Der Ultraschallreiniger – von der Industrie in den Haushalt

02.07.2014 |  Von  |  Reinigung
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Der Ultraschallreiniger – von der Industrie in den Haushalt
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Ultraschallreiniger sind eine effiziente und zugleich sehr praktische Alternative zur Reinigung per mühevoller Handarbeit. Die Technologie, mit Ultraschall punktuelle Reinigungen vorzunehmen, entsprang ursprünglich diversen industriellen und feinmechanischen Branchen, mittlerweile bieten Hersteller aber auch kleine Haushaltsapparate hierfür an.

Goldschmiede, Uhrmacher, Augenoptiker und die Automobilbranche greifen schon seit Jahren auf die Ultraschalltechnologie zurück, um auf diese Weise komplexe, kleine und sehr fein strukturierte Flächen intensiv zu reinigen. Optisch ähneln die Geräte, sowohl im industriellen Raum als auch für die Privatanwendung, einer kleinen Wanne mit Klappe. Sie werden mit einem Generator betrieben, der die elektrische Energie in Form von Ultraschallwellen bündelt, die dann indirekt auf die jeweiligen Flächen einen reinigenden Effekt haben.



Die Geräte erleichtern in diesen Branchen nicht nur den Aufwand zur Reinigung, sondern erzielen auch exzellente Ergebnisse. Zugleich stellen sie sicher, dass feine Stücke nicht durch den mechanischen Druck einer Reinigung belastet werden. Das ist gerade bei Juwelieren oder in der Optikbranche elementar, da kleinere Schmuckstücke oder Brillenglas verhältnismässig schnell brechen. Durch eine Reinigung über Ultraschall werden diese Stoffe aus mechanischer Sicht kaum belastet, während die Reinigung selber sogar noch wirkungsvoller ist.

Wandlung zum Gerät für Privatverbraucher

Die steigende Popularität der professionellen Reinigungsgeräte hat wie so oft zur Folge, dass auch Abwandlungen für die private Anwendung konzipiert werden. Diese sind schon für einen relativ geringen Preis erhältlich, welcher sich in einem Rahmen von circa 30 bis 60 Franken bewegt. Absolute Top-Modelle können natürlich auch nach oben ausschlagen, tendenziell sind diese für die private Anwendung aber nicht zwingend notwendig. Die Industrie greift im Regelfall natürlich weiterhin auf spezielle Modelle zurück, da der Ultraschallreiniger hier auch wesentlich öfter genutzt wird.

Optisch lassen sich zwischen industriellen und privaten Geräten aber kaum Unterschiede feststellen, maximal in der Grösse des Gerätes und der gesamten Fläche des Hohlraums. Immer besitzen die Geräte eine jederzeit verschliessbare Klappe, die zur Reinigung auch verschlossen sein muss. Von technischer Seite können Unterschiede in der Leistungskraft, Bedienbarkeit, Anwendung und natürlich der gesamten Qualität festgestellt werden. Sich hier auf unabhängige Testberichte oder Empfehlungen anderer Kunden zu verlassen, lohnt sich besonders bei der Erstanschaffung eines Ultraschallreinigers immer.



Wie funktionieren Ultraschallreinigungsgeräte?



Unabhängig von ihrem angedachten Verwendungszweck ist die Technologie hinter den praktischen Reinigungsgeräten immer identisch. Dank der Kavitation bilden sich bei einem Ultraschallbad Hohlräume in der Flüssigkeit. Zugleich sorgt das Ultraschallfeld für enorme Druckschwankungen, die konsequent zwischen Unter- und Oberdruck hin- und herschwanken. Arbeiten diese zwei Mechanismen zusammen, bilden sich kleinste Luftbläschen, die sich sofort wieder auflösen und erneut bilden. Dieser konsequente Austausch und das „Platzen“ der kleinen Bläschen sorgen für einen einzigartigen Reinigungseffekt.



Dank diesem Reinigungseffekt lassen sich selbst hartnäckige Verunreinigungen auf empfindlichen Materialien rückstandslos und sicher entfernen. Besonders vorteilhaft ist, dass diese sehr feinen und kleinen Luftblasen auch in schwierig zu erreichende Räume eindringen und diese damit säubern können. Kleine Fugen, Hohlräume oder besondere Stellen innerhalb der Uhr werden dadurch effizient von Schmutz befreit. Mit klassischer „Handarbeit“ wäre das kaum möglich, zugleich würde immer die Gefahr bestehen bleiben, dass kleine und feine Artikel auf diese Weise mechanisch belastet oder im schlimmsten Fall gar zerstört werden.

Ultraschallreiniger. (Bild: Ari N / Shutterstock.com)

Ultraschallreiniger. (Bild: Ari N / Shutterstock.com)

Was kann gereinigt werden?

Gereinigt werden kann tendenziell alles, was einerseits wasserdicht ist und andererseits in die Wanne des Reinigungsgerätes passt. Zudem sollten die Artikel nicht aus natürlichen Rohstoffen bestehen, da diese durch die Ultraschallwellen, gepaart mit dem Wasser, Schäden davontragen könnten. Unter Berücksichtigung dieser Vorsichtsmassnahmen lassen sich beispielsweise folgende Geräte reinigen:

  • Brillen (Glas und Gestell)
  • wasserdichte Uhren
  • feiner Schmuck
  • Besteck
  • CDs
  • Zahnspangen.

Die Möglichkeiten, den Ultraschallreiniger anzuwenden, sind unglaublich vielfältig. Besonders bei Schmuck, Uhren und Brillen spielt er seine Stärken voll aus. Das Glas wird rückstandslos gereinigt, blinde Stellen beim Schmuck werden behandelt und feine Kettenglieder bei der Uhr, die mit dem Finger kaum erreicht werden können, werden von Keimen und sichtbaren Verschmutzungen befreit.

Anwendungshinweise und Kriterien für den Kauf

Beim Kauf eines Reinigungsgerätes sollte darauf geachtet werden, dass sich dieses einfach bedienen lässt. Das betrifft die mechanische Arbeit, den Zusammenbau der einzelnen Teile und natürlich die technische Steuerung. Zugleich muss die Leistung ausreichend sein, um tatsächlich eine effektive Reinigung zu garantieren. Eine hohe Qualität in der Verarbeitung und der Verwendung der Materialien garantiert währenddessen, dass die Vorzüge des Gerätes auch noch lange nach dem Kauf genossen werden können.

Vor der Anwendung sollten zudem die individuellen Hinweise des Herstellers gelesen werden. Für alle Geräte gilt allgemein: Sie erlauben eine praktische und lückenlose Reinigung, aber eben nur bei Artikeln, die sich auch mit der Technologie vereinbaren lassen. Bei Gerätschaften, Schmuck oder anderen Stücken, die bereits kaputt oder leicht angeschlagen sind, sollte ein Ultraschallreiniger gar nicht genutzt werden. Der hohe Druck könnte bereits kaputten Stücken im wahrsten Sinne des Wortes „den Rest geben“.



 

Oberstes Bild: © anaken2012 – Shutterstock.com


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