Krankenkasse: Steigende Beiträge sorgen für Ärger

12.07.2014 |  Von  |  Publi-Artikel
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Krankenkasse: Steigende Beiträge sorgen für Ärger
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Die ständig steigenden Krankenkassenbeiträge führen bei vielen Schweizern zu Unverständnis und Verärgerung. Nun findet Ende September die Abstimmung über die Einführung einer einheitlichen Krankenkasse in der Schweiz statt.

Die Befürworter der einheitlichen Krankenkasse glauben, dass sich hierdurch die Kosten für die Bürger reduzieren liessen. Doch gegen die Einführung gibt es einen erbitterten Widerstand – vor allem im bürgerlichen Lager, wie der Tagesanzeiger berichtet.

Die Einschätzung der Experten

Heinz Locher, Berater im Gesundheitswesen und Gesundheitsökonom, schätzt ebenso wie andere Krankenkassenexperten, dass der Wechsel zur Einheitskasse teurer wird, als dies ursprünglich gedacht war. Zwar könnten durchaus Verwaltungs-, Werbe- und Marketingkosten eingespart werden, doch allein die Umstellung der IT-Infrastruktur wäre bereits sehr kostspielig. Anna Sax, Gesundheitsökonomin und Befürworterin der Einheitskasse, will dafür die Reserven der Krankenkassen nutzen. Sie und ihre Mitstreiter sind der Ansicht, dass die Werbekosten und die Provisionen der einzelnen Krankenkassen zu teuer seien. Diese Kosten fielen durch die Einführung einer Einheitskasse einfach weg. Das grösste Einsparungspotenzial sieht die Ökonomin jedoch bei den Patienten, die die meisten Kosten verursachen. Hier liessen sich ohne Qualitätsverlust bis zu zehn Prozent der gesamten Kosten einsparen, meint Sax.

Statt Einheitskasse weniger Krankenkassen?

Heinz Locher, Kritiker der einheitlichen Krankenkasse, sieht dennoch Schwachstellen beim Gesundheitssystem. Er ist der Ansicht, dass 12 Krankenkassen für die Schweiz ausreichend seien. Derzeit sind es insgesamt 61 Versicherer. Die Kosten für Werbung und Verwaltung seien zudem nicht so hoch, wie von den Befürwortern der Einheitskasse behauptet, wendet Locher ein. Die geschätzten Kosten für die Verwaltung einer Einheitskasse wären mit 150 Franken jährlich pro Person in etwa so hoch wie bei den heutigen Kassen. Da nach Einführung einer Einheitskasse zudem der Wettbewerb zwischen den einzelnen Kassen wegfalle, habe der Verwaltungsrat einer Einheitskasse überhaupt keinen Anreiz mehr, die Tarife zu senken. Krankenkassenexperte Felix Schneuwly befürchtet hingegen eine Leistungsrationierung, wie es am Beispiel des Gesundheitswesens in Grossbritannien zu sehen sei.

Viele Gesundheitsexperten halten Krankenkassen-Wettbewerb für günstiger

Vor einer staatlich verordneten Krankenkasse waren viele Gesundheitsexperten. Wenn die Versicherten die Wahl zwischen mehreren Kassen hätten, sei dies für den Wettbewerb besser. Auch weil die dadurch verursachten Kosten weitaus höher ausfielen, als dies Befürworter der Einheitskasse derzeit behaupten. Im Auftrag der Alliance Santé führte das Institut für Gesundheitsökonomie in Winterthur bereits eine Studie durch, die ermitteln sollte, wie teuer der Wechsel zur Einheitskrankenkasse werden würde. Die Studie kam zum Ergebnis, dass eine derartige Umstrukturierung zwischen 1,56 und 2,15 Milliarden Franken kosten würde. Die hauptsächlichen Kosten würden – neben dem Aufbau einer neuen Einheitskasse – vor allem dadurch verursacht, dass die Strukturen etwa zehn Jahre lang parallel geführt werden müssten, bis die öffentliche Einheitskasse sämtliche Arbeiten der bisherigen Krankenkassen uneingeschränkt übernehmen könnten.

Oberstes Bild: © fotomek – Fotolia.com



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