Wenn die Hitzewelle rollt: Durchzug, Ventilator oder Klimaanlage?

30.03.2014 |  Von  |  Reinigung
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Wenn die Hitzewelle rollt: Durchzug, Ventilator oder Klimaanlage?
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Stellen wir uns vor, es ist Sommer. Seit Wochen scheint die Sonne. Mehr noch: Sie brennt. Strassen, Plätze, vor allem der Asphalt sind aufgeheizt und in Geschäften, Büros sowie Wohnräumen ist es unerträglich heiss. Studien zufolge sind die meisten Menschen bei Temperaturen ab 32 °C nicht mehr in der Lage, ihre volle Leistungsfähigkeit abzurufen.

Was tun? Auf Durchzug setzen, einen Ventilator aufstellen oder vielleicht doch eine Klimaanlage anschaffen? Alles eine Frage der Gewohnheit!



Tipps für angenehmere Raumtemperaturen bei Sommerhitze

Sobald die Aussentemperaturen die 30-Grad-Marke auf längere Sicht übersteigen, sollte jeder zunächst seine üblichen Lüftungsgewohnheiten überprüfen und gegebenenfalls ändern. Tagsüber bleiben die Fenster geschlossen. Erst bei Einbruch der Dunkelheit werden sie weit geöffnet, sodass die angenehmere kühle Nachtluft die Räume bis zum Morgen wieder auf ein erträgliches Mass bringen kann. Es empfiehlt sich dabei dringend, an die entsprechenden Fenster sogenannte Insektenschutzgitter anzubringen. Damit bleiben die summenden und oftmals auch stechenden Plagegeister dort, wo sie hingehören – nämlich draussen.

Tagsüber gilt es, alle Fenster, die der unmittelbaren Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, möglichst von aussen zu verschatten. Glückspilze sind diejenigen, die dabei auf Aussenjalousien, Rollläden oder Markisen zurückgreifen können. Ansonsten sollten zumindest innen die Vorhänge zugezogen oder die Rollos heruntergelassen werden. Zugegeben: Die etwas angenehmere Raumtemperatur ist auf diese Art und Weise im übertragenen Sinn recht „teuer“ erkauft. Während draussen die Sonne lacht, ist es drinnen dunkel. Schlimmstenfalls muss sogar das Licht eingeschaltet werden.

Durchzug oder Ventilator?



Zugluft empfinden die meisten Menschen als sehr unangenehm. Aus gutem Grund. Es handelt sich dabei nämlich um einen Luftzug, der infolge einer gewissen Luftdruckdifferenz entsteht und bereits bei einer Luftgeschwindigkeit von lediglich 0,2 Metern pro Sekunde spürbar ist.



Während er auf der Haut, beispielsweise im Nacken, für fühlbare Abkühlung sorgt, beginnen die unter der Haut sitzenden Nervenenden kleine elektrische Impulse an die darunter sitzende Muskulatur zu senden. Als eine Art Schutzmechanismus reagieren die Muskeln darauf mit Kontraktion. Das Ergebnis sind Verspannungen, wie sie sicher jeder schon einmal in Form eines „steifen Nackens“ erlebt hat. Auch die Gefässe der Nasen- und Rachenschleimhäute reagieren auf lokale Zugluft sehr empfindlich. Sie werden weniger gut durchblutet, was wiederum Infektionen, Schnupfen oder Husten begünstigt.

Zugluft ist demnach zur Abkühlung von Räumen, in denen sich Menschen aufhalten, keine Lösung. Ein Ventilator wirkt sich hier schon günstiger aus, wobei der richtige Standort ganz entscheidend ist.



