Dauerhaft Ordnung in der Wohnung – intelligente Tipps

12.02.2015 |  Von  |  Allgemein, Wohnart

Geschätzte Lesezeit: 7 minutes

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Jeder kennt das Problem: Überall liegen Dinge herum und stören das gesamte Bild der Wohnung. Da ist das Handtuch vom morgendlichen Duschen, vom letzten Einkauf sind die Tüten nicht weggeräumt oder im Esszimmer sind auf dem Fussboden Legosteine der Kinder verstreut.

Hinzu kommen noch all jene kleinen und grösseren Gegenstände, die man griffbereit braucht, die aber keinen richtigen Platz zu haben scheinen. Aber – mit einigen Tricks und praktischen Möbeln lässt sich dieses Chaos recht einfach in den Griff bekommen.



Geschlossene Schränke

Grössere Familien mit mehreren Kindern haben naturgemäss viel unterzubringen. Jeder Quadratmeter der Wohnung soll möglichst effizient genutzt werden. Da sind intelligente Lösungen und praktische Möbel gefragt, die das Raumgefühl jedoch nicht zu sehr einschränken. Wo es machbar ist, kann vor allem die Zimmerhöhe genutzt werden. So bieten sich deckenhohe Schränke oftmals gut an. Diese sollen allerdings dem Wohnbereich die Luft zum Atmen lassen und auch nicht drückend oder klobig wirken.

Altbauwohnungen sind schon mal dreieinhalb Meter hoch – dort stellt es sich kaum als Problem dar, wenn ein Schrank vom Boden bis zur Oberkante beachtliche 2,50 Meter misst. Bei nicht so hohen Räumen sollte man auf einen oberen Abstand von mindestens 20 Zentimetern zwischen Schrank und Zimmerdecke Acht geben, damit eine Reinigung noch möglich ist. Für die Optik rückt bei sehr hohen Schränken auch die Farbe ins Visier. Helle Dekors eignen sich hier deutlich besser als dunkle. Ein Tipp: mit Spiegeln bestückte Fronten sorgen für ein grosszügigeres Raumgefühl.

Prinzipiell gilt, dass sich geschlossene Schränke oder Schrankelemente sehr viel besser als offene Regale machen, um schon visuell für eine gewisse Ordnung zu sorgen. Die vielen offenen Flächen stellen eindeutig einen Nachteil der meisten modernen Wohnwände dar. Vor allem bei Modellen im niedrigen oder mittleren Preissegment ist das zu beobachten. Anstelle von Bereichen mit Türen sind meist regalähnliche Elemente eingearbeitet, die sich zwar zum Abstellen von Dekorationen oder Büchern eignen. Liegen dort aber Alltagsgegenstände wie der Schlüsselbund, Brillen, Arzneimittelpackungen oder Ähnliches, erweckt dies schnell den Eindruck heilloser Unordnung. Bei geschlossenen Schrankteilen dagegen verschwinden solche Dinge hinter einer Tür oder im Schubfach und sind nicht mehr sichtbar.



Wer trotzdem nicht auf eine eher durchbrochene, luftige Wohnwand verzichten möchte, kann eine Alternative mittels passenden Boxen finden, die in die offenen Fächer geschoben werden.

Geschlossene Schränke sehr viel besser als offene Regale machen, um visuell für eine gewisse Ordnung zu sorgen. (Bild: Santiago Cornejo / Shutterstock.com)

Geschlossene Schränke sehr viel besser als offene Regale machen, um visuell für eine gewisse Ordnung zu sorgen. (Bild: Santiago Cornejo / Shutterstock.com)




Stammplätze

Im Sinne der Devise „Jedes Ding braucht seinen Platz“ sollte möglichst jeder Gegenstand im Haushalt ein fixes Zuhause haben. Halmasteine plus Spielbrett gehören in der Kommode, die Sonnenbrillen ins Flurschränkchen, der Zettelblock in die Schreibtischschublade. So werden keine Sachen herumliegen, nur weil niemand weiss, wohin sie aufzuräumen sind.

