Angebrannte Töpfe – ein Leid, das nicht zum Neukauf führen muss

20.08.2014 |  Von  |  Pfannen
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Angebrannte Töpfe – ein Leid, das nicht zum Neukauf führen muss
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Ob erfahrene Hausfrau oder Student mit seinen ersten Kochversuchen – das Anbrennen eines Topfes ist ein Klassiker, der sich auch mit ausreichend Erfahrung nie völlig ausschliessen lässt. Selbst geringfügige Ablenkungen können für den unliebsamen braun-schwarzen Schmalz am Topfboden sorgen, der im schlimmsten Fall zum Neukauf führt – wenn er nicht richtig angegangen wird.

Ob Milch, Püree oder andere Nahrungsmittel – sobald etwas im Topf anbrennt, erhält dieser an seinem Boden eine unangenehm wirkende, stinkende braun-schwarze Konsistenz, die halb aus den jeweiligen Lebensmitteln und halb aus verdampften Ablagerungen besteht. In diesem Topf zu kochen macht dann garantiert keinen Spass mehr, schliesslich isst das Auge mit, zudem würden die weiteren Nahrungsmittel automatisch einen üblen Beigeschmack erhalten, wenn sie zwischen all den angebrannten Ablagerungen gekocht würden. Also gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder er wird gereinigt oder es wird ein neuer Topf gekauft. Damit die eigenen Franken auch in der Geldbörse bleiben, lohnt sich die Reinigung umso mehr.



Bevor sie aber überhaupt in Angriff genommen werden kann, müssen sich Hausfrauen, Hausmänner, Studenten & Co. aber über einen Fakt im Klaren sein: Muskelkraft allein reicht nie aus, um einen Kochtopf wirklich intensiv zu reinigen. Denn selbst wenn die Stahlbürste die Rückstände vom Topf abschaben könnte, wird damit zugleich auch die Schutzschicht vom Topfboden abgerieben. Bei Edelstahltöpfen ist das sogar noch schlimmer, denn in den feinen Fugen und Kratzern können sich beim nächsten Kochen Speisen festsetzen, die anbrennen und damit für einen üblen Beigeschmack sorgen.

Einweichen ist immer der erste Schritt

Der erste Schritt zum Erfolg, und damit auch zum gereinigten Topf, ist immer das Einweichen. Selbst wenn eine Spülmaschine im Haushalt vorhanden sein sollte, besitzt diese keinesfalls die Kraft, um tatsächlich hartnäckige Verunreinigungen und angebrannte Stoffe restlos zu entfernen. Deshalb sollte der Topf, selbst wenn er bei einem intensiven Spülprogramm in die Maschine gegeben wird, immer vorher eingeweicht werden. Das geht in warmem beziehungsweise heissem Wasser, dauert nicht einmal 60 Minuten und erfordert kein weiteres Zutun.

Oftmals reicht ein Einweichen von rund 20 Minuten schon aus, hartnäckige Fälle sollten aber lieber rund 60 Minuten bekommen. Wer möchte, kann zusätzlich ein wenig Spülmittel in den Topf geben, damit dieser zugleich auch desinfiziert wird. Spätestens nach einer Stunde lösen sich im Regelfall rund 60 bis 80 % der Rückstände relativ einfach. Wurde der Topf so vorbereitet, kann er dann auch bedenkenlos in die Spülmaschine gegeben werden. Wer den Abwasch noch mit der Hand übernimmt oder seiner Spülmaschine die Reinigung nicht zutrauen mag, kann auf einige Tricks zurückgreifen.



Einer davon ist der Einsatz von Backofenspray. Auch hier wird der angebrannte Topf eingeweicht und dann kurz von den gröberen Rückständen befreit. Im Anschluss einfach das Backofenspray auf den Boden sprühen und rund zehn Minuten einwirken lassen. Nach dieser Zeit wird sich im Topf eine unangenehm duftende braune Brühe sammeln, die entsteht, weil sich die Verbrennungen durch das Spray ablösen. Der Topf wird nun einfach ausgespült und mithilfe einer Spülbürste gründlich von den angebrannten Rückständen befreit. Da das Backofenspray die hartnäckige Kruste weich macht und ausserdem auflöst, kann der Topf auf diese Weise ganz schonend behandelt werden.

Andere clevere Tricks und Hausmittel für angebrannte Töpfe



Ein Klassiker, der immer wirkt und in jeder Küche zu finden ist, ist Essig. Der hilft nicht nur gegen Kalk, sondern löst auch jegliche andere Verunreinigung in einem Topf – auch angebrannte Essensreste. Der Einsatz ist aber nicht ganz ohne, denn Essig riecht bekanntermassen sehr streng, zugleich bekommt der Topf dadurch eine sehr schmierige Schicht, die danach gründlich abgewaschen werden muss. Geschieht das nicht, könnten die nächsten Kartoffeln, Nudeln oder die nächste Milch durchaus etwas nach Essig schmecken.

Auch Backpulver und Waschpulver sind Klassiker unter den Hausmitteln, die im Bad genauso wie im Wohnzimmer auf Möbeln oder in der Küche zum Einsatz kommen. Da Backpulver zu einem grossen Teil aus Natron besteht, lassen sich hartnäckige Rückstände auch hier sehr gut lösen. Die chemische Alternative dazu ist Waschpulver, wobei auch hier, ganz selbstverständlich, eine gründliche Nachreinigung notwendig wird. Das Waschpulver wird zur Reinigung aufgekocht, wobei es rund fünf bis zehn Minuten leicht köchelt und danach einfach weggekippt wird. Der grosse Vorteil hier ist, dass das Waschpulver die Reinigung durch das Aufkochen quasi völlig eigenständig übernimmt.

Ein Neukauf des Topfes ist nach Verbrennungen also keinesfalls zwingend notwendig. Hier sei aber auch gesagt, dass die Töpfe durchaus regelmässig ausgetauscht werden können. Denn je öfter sie verunreinigt werden, desto schneller wird auch die Schutzschicht abgetragen – ganz egal, wie schonend und clever die spätere Reinigung erfolgt.



 

Oberstes Bild: © zimmytws – Shutterstock.com


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