Kraft, Ausdauer und Koordination mit dem Springseil

22.09.2014 |  Von  |  Allgemein

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Seilspringen? Das klingt nach Schulsport und ein bisschen nach Mädchenecke. Warum sollte ein Profisportler wie Sie, der sogar eine Hantelbank besitzt, sich mit solchen Marginalien abgeben? Andererseits springen sogar die Boxer Seilchen. Da könnte man die Frage stellen, warum Ausnahmesportler zu einem so einfachen Sportgerät greifen? Vielleicht gibt es kaum etwas, was Ausdauer, Kraft und Körperkoordination besser schult als das Springseil. Vielleicht sollten Sie sich näher mit ihm befassen.

Aus unserer Kindheit kennen wir jene Hanfseile, die sich bei der geringsten falschen Bewegung verhedderten. Die Griffe waren aus Holz und eher verziert als ergonomisch. An ein professionelles Springseil werden ganz andere Anforderungen gestellt. Wir kaufen es ja nicht, um die alten Stunts zu wiederholen – wir wollen ausdauernd auf möglichst viele Umdrehungen kommen. Was braucht ein Springseil, um als gut durchzugehen?

Gewicht und Länge

Ein gutes Springseil muss schwer sein. Es soll ja eine stabile Flugbahn ziehen. Von Hanf, Baumwolle und Kunststoff raten Profis ab. Ihr Lieblingsspringseil ist aus Stahl. Wenn Sie sich ein Fahrrad oder einen Gymnastikball zulegen, werden Sie nur mit der richtigen Grösse perfekte Trainingsergebnisse erzielen. Das Gleiche gilt für das Springseil. Manche Seile sind längenverstellbar. Zur Ermittlung des richtigen Masses positionieren Sie sich mit den Füssen in der Mitte des Seils und ziehen Sie die Enden nach oben. Wenn sie bis unter die Achseln kommen, ist das Springseil gut für Sie.

Griffe

Einfache Springseile besitzen Griffe ohne Kugellager. Das ist Unsinn, denn nicht kugelgelagerte Griffe werden das Seil bei jedem Schlag verdrillen und somit unsauber laufen lassen. Mit Kugellagern hingegen ist ein lockeres Schwingen aus den Handgelenken möglich – sehr professionell. Kaufen Sie sich Griffe, die gut in Ihren Händen liegen. Manche sind hohl, um zusätzliche Trainingsgewichte aufzunehmen. Manche besitzen digitale Sprung- und Kalorienzähler, aber das fällt schon wieder unter Dinge, die die Welt nicht braucht.

Training

Leute, die joggen gehen, kaufen sich die besten Schuhe, die sie bekommen können. Sparen Sie auch beim Seilspringen nicht am Schuhwerk. Und sorgen Sie für einen gut gefederten Untergrund. Ihre Gelenke werden es Ihnen danken. Noch einmal: Glauben Sie nicht, dass Seilspringen eine Lappalie sei. Zum Vergleich: Beim Lauftraining vernichten Sie in einer halben Stunde 280 Kalorien – beim Seilspringen 400.

Mobilität

Haben Sie Ihre Hantelbank schon mal mit ins Büro genommen? Wohl nicht. Ein Springseil ist das mobile Sportgerät für das Bewegungsprogramm in der Pause und ein bisschen Fitness zwischendurch. Es ist auch nicht albern. Es ist cool. Denn gute Geräte verheddern sich nicht.

 

Oberstes Bild: © Africa Studio – Shutterstock.com


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