Nass – und Trockenrasierer: ein Vergleich

26.06.2014 |  Von  |  Körperpflege
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Nass – und Trockenrasierer: ein Vergleich
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Nicht immer entscheiden nur die persönlichen Präferenzen, ob sich ein Mann für einen Nass- oder Trockenrasierer entscheidet. Auch ganz nüchtern betrachtet können massgebliche Unterschiede zwischen beiden Geräten festgestellt werden. Diese sollen im Folgenden hervorgehoben werden, damit der Kauf des Rasierers wirklich restlos zufriedenstellend gelingt.

Wie der Name schon sagt, wird mit einem Nassrasierer eine Nassrasur vollzogen, während das Gesicht mit einem Trockenrasierer trocken rasiert wird. Die Trockenrasierer arbeiten immer mit aufladbaren Akkus und rotierenden Klingen, wobei der Kopf samt Klingensatz bei Trockenrasierern üblicherweise nicht ausgetauscht wird. Ein Nassrasierer hingegen arbeitet mit Klingen, die regelmässig ausgetauscht werden müssen, da sie mit jeder Rasur weiter an Schärfe einbüssen.



Nassrasierer sind zudem wesentlich kleiner, da sie lediglich aus einem schmalen Scherkopf und einem ebenso feinen Griff bestehen. Trockenrasierer hingehen wirken etwas wuchtiger, da in dem Gerät selber noch die Akkus verstaut werden müssen. Zugleich gewähren sie dafür in den meisten Fällen aber auch einen gesteigerten Funktionsumfang, wodurch der Rasierer auch für andere Bereiche des Körpers zweckentfremdet werden kann – sofern hierfür kein separates Gerät bereitsteht.

Während Nassrasierer allein mit mechanischer Kraft arbeiten, indem sie mit der Hand über das Gesicht gezogen werden, erfolgt die Rasur bei Trockenrasierern durch die rotierenden Klingen. Diese rotieren sofort, sobald der An-Knopf am Gerät betätigt wurde. Viele Geräte bieten unterschiedliche Modi oder einen separaten Kopf, mit dem die Barthaare beispielsweise nur getrimmt statt vollständig rasiert werden können.

Der Kern der Sache: die Rasur

Bei der Rasur könnten sich die zwei Alternativen kaum stärker voneinander unterscheiden. Nassrasierer sind für ihre sehr gründliche und saubere Rasur bekannt. Die Klingen dieser Rasierer heben die Haare leicht an und setzen bei der Rasur auf beziehungsweise leicht unter der ersten Hautschicht an. Dadurch wird das Gesicht sehr glatt und zugleich restlos von Haaren befreit. Bevor mit einem Nassrasierer aber überhaupt begonnen werden kann, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden.



Der Einsatz von Rasierseife oder Rasierschaum ist absolut elementar, denn anderenfalls kann der Rasierer nicht über das Gesicht gleiten, wodurch Reizungen und Rötungen begünstigt werden. Wird Rasierseife eingesetzt, muss diese im Vorfeld mithilfe eines Rasierpinsels erst aufgerührt werden, bevor sie dann im Gesicht aufgetragen wird. Dieses wird zugleich vorher angefeuchtet. Für ein besonders schonendes Ritual empfiehlt es sich, wenn das Gesicht aufgeweicht wird, indem beispielsweise ein warmer Waschlappen für fünf Minuten aufgelegt wird. So werden die Barthaare sehr weich und der Rasierer kann sie leichter in der Nähe ihrer Wurzel erreichen. Nach der Rasur mit dem Nassrasierer ist unbedingt ein After Shave nötig, da die Haut durch die tiefen Klingen sehr gereizt und sogar leicht gepeeled wird.

All diese Arbeitsschritte werden nicht länger notwendig, wenn mit einem Trockenrasierer gearbeitet wird. Dieser arbeitet über der Haut und wird (nach vorherigem Aufladen) einfach auf der Haut angesetzt. Ein After Shave kann genutzt werden, ist im Regelfall aber nicht notwendig, da die Klingen nicht so stark an der Haut selber arbeiten. Das Gesicht muss für die Rasur völlig trocken sein, zugleich sollten keine Schaum- oder Seifenprodukte zur Vorbereitung eingesetzt werden.

Die Pflege und Wirtschaftlichkeit beider Geräte

In der Pflege sind die Unterschiede längst nicht so gravierend. Der Trockenrasierer wird wahlweise mit einem kleinen