Achtung, Schimmelalarm! Mit Warngeräten der „schwarzen Gefahr“ entgegenwirken

20.11.2014 |  Von  |  Reinigung

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Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit beeinflusst den menschlichen Organismus ebenso nachteilig, wie sie den Erhalt von hochwertigen Möbeln und Kunstgegenständen erschwert. Mit dem Einsatz eines Luftentfeuchters lässt sich der Grad der relativen Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen verringern. Doch allein damit ist es nicht getan, denn insbesondere in Altbauwohnungen droht noch ein ganz anderes gesundheitsschädliches Übel: Schimmel!

Schimmel entsteht, wenn sich in der Raumluft vorhandene Feuchtigkeit auf kalten Wandstellen niederschlägt. In diesen Bereichen finden die Schimmelpilzsporen einen idealen Lebensraum, um sich zu entfalten. Bereits ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von rund 70 % in Wand- und Deckennähe hat Schimmel beste Wachstumsvoraussetzungen. Da dies aber nicht mit blossem Auge oder einem einfachen Hygrometer kontrollierbar ist, können Schimmelwarngeräte hier gute Dienste leisten.

Optische und akustische Warnungen

Mithilfe eines Schimmelwarngerätes lassen sich Haus und Wohnung effektiv vor gefährlichen Schimmelpilzsporen schützen. Durch die in den Geräten enthaltenen Sensoren werden laufend Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Raum und an der Wand gemessen und im Display angezeigt. Oft verfügen die Schimmelwarner zudem über eine akustische Signalfunktion, so dass der schnell vergessene Blick auf die Anzeige des Gerätes keine negativen Folgen hat.

Ferner wird bei vielen Geräten auch der Grad einer eventuellen Schimmelgefährdung dargestellt und eine Lüftungs- und/oder Heizempfehlung gegeben. Denn einiges lässt sich dafür tun, Feuchtigkeitsschäden und Schimmel in der Wohnung zu vermeiden – nämlich durch richtiges Heizen und richtiges Lüften.

Harmlos oder gefährlich?

Da Schimmel erst dann entsteht, wenn über mehrere Tage hinweg stundenlang eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, sind moderne Schimmelwarner so konstruiert, dass sie zwischen harmlosen und kritischen Raumklimasituationen unterscheiden können. So werden nicht nur die Messdaten von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in die Berechnung einbezogen, sondern auch die Raumbeschaffenheit sowie die jeweilige Zeitdauer bestimmter Werte. Dadurch werden kurzfristige Feuchtigkeitsanstiege durch Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen nicht gleich als „Ernstfall“ gemeldet.

Die richtigen Vorgaben einstellen

Damit ein Schimmelwarngerät korrekt arbeitet, muss der Nutzer zunächst einige Einstellungen vornehmen. Dazu gehört beispielsweise die für den jeweiligen Raum richtige Luftfeuchtigkeit, die nicht zuletzt von der Dämmqualität der Aussenwände abhängt. Da die Ermittlung dieser Werte für einen Laien nicht immer einfach ist, ist eine fachkundige Beratung durch die Verbraucherzentrale oder auch beim Gerätehersteller sehr empfehlenswert. Hierbei lässt sich auch in Erfahrung bringen, an welcher Stelle im Raum der Schimmelwarner am besten aufgestellt werden sollte.



In Kombination empfehlenswert

Neben der Beachtung allgemeiner Hinweise zum richtigen Lüften und Heizen ist eine kombinierte Ausstattung gefährdeter Wohnbereiche mit einem Schimmelwarner und einem Luftentfeuchter ein guter Tipp: Das Warngerät passt auf und schlägt gegebenenfalls Alarm und der Luftentfeuchter sorgt für ein ausgeglichenes Raumklima. Auf diese Weise lässt sich der gesundheitsschädigenden „schwarzen Gefahr“ des Schimmelpilzes sinnvoll entgegenwirken.

 

Oberstes Bild: © Amy Walters – shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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