Eine super Möglichkeit zum Verstauen von Kissen, Decken oder Spielzeug bieten zum Beispiel schöne Holztruhen, die sowohl im Wohn- oder im Schlafzimmer, aber auch im Flur aufgestellt werden können.

Ein bewährter Tipp ist, sogenanntes „Leerlaufen“ zu vermeiden: Bei jedem ohnehin nötigen Gang in der Wohnung oder im Haus sollten gleich diejenigen Utensilien mitgenommen werden, die sowieso in den Raum gehören, zu dem man gerade unterwegs ist. Leere Kaffeetassen kommen mit in die Küche, der Schal wird vom Sofa in den Flur befördert und die nicht mehr benötigten, aber immer noch herumliegenden Bausteine begleiten einen auf dem nächsten Weg ins Kinderzimmer. Auf die Weise wird – eigentlich ganz nebenbei – Ordnung geschaffen.

Sortieren, verstauen, ausmustern



Alles, was nicht jeden Tag oder überhaupt nur in der Saison gebraucht wird, kann bedenkenlos ausgelagert werden: Winterstiefel, Weihnachtsdeko oder Strandmuschel lassen sich in geeigneten Schränken im Keller oder auf dem Oberboden am besten aufbewahren.

Es kann auch sehr sinnvoll sein, Lagerflächen in bislang ungenutzten Räumen im Dachgeschoss zu schaffen. Oft finden sich hier Bereiche, die zum Wohnen oder Arbeiten einfach zu klein sind, sich aber als Abstellkammer durchaus eignen. Ideal sind hier Regale mit flexibler Höheneinstellung und variablen Einlageböden. So kann durch eine treppenförmige Anordnung der Regale so gut wie jede Dachschräge optimal ausgenutzt werden. Hilfreich ist auch, transparente Boxen für die Aufbewahrung zu nutzen, denn dann lässt sich der Inhalt gleich auf den ersten Blick erkennen. Eine Variante dazu können möglichst grossformatige Etiketten sein, die noch dazu am besten mit Bleistift beschriftet werden – Änderungen am Inhalt lassen sich dann schnell und unkompliziert umschreiben. Ein klasse Tipp: gute Dienste leistet ein Radiergummi in der Nähe!

Sehr wichtig ist es, sich von Dingen zu trennen, die nicht mehr gebraucht werden. Diese Angelegenheit erweist sich allerdings in den allermeisten Fällen leichter gesagt als getan. Sitzt man davor, scheint an vielen, vielen Dingen das Herz zu hängen und sie sind ausserdem mit ganz bestimmten Erinnerungen verbunden. Da gibt es den alten Mantel, der zwar nicht mehr passt, in welchem man aber einst seinen Partner kennengelernt hat, das alte Wählscheibentelefon, das ja „eigentlich noch funktioniert“, Ansichts- und Weihnachtskarten von früheren Freunden – all diese Gegenstände finden sicher nie wieder Verwendung, kosten aber unnötig Platz.

Hier hilft es zumindest, solche Utensilien in eine stabile Kiste zu stecken, diese mit dem aktuellen Sortierdatum zu versehen und sie dann in den Keller oder auf den Dachboden zu tragen. War man künftig ein ganzes Jahr lang nicht an dieser Box, kommt sie gleich ungeöffnet in den Müll. Ihr Haushalte ist von unnötigem Lagergut befreit! Diese Methode hat sich tausendfach bewährt.

Wer unsere Ratschläge beachtet, wird schnell merken: Mit praktischem Mobiliar, einem klugen Raumkonzept und der regelmässigen Anwendung der Methode: Sortieren, Auslagern und Wegwerfen, kann jede Wohnung vom Chaos befreit und zu einem wohlig luftigen Heim werden.



 

Oberstes Bild: Ordnungs- und Ablagekonzepte sind sehr populär. (© haveseen / Shutterstock.com)

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