Tipps für einen wirksamen Sonnenschutz

18.11.2014 |  Von  |  Allgemein

Geschätzte Lesezeit: 5 minutes

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So sehr sie an manchen Tagen herbeigesehnt wird, so qualvoll kann es sein, wenn sie ihre volle Kraft entfaltet: Die Sonne. Scheint sie stundenlang durch das Fenster, halten wir die extremen Raumtemperaturen kaum mehr aus. Spätestens dann ist ein wirksamer Sonnenschutz unverzichtbar. Welche Möglichkeiten es dafür gibt, erfahren Sie hier!

Unsere Fenster mit dem herkömmlichen Isolierglas lassen Wärmestrahlen ins Innere durch, sodass es zu einer Erwärmung der Raumtemperaturen kommt. Wie in einem Glashaus kann die Hitze jedoch nicht mehr entweichen. So hat ein Sonnenschutz den Sinn, eine zu starke Erwärmung zu verhindern. Ziel ist es, den Gesamtenergiedurchlassgrad so weit wie möglich zu reduzieren. Für diesen Zweck sind mehrere Sonnenschutzvarianten auf dem Markt, welche sich vor allem im Bereich der Anbringung einteilen lassen. So wird unterschieden, ob der Sonnenschutz aussen, zwischen den Scheiben oder innen montiert wird.



Sonnenschutz von aussen

Weil die Hitze schon vor dem Glas blockiert wird, ist der aussen liegende Sonnenschutz die wirksamste Massnahme. Allerdings sind die baulichen Notwendigkeiten dafür relativ aufwändig. Zu berücksichtigen ist auch, dass der Sonnenschutz ständig Wind und Wetter ausgesetzt ist.

Am häufigsten werden für einen aussen liegenden Sonnenschutz Rollläden montiert. Diese bestehen aus 4 bis 5 Zentimeter hohen Aluminium- oder Kunststofflamellen, die an einer eingehängten Welle in einen Kasten eingerollt werden. Angetrieben werden sie über einen Elektromotor, einer Kurbel oder einem Seilzug. Eine vollautomatisierte Steuerung über eine Zeitschaltuhr verspricht höchsten Komfort. Sogar eine intelligente wetterabhängige Automatik ist mittlerweile auf dem Markt. So können Sie bei jeder Witterung beruhigt das Haus verlassen.

Rollläden haben einige wichtige Vorteile: Neben ihrer Stabilität sind sie durch ihren einfachen Mechanismus nahezu wartungsfrei. Wenn sie auch entgegen vielfacher Annahme nur wenig zur Wärmedämmung beitragen, sind sie doch ein nicht zu unterschätzender Einbruchschutz. Es ist zwar leicht, einen Rollladen aufzubrechen, der dabei erzeugte Lärm schreckt schwere Jungs aber ziemlich ab.



Eine weitere Möglichkeit für einen aussen liegenden Sonnenschutz sind Raffstore. Dabei handelt es sich um eine massivere Form einer Jalousie. Der Vorteil: Die schlag- und kratzfesten Lamellen können nicht nur auf und ab, sondern auch gewendet werden – so lässt sich relativ flexibel die Helligkeit im Raum variieren. Diese Modelle bestechen ebenfalls durch einen sehr geringen Wartungsaufwand. Ausserdem sind sie extrem windsicher und stabil. Auch bei Raffstoren wird zum Aufziehen ein Elektromotor oder eine Kurbel verwendet.

Natürlich kann auch das Gebäude selbst so ausgelegt sein, dass einer Überhitzung im Innenbereich vorgebeugt wird. Balkone, Dachvorsprünge und Auskragungen sind wirksame Schatten spendende Bauteile. Markisen und Sonnensegel sind ebenso sinnvolle Alternativen wie ein grosser Baum im Vorgarten.





Sonnenschutz zwischen den Fenstergläsern. (Bild: Simon Bratt / Shutterstock.com)

Sonnenschutz zwischen den Fenstergläsern. (Bild: Simon Bratt / Shutterstock.com)

Sonnenschutz zwischen den Fenstergläsern

Jeder Sonnenschutz im Aussenbereich ist Wind, Wetter und Verschmutzung ausgesetzt. Naheliegend, dass es Entwicklungen gibt, den Sonnenschutz zwischen die Fenstergläser zu setzen.

Neue Technologien machen es möglich, Jalousien in den Scheibenzwischenraum zu verlagern. Diese Idee ist nicht ganz neu. Beim sogenannten Verbundfenster wird im tragenden Hauptflügel das Isolierglas und im Verbundflügel ein Einfachglas eingebaut – im Luftraum dazwischen kommt die Jalousie. Diese Konstruktion ist sehr widerstandsfähig, weil sie vor Wind und Wetter geschützt ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass dafür keine baulichen Massnahmen, wie zum Beispiel ein Kasten oder ein Stufensturz, notwendig sind. Problematisch kann es werden, wenn das Fenster beschädigt wird – eine Reparatur ist dann ziemlich aufwändig. Nachteilig könnte sich auch eine mögliche Kondensatbildung speziell an der Aussenscheibe auswirken – nicht unrealistisch, weil sich im Zwischenraum Luft befindet.



Sonnenschutz an der Innenseite des Fensters

Am schnellsten und am einfachsten anzubringen ist ein Sonnenschutz im Innenbereich. Allerdings ist diese Variante auch weniger wirksam, weil die Scheibe schon aufgeheizt ist. So sind diese Massnahmen in erster Linie ein Sicht- beziehungsweise ein Blendschutz.

Eine Möglichkeit für einen Sonnenschutz im Innenbereich ist die Innenjalousie. Die traditionelle Schnurzuglösung mit Wendestab oder die elegantere Kettenzugjalousie werden am Fensterflügel angebracht und können mit einer Kugelkette gehoben, gesenkt und gewendet werden.

Ein Plissee wiederum ist ein gefalteter Sonnenschutz aus Stoff, der am Fenster angebracht wird. In der letzten Zeit haben sich diese Modelle auch zu einer beliebten Dekoration entwickelt. Die Auswahl an Stoffen in den verschiedensten Materialien und Farben ist riesig. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Flexibilität in der Handhabung.

Eine weitere Möglichkeit an der Innenseite des Fensters sind vertikale Jalousien. Diese werden senkrecht montiert und können über einen Bedienmechanismus zur Seite gezogen werden. Eher gestalterischen Charakter haben Vorhänge; sie sind für einen wirksamen Sonnenschutz weniger hilfreich.

Lassen Sie sich professionell beraten!

Damit eine sinnvolle Entscheidung getroffen werden kann, die optimal auf die baulichen Gegebenheiten abgestimmt ist, bedarf es einer guten Beratung. Scheuen Sie sich also nicht, die entsprechenden fachlichen Informationen einzuholen. Im Endeffekt sparen Sie damit nämlich Nerven und Geld.




 

Oberstes Bild: © pics721 – Shutterstock.com


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