Gen Himmel steigen – mit Leitern und Tritten

04.12.2014 |  Von  |  Allgemein

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Im Betrieb gibt es nicht nur Arbeiten, die sich bequem im Sitzen oder Stehen erledigen lassen. Immer wieder müssen Mitarbeiter Arbeiten ausführen, die weit über ihren Kopf hinaus gehen – und zwar buchstäblich. Dafür braucht man die passende Ausrüstung und natürlich kommt es auch immer auf Arbeitssicherheit an, um komfortabel arbeiten zu können.

Die richtige Betriebsausstattung bieten oft Tritte und Leitern – zumindest wenn man über überschaubare Höhen spricht. Zur Grundausstattung gehören diese Leitern und ihre Mini-Versionen nicht nur bei Maler- und Tapezierarbeiten, sondern auch bei anderen Gelegenheiten kann man sie gut gebrauchen. Der Betriebshandwerker zum Beispiel ist auch bei kleinen Arbeiten oft auf Steighilfen angewiesen.



Richtiges Einschätzen der Arbeitshöhen

Wer eine Leiter oder einen Tritt anschaffen möchte, muss zunächst gut einschätzen, wie hoch dieser sein muss. In der Regel sollte man eine Höhe wählen, in der man bequem und mit einer natürlichen Armhaltung arbeiten kann. Die Formel für die Arbeitshöhe ergibt sich aus der Spanne zwischen den angewinkelten Armen und der Augenhöhe. Auch auf dem Tritt oder der Leiter ist es gefährlich, wenn man über Kopf arbeiten muss. Das darf nur in Ausnahmesituationen geschehen, zum Beispiel, wenn man an den Decken arbeitet, denn dann ist das über Kopf Arbeiten nun einmal nicht auszuschliessen.

Wenn man die Arbeitshöhe richtig einschätzt, sollte man trotzdem jede Arbeit in verschiedenen Höhen gesondert bewerten. Erst dann kann man entscheiden, welche Leiter oder welcher Tritt benötigt wird.

Leiter ist nicht gleich Leiter



Es gibt unterschiedliche Versionen von Leitern. Mindestens zwei Grundmodelle kann man in der Fülle des Angebots ausmachen: Bock- oder Scherenleitern und Anlegeleitern. Vor allem durch die Art der Aufstellung unterschieden sich die Versionen voneinander. Bei einfachen Anlegeleitern ist es so, dass sie einfach an ein festes Objekt wie eine Wand angelehnt werden. So wird das Arbeiten in bestimmten Höhen und im Seitenbereich möglich. Sicher steht man dann, wenn man etwa einen Meter unterhalb der Oberkante der Leiter aufhört zu klettern.

Ohne festen Widerstand kommen Bock- oder Scherenleitern aus. Ein Boden muss ausreichend eben sein, damit eine solche Leiter sicher darauf platziert werden kann. Scherenleitern bestehen häufig aus zwei Leitern, deren Verbindungspunkt ein beweglicher Schenkel ist. Zusätzlich gibt es Sicherheitsketten oder -bänder, die verhindern, dass die Leitern zu weit auseinanderscheren. Moderne Leitern weisen oft auch einrastende Gelenke auf.

Manche Exemplare der Scherenleiter kann man nur einseitig nutzen, die andere Seite wirkt dann nur als Ständer. Bockleitern sind ein wenig einfacher in der Handhabung, wenn sie von beiden Seiten bestiegen werden können. Generell verfügt diese zweite Kategorie Leitern über eine höhere Standfestigkeit, sind also für Arbeiten über den Kopf besonders geeignet.

Kleine Leiter: Tritt



Gelegentlich bedarf man im Haushalt, zum Beispiel bei der Reinigung oder kleineren handwerklichen Arbeiten, einer kleinen Erhöhung, also einem Tritt. Vom Prinzip handelt es sich dabei um kleine Leitern, die bis zu drei Stufen haben und oben eine grosse Standfläche aufweisen. Mit beiden Füssen findet man hier einen sicheren Stand. Im Gross- und Detailhandel werden Tritte bevorzugt eingesetzt, damit man auch an die oberen Fächer im Regal gut rankommt. In Service-Fahrzeugen finden sich oft Tritte, die man auf Baustellen und beim Be- und Entladen gut gebrauchen kann.





Bestimmte Scherenleitern sind nur von einer Seite zu nutzen (Bild : Lithiumphoto / Shutterstock.com)

Bestimmte Scherenleitern sind nur von einer Seite zu nutzen (Bild : Lithiumphoto / Shutterstock.com)

Moderne Leitern und ihre Sonderformen

Ausziehleitern haben sich in der Kategorie der Anlegeleitern etabliert. In mehreren Stufen können sie genau auf die gewünschte Länge gebracht werden, damit man nur eine Leiter braucht, um in verschiedenen Höhen arbeiten zu können. Scherenleitern haben auch Sonderformen, bei denen auf einer Seite die Leiter länger ausgefahren werden kann als die andere.

Es gibt ausserdem komfortable Multifunktionsleitern, die sich als Bockleiter, Anlegeleiter oder Arbeitspodest einrichten lassen. Diese haben häufig mehrere Gelenke, sodass sie unterschiedliche Einstellungen und vielseitige Nutzungsmöglichkeiten bieten.

Safety first

Arbeiten in gefährlichen Höhen geben dem Aspekt der Arbeitssicherheit eine vorrangige Rolle. Die Auswahl der passenden Leitern und Tritte sollte sich immer dieser Prämisse unterordnen. Deshalb sollte der Zustand der Werkzeuge stets vor jeder Nutzung der Leiter überprüft werden, ob sie sich in einem optimalen Zustand befindet. Füsse, Holme und Sprossen sollten auf ihre Festigkeit getestet werden, damit eventuell bestehende Beschädigungen vor dem Einsatz auffallen. Nur wenn die Leiter in einem einwandfreien Zustand ist, kann sicheres und gefahrloses Arbeiten gewährleistet werden.

Passende Auswahl

Nicht nur die Belastbarkeit und die Arbeitshöhe sollten die Wahl der Leiter bestimmen. Das Material spielt ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle. Der Prototyp der Leiter besteht aus Holz, das bei guter Konstruktion und richtiger Verarbeitung sicher und belastbar ist. Allerdings können Sprossen und Holme auch rutschig werden, wenn Feuchtigkeit ins Spiel kommt. Bei der Verwendung im Garten unter verschiedenen Witterungen wird eine Holzleiter auch schnell durchfaulen und dementsprechend ein grosses Sicherheitsrisiko darstellen.

Leitern aus Aluminium sind leichter und moderner. Aufgrund des Gewichts lassen sie sich gut transportieren, sind einfach aufstell- und handelbar. Bei der entsprechenden Ausführung weisen sie trotzdem eine hohe Belastbarkeit auf.



 

Oberstes Bild: © Syda Produtions – Shutterstock.com

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