Der als Abkühlung empfundene Effekt von Ventilatoren basiert auf folgendem Prinzip: Um jeden erhitzten Körper bildet sich eine dünne Luftschicht. Diese ist noch ein wenig wärmer als die Umgebungsluft und wirkt zusätzlich isolierend. Der Luftstrom eines Ventilators reisst diese Luftschicht auf und bläst sie weg. Hinzu kommt noch der Schweiss. Die Briese eines Ventilators sorgt zusätzlich dafür, dass der Schweiss schneller verdunsten kann. Das alles zusammengenommen empfinden Personen, die sich in unmittelbarer Nähe eines Ventilators aufhalten als erfrischende Abkühlung.

Die richtige Position verbessert das Raumklima

Wer die Möglichkeit dazu hat, kann mit einem leistungsfähigen Ventilator nicht nur die Luft innerhalb des Raumes in Bewegung setzen und wie oben beschrieben für Abkühlung sorgen, sondern sogar die Raumtemperatur insgesamt um einige Grad senken. Dafür muss das Gerät so positioniert werden, dass es kühlere Luft, beispielsweise vom Flur oder aus einem Nebenraum ansaugen und in das aufgeheizte Zimmer hineinblasen kann.

Bei brütender Hitze sind Klimaanlagen viel besser als ihr Ruf

Lange Zeit waren Klimaanlagen in Büros und Privaträumen beinahe ausschliesslich in südlichen Ländern gebräuchlich. Mittlerweile findet man sie jedoch auch bei uns nicht mehr nur in Hotels oder Lebensmittelgeschäften. Auch Büroangestellte und Familien möchten in ihren vier Wänden den Luxus der angenehmen Kühle bei hochsommerlichen Aussentemperaturen nicht mehr missen. Dabei muss es nicht immer der kostspielige Einbau festinstallierter Grossanlagen sein. Es gibt inzwischen längst zahlreiche Varianten technisch ausgereifter mobiler Geräte.

Diese lassen sich ohne bauliche oder sonstige Veränderungen in jedem Raum aufstellen und benötigen lediglich eine gewöhnliche Steckdose. Vor der Anschaffung sollte das künftige Einsatzgebiet genau ausgemessen werden. Die mobilen Klimaanlagen sind nämlich entsprechend ihrer Kühl- und Umwälzleistung für verschiedene Raumgrössen konzipiert.

Neben kühler Luft, die sowohl das Wohlbefinden als auch die Konzentration fördert, bieten Klimaanlagen noch mehr Vorteile. Gerade Allergiker schätzen die zusätzliche Reinigung der Raumluft, die durch ausgeklügelte Filtersysteme realisiert wird. Ob Autoabgase oder Pollen – bei geschlossenen Fenstern reinigt die Anlage die Atemluft von schädlichen bzw. Allergie auslösenden Stoffen.

Damit eine Klimaanlage nicht doch versehentlich zum Krankmacher wird, sollten Nutzer allerdings einige wichtige Hinweise beachten. Wer völlig verschwitzt einen extrem heruntergekühlten Raum betritt, wird sich zwar im ersten Augenblick über die Abkühlung freuen, ein bis zwei Tage später jedoch wahrscheinlich einen ausgewachsenen Schnupfen haben. Deshalb sollte man auf Kühlschranktemperaturen besser verzichten.

Temperatur-Eugene-Sergeev-Shutterstock.com

Ob im Büro oder zu Hause: Als Faustregel gelten bis zu sechs Grad Temperaturunterschied zwischen Aussen- und Innentemperatur als gesund. (Bild: Eugene Sergeev / Shutterstock.com)

Ob im Büro oder zu Hause: Als Faustregel gelten bis zu sechs Grad Temperaturunterschied zwischen Aussen- und Innentemperatur als gesund. Durchlüften vor der Inbetriebnahme sorgt für ein gutes Raumklima, reichlich Trinken unterstützt die Schleimhäute bei der Keimabwehr und zwischendurch trägt die eine oder andere Entspannungspause zusätzlich zur Erfrischung von Geist und Seele bei.



 

Oberstes Bild: © mama_mia / Shutterstock.com



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