Vom Wetterhäuschen zur Wetterstation

15.11.2014 |  Von  |  Klima

Geschätzte Lesezeit: 7 minutes

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Das gute alte Wetterhäuschen kennt heute kaum noch ein Kind, obwohl es noch vor einem guten Vierteljahrhundert aus keinem Haushalt wegzudenken war. Mit diesem kleinen, netten Accessoire liess sich auf einfache Weise die Wettertendenz ablesen: Kam die Frau im hübschen Kleidchen aus der Tür, sprach in den nächsten Stunden alles für Sonnenschein. Erschien der Mann, musste mit Regen gerechnet werden.

Was seinerzeit rein mechanisch und durch einen Strang aus fein gespannten Pferdehaaren funktionierte, erfolgt heute vollautomatisch und in aller Regel digital mit batterie- oder netzbetriebenen Wetterstationen.

Funkreichweite bis 100 Meter

Thermometer finden sich in fast jedem Haus und jeder Wohnung, denn die Überwachung der Temperaturen spielt für die Menschen und ihre Umwelt eine grosse Rolle. Wie warm ist es eigentlich draussen? Welche Jacke sollte ich anziehen? Haben wir vielleicht sogar schon Minusgrade?

Während Wetterstationen die Innentemperatur über einen Direktsensor in der Anzeigeeinheit messen, erfolgt die Aussentemperaturmessung drahtlos über einen kleinen Funksender. Dieser kann auf einem Balkon, im Garten oder auch an der Aussenseite eines Fensters angebracht werden. Zumeist dürfen zwischen Sender und Station dabei nicht mehr als rund 100 Meter liegen, damit die Signalübertragung störungsfrei erfolgen kann. Doch derartige Entfernungen sind nur selten vorhanden, zumeist ist der Abstand deutlich geringer.

Zumeist mit Prognosefunktion

Moderne Wetterstationen begnügen sich aber schon seit Längerem nicht mehr allein mit der Angabe der aktuellen Aussentemperatur. So ist zumeist auch die vom Wetterhäuschen bekannte Prognosefunktion vorhanden – wenn auch ohne Pferdehaar. Dank dieser Funktion lassen sich Outdoor-Aktivitäten in aller Regel gut planen. Zwar sind auch die aktuellsten Messgeräte niemals zu 100 % sicher, dennoch können sie – vor allem bei längeren Spaziergängen – eine gute Orientierung geben, ob der Regenschirm nicht doch besser mitgeführt werden sollte und welcher Mantel sinnvoll ist. Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung“ kann auf diese Weise sicher so manche Erkältung verhindert werden.

Auch mit Unwetterwarnfunktion

Seit Kurzem werden auch Wetterstationen angeboten, die dazu in der Lage sind, Unwetterwarnungen anzuzeigen. Wird eine solche Warnung für die betroffene Region ausgegeben, zeigt die Wetterstation dies – zumeist als Lauftext – schon Minuten später auf dem Display an. Zudem wird mehrmals am Tag über das Funknetz oder einen Satelliten eine Wetterprognose für den aktuellen Tag und die folgenden zwei Tage abgerufen und in der Anzeige dargestellt. Die Daten dafür kommen über das DCF- bzw. HGB-Funksignal des Schweizer Wetterdienstes METEOTEST aus Bern. Da die Preise für derartige Kombistationen sich auf nicht allzu hohem Niveau bewegen, sind diese kleinen Geräte eine klare Kaufempfehlung für jeden Haushalt.

 

Oberstes Bild: © Paul Fleet – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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