wichtig? Müssen Sie bestimmte Räume für verschiedene Nutzungsarten auslegen oder wollen Sie schnell für Ordnung sorgen können? Welche der Zimmer werden von Kindern genutzt?

Dies ist ein zweiteiliger Bericht zum Thema „Zehn Schritte zur perfekten Renovierung“

Teil 1: Vom Grundriss bis zu den Farben

Teil 2: Von den Handwerkern bis zu der Funktionalität




  1. Einrichtung

Wenn Sie sich über den Stil, die Farbwelt und die Atmosphäre sowie die Funktionalität im Klaren sind, kann es an die Auswahl von Stoffen, Möbeln und Accessoires gehen. Beginnen Sie mit den grössten, am häufigsten genutzten Stücken, ob Sie sie nun bereits besitzen oder neu anschaffen. Berücksichtigen Sie anschliessend die Objekte, die nur in einer limitierten Farbwahl zu haben sind, sodass Sie Accessoires anpassen können.



Achtung: Der Besuch von Möbelhäusern macht zwar Spass, nimmt aber auch sehr viel Zeit in Anspruch. Die meisten haben inzwischen einen guten Internetauftritt, oft auch mit einer Online-Shopping-Möglichkeit. Entscheiden Sie vorab dort, was Sie kaufen möchten, und bestellen Sie es, wenn möglich, direkt. Dies gilt natürlich nicht für Betten und Sitzgelegenheiten. Diese sollten Sie in der nun eingesparten Zeit unbedingt selbst vor Ort probesitzen und -liegen. Gehen Sie bei der Auswahl nicht bis an Ihre Budgetgrenze – so haben Sie noch ein wenig Spielraum für Spontankäufe, die sich nicht vorher planen lassen.

Sind die Renovierungsarbeiten abgeschlossen, kann es an die Auswahl von Möbeln und Accessoires gehen. (Bild: Sergey Peterman / Shutterstock.com)

Sind die Renovierungsarbeiten abgeschlossen, kann es an die Auswahl von Möbeln und Accessoires gehen. (Bild: Sergey Peterman / Shutterstock.com)

  1. Hersteller

Nun geht es an die Umsetzung der geplanten Raumverschönerungen. Wenn Sie die Renovierung nicht selbst wagen wollen, werden Sie Handwerker in Anspruch nehmen. Von deren Zuverlässigkeit und Können hängt natürlich die Qualität des Endergebnisses ab. Viel hängt aber auch von den Materialien ab, mit denen die Handwerker arbeiten. Wenn Sie das Material stellen, recherchieren Sie zuvor gründlich unterschiedliche Hersteller und lassen Sie sich in mindestens zwei verschiedenen Baumärkten oder im Bauzubehör-Fachhandel beraten.



Wenn noch offene Fragen zu einem Produkt bestehen, rufen Sie direkt beim Hersteller an – es ist ein Zeichen hochwertiger Produzenten, wenn diese sich Zeit dafür nehmen, auch Laien ihre Produkte verständlich zu erklären. Schlagen Sie den Handwerkern die ausgesuchten Produkte vor und lassen Sie sich auch von ihnen beraten. Viele Handwerker arbeiten direkt mit Firmen zusammen, die sie auch empfehlen werden – ein Vorteil ist dann, dass sie mit deren Produkten vertraut sind. Dies sollte aber seitens der Handwerker transparent gemacht werden. Machen Sie aber keine Kompromisse, mit denen Sie sich nicht wohlfühlen! Sie müssen mit Parkett, Laminat, Fliesen, Wandfarben etc. leben, nicht Ihre Handwerker!

  1. Handwerker

Fragen Sie Geschäftspartnern und Bekannten, ob diese bestimmte Handwerker empfehlen können. Recherchieren Sie im Internet nach Beurteilungen und Bewertungen in entsprechenden Rezensionsportalen und Foren. Gewinnen Sie bereits am Telefon einen ersten Eindruck: Stellt der Dienstleister viele, interessierte Fragen zu Ihrem Objekt? Möchte er es sich anschauen, bevor er einen Kostenvoranschlag schickt? Das sind gute Zeichen!

  1. Kommunikation

Das Wichtigste ist, dass sowohl Sie als auch alle an der Renovierung Beteiligten sich wirklich im Klaren darüber sind, wie Ihre Vision aussieht und wer welche Aufgaben zu deren Verwirklichung übernimmt. Dies kann nur über einen andauernden Dialog geschehen. Vergewissern Sie sich, dass jedem Beteiligten alle Informationen und Pläne zur Verfügung stehen und dass diese auch intern weitervermittelt werden.

Sorgen Sie auch dafür, dass Sie Rückmeldungen über den Verlauf der Arbeiten bekommen, um gegebenenfalls eingreifen zu können, falls etwas nicht nach Wunsch verläuft. Führen Sie auch für sich selbst eine lückenlose Dokumentation. Sie sollten für jede Dienstleistung und jeden Gegenstand vorab folgende Daten zur Verfügung haben, um sie später mit dem Ergebnis abgleichen zu können: den Preis, die Masse beziehungsweise die Menge, die (Kontakt-)Daten des Herstellers und technische Zusatzinformationen und Bedienungshinweise.



 

Oberstes Bild: Grosse Renovierungs-Projekte sollten gut geplant sein. (© Warren Goldswain / Shutterstock.com)

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