Der Epilierer: Keiner zupft sanfter

22.08.2014 |  Von  |  Körperpflege
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Der Epilierer: Keiner zupft sanfter
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Wachs wird geschmolzen und auf empfindliche Körperstellen gestrichen. Nebenan rührt jemand eine klebrige Zuckermasse an und streicht die Haut damit ein. Die Zuckermasse trocknet, der Wachs erstarrt. Jetzt wird mit einem brutalen Ruck die zuckrige oder wächserne Schale vom Körper des Opfers gerissen.

Nein, wir befinden uns nicht in der Schilderung einer mittelalterlichen Folterszene. Auch die Praktiken einschlägiger Klubs werden hier nicht beschrieben. Die Quälereien stellen kosmetisch legitime Methoden zur Haarentfernung dar – „Waxing“ und „Sugaring“ werden sie in der Fachsprache genannt. Die Schmerzensschreie gibt es gratis dazu.

Kosmetische Haarentfernung ist lange ein Gebiet gewesen, das die Redensart „Wer schön sein will, muss leiden“ veranschaulichte. Auch die neueste Waffe der Technik, die Laser-Haarentfernung, bringt Leiden mit sich: Die Behandlung kann schmerzhaft sein, reizt die Haut und reisst bei grossflächigen Arealen eine Riesenlücke ins Portemonnaie. Da greift manche Frau resigniert zum Ladyshaver. Oder würde greifen, wenn nicht die kosmetische Wissenschaft ein Wundergerät zur nahezu schmerzfreien Haarentfernung erfunden hätte: das moderne Epiliergerät.



Die Vorteile der Epilation

Die Benutzung eines modernen Epiliergerätes setzt keinen Grundlagenkurs voraus. Die Haare werden mit einem Wurzelstück entfernt – ein unschätzbarer Vorteil gegenüber der Rasur, die einen Tag vorhält. Frauen, die Erfahrungen mit Trockenrasierern haben, werden das maskuline Gefühl am nächsten Tag kennen, wenn sie mit der Hand über die harte Stoppeloberfläche fahren. Epilierte Haare wachsen erst innerhalb von sechs Wochen nach. Und sie fühlen sich weicher und zarter an.

Die Opfer von Wachsbehandlungen können ein Lied davon singen – es gibt keinen schlimmeren Moment, als wenn es nach überstandener Prozedur heisst: Leider wurden nicht alle Haare erfasst, wir müssen noch einmal auflegen. Ein gutes Epiliergerät erfasst alle Haare. Es kann an allen Körperstellen zum Einsatz kommen. Und seine Benutzerinnen haben einen deutlich entspannteren Gesichtsausdruck.

Geben Sie Geld aus

Ein Epilierer sieht auf den ersten Blick wie ein Trockenrasierer aus. Aber der „Scherkopf“ arbeitet nicht mit Messern, sondern mit Pinzetten. Dieses rotierende System greift effizient jedes Härchen an der behandelten Körperstelle mitsamt einem Stück der Wurzel heraus. Dabei gilt: Je breiter die Pinzettenwalze und je mehr Pinzetten (bis zu 50 Stück) in dem Epiliergerät integriert sind, desto gründlicher werden seine Behandlungsergebnisse sein. Wenn Sie Einfach-Epilierer mit nur 20 Pinzetten und ohne Zusatzfunktionen kaufen, machen Sie es wie mit dem bekannten Paar Schuhe aus dem Billigladen, das nach fünfmaligem Benutzen aus dem Leim geht. Nur dass Schuhe nicht solche Schmerzen verursachen.

Die ersten Generationen der Epiliergeräte haben diesem sinnvollen Kosmetikartikel den Ruf eines weiteren Folterinstruments auf dem Gebiet der Haarentfernung verschafft. Teurere, grosszügig ausgestattete moderne Epilierer müssen mit diesen groben Waffen nicht in einen Korb geworfen werden. Die Hersteller haben alles getan, um durch sinnvolle Funktionen die Schmerzen bei der Behandlung zu lindern. Achten Sie auf die folgenden Extras, und in Ihrem Badezimmer sind die längste Zeit Flüche ausgestossen worden.

Geschwindigkeitsstufen und Massagefunktion

Ein Fahranfänger würde sich in kein Auto setzen, das nur einen grossen, schnellen Gang hat. Epilieranfängerinnen seien Geräte mit zwei Geschwindigkeitsstufen empfohlen: Im ersten Gang können sie üben und das Epilieren nach und nach gründlicher durchführen. Aber auch Fortgeschrittene können mit langsamerem Tempo exakter arbeiten. Ein Epilierer mit Massagefunktion massiert – Wunder der Technik – die pinzettengezupften Stellen und lindert so den Schmerz. Am hochwertigsten sind Epiliergeräte mit Hochfrequenzmassage.

Akku und Wet-&-Dry-Funktionen

Mit einem Akku-Gerät sind Sie nicht mehr Sklavin der Steckdose. Sie können es sich mit den rotierenden Pinzetten auch in Ihrem Lieblings-Wellnesssessel gemütlich machen. Oder, noch besser und wirklich Wellness: Sie nehmen Ihren Epilierer mit unter die Dusche. Wet-&-Dry-Geräte sind wasserdicht und können sogar in der Badewanne eingesetzt werden. Das warme Wasser bereitet die Haut vor und lindert das Schmerzempfinden. Auch können die herausgezupften Härchen gleich abgespült werden.

Lichtfunktion und Epilieraufsätze

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Bei aller Technik: Das Ergebnis der Epilation muss mit eigenen Augen betrachtet werden. Diese funktionieren umso besser, je heller das Licht ist, in dem sie arbeiten. Gute Epiliergeräte helfen ihren Benutzerinnen mit einem starken LED-Licht, die feinsten, verstecktesten Härchen zu entfernen. Zusätzlich zu diesem Taschenlampen-Tool lässt sich ein hochwertiger Epilierer dank mitgelieferter Aufsätze in ein Multi-Werkzeug verwandeln: das Schweizer Messer unter den Enthaarungsgeräten.

Müssen Sie in einer Stunde im Theater sein? Dann bauen Sie Ihren Epilierer mit dem Rasieraufsatz in einen Ladyshaver um. Wollen Sie Haare nicht entfernen, sondern auf eine bestimmte Länge trimmen? Mit dem Trimmeraufsatz arbeitet Ihr Epilierer wie ein professionelles Haarschneidegerät. Andere Aufsätze erleichtern Ihnen die Arbeit in Achselbereich und Bikinizone. Mit einem guten Epiliergerät erwerben Sie mehrere Geräte in einem.

Schmerzfrei schön. (Bild: AXL / Shutterstock.com)

Schmerzfrei schön. (Bild: AXL / Shutterstock.com)

Schmerzfrei schön

Geschwindigkeitswahl, Massagefunktion, Wet-&-Dry-Technik – ein moderner Epilierer geht sanft mit Ihnen um. Dennoch arbeitet er mit rotierenden Pinzetten: Ein leichtes Zupfgefühl wird sich nicht vermeiden lassen. Profis des Epilierens benutzen Wet-&-Dry-Geräte unter der Dusche und tragen vorm Zupfen ein Peeling auf: Dann gleitet das Gerät noch besser über die Haut. Und kehrt eine alte Redensart um: Wer schön sein will, muss nicht mehr leiden.



 

Oberstes Bild: © Lighthunter – Shutterstock.com


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