Japanische Messer – Qualität und Mythos

16.07.2014 |  Von  |  Küchenhelfer
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Japanische Messer – Qualität und Mythos
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Für die Zubereitung und professionelle Präsentation von Frischwaren aller Art kommt es neben der Qualität der Nahrungsmittel selbst auf die richtigen Küchenhelfer an. Gerade für die Fisch- und Fleischzubereitung oder das Schneiden von Obst und Gemüse ist die Wahl des richtigen Küchenmessers eine wertvolle Entscheidung, die Zeit und Mühen einspart. Längst hat sich auch in der Schweiz das Renommee japanischer Messer durchgesetzt, die aus einer jahrhundertealten Tradition entstanden sind und noch heute in japanischen Haushalten und Restaurants zum Einsatz kommen. Beim Kauf dieser Messer sind allerdings einige Besonderheiten zu beachten.

Japanische Messer, die in modernen Küchen zum Einsatz kommen, unterliegen keiner speziellen Definition. Neben Messern und anderen Küchengeräten, die tatsächlich im fernöstlichen Land produziert werden, hat sich die Bezeichnung auch für europäische Messer mit einer besonders scharfen Schneide und einem markanten Design durchgesetzt. Viele Messerhersteller nutzen ausserdem den guten Ruf japanischer Messer und bringen diesen im Rahmen ihrer Marketingkampagne zur Sprache. Bevor in einen kompletten Messerblock oder einzelne Schneidewerkzeuge investiert wird, sollte daher genau geprüft werden, welchen Ursprung die Messer haben und ob diese den eigenen Vorstellungen in puncto Qualität tatsächlich entsprechen.



Ein Blick auf die Historie japanischer Messer

Beim Gedanken an japanische Klingen wird in den seltensten Fällen direkt an die Küche gedacht, viel häufiger wird der Begriff mit den Schwertern der japanischen Samurai verbunden. Tatsächlich haben Küchenmesser aus dem Land der aufgehenden Sonne ihre Wurzeln in der Schmiedekunst für Waffen. Über Jahrhunderte hinweg wurden Klingen aller Formen und Grössen verfeinert, wodurch neben einer erfolgreichen Kriegsführung oder Verteidigung auch Messer aller Art entstanden. Diese haben über die letzten beiden Jahrhunderte immer stärker Einzug in die Küchenarbeit gehalten und sind zum echten Exportschlager geworden, der im 21. Jahrhundert in den Küchen rund um den Globus eingesetzt wird.

Varianten japanischer Messer im Profil

Vom kleinen Handmesser für feine Schnittarbeiten bis hin zum grossen Beil für das grobe Zerteilen von Fleisch oder Fisch reicht die Auswahl an Messern japanischer Herkunft. Die Anfertigung aus rostfreiem Edelstahl oder ähnlich robusten Metallen ist als Selbstverständlichkeit zu sehen, für eine sichere Arbeit verfügen die meisten Umsetzungen über einen Griff aus Holz oder Kunststoff. In der Tradition japanischer Schwerter werden die meisten Meister mit zweiseitigen Schneiden angeboten, einseitige Modelle sind genauso erhältlich und werden als originalgetreue japanische Messer bezeichnet. Auch in den Formen und Längen der Schneiden sind zahlreiche Varianten zu finden, die für diverse Küchenarbeiten zum Einsatz kommen.





Mit echt japanischen Messern Sushi & Co. zubereiten. (Bild: Chris Christou / Shutterstock.com)

Mit echt japanischen Messern Sushi & Co. zubereiten. (Bild: Chris Christou / Shutterstock.com)

Mit echt japanischen Messern Sushi & Co. zubereiten

Dass Messer aus Japan in europäischen Haushalten immer häufiger anzutreffen sind, ist vorrangig den Vorlieben für die japanische Küche zu verdanken. Bereits vor einigen Jahrzehnten hatte sich Qualität und Schärfe der Messer in Restaurants herumgesprochen, im privaten Bereich waren echte Japanmesser jedoch nur selten anzutreffen. Mit der Vorliebe für Sushi, bei dem Gemüse, Fisch und Fleisch in kleinen Häppchen gereicht wird, wurde ein präziser Schnitt dieser Zutaten umso wichtiger. Und da immer mehr Menschen auch hierzulande die kleinen japanischen Köstlichkeiten für sich entdeckt haben, hielten japanische Messer immer häufiger Einzug in die Haushalte der Schweiz und ganz Europas.



Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für echte Japanmesser entdecken



Natürlich müssen asiatische Messer in einer modernen Küche nicht ausschliesslich für die Zubereitung japanischer Speisen zum Einsatz kommen. Die gehobene Schärfe und vielfältigen Formen der Messer bieten sich ideal für einheimische Gerichte an und haben in vielen Haushalten herkömmliche Küchenmesser bereits ersetzt. Zum sicheren Arbeiten und für eine einfache Unterbringung auf der Arbeitsfläche haben sich Messerblocks bewährt, die ebenfalls ihre Wurzeln in japanischen Restaurants besitzen und jedes Messer griffbereit halten. Viele europäische Hersteller orientieren sich in ihrer Fertigung bereits an Form und Design japanischer Messer und ermöglichen die Entscheidung zwischen einem Original und unserer kontinentalen Variante.

Beim Kauf Qualität und Hersteller genau beachten

Japanische Schriftzeichen oder ähnliche Verzierungen auf der Verpackung eines Messersets sagen natürlich nichts darüber aus, ob sich eine gehobene, japanische Qualität im Inneren finden lässt. Bevor die Entscheidung voreilig auf ein bestimmtes Einzelmesser oder ein Messerset fällt, lohnt die Recherche über den Hersteller und dessen einzelne Produkte im Internet. Selbst bei Originalherstellern kann es natürlich zu Unterschieden in der Qualität kommen, die sich im Preis widerspiegeln werden. Auch wenn vielfach im Vordergrund steht, die eigene Küche kostengünstig um neue Messer zu ergänzen, sollte bei echten Japanmessern die Bereitschaft zu einer grösseren Investition gegeben sein.

Mit Messern aus Japan zu einem langlebigen Küchenbegleiter

Auch wenn japanische Messer teurer als Markenprodukte aus Europa sein mögen – die lange Lebensdauer und die fortwährende Schärfe der Klingen dürften vom Kauf überzeugen. Als Besitzer echter Japanmesser lässt sich ausserdem ein eigenständiger Beitrag für eine lange Lebensdauer leisten. Unmittelbar nach dem Einsatz sollten die Messer kurz mit Wasser gereinigt und hiernach abgetrocknet werden. Dies reduziert die Gefahr einer Rostbildung nach Hunderten von Einsätzen und hilft zudem dabei, den scharfen Charakter der Klinge zu erhalten.



 

Oberstes Bild: © Evgeny Karandaev – Shutterstock.com

Über Meik Peters

Ich bin freier Künstler, Journalist, Sprecher und Mathematiker. Über die jahrelange Arbeit als Texter bin ich mit diversen Interessengebieten und Themenbereichen in Kontakt gekommen und bearbeite diese mit grosser Freude.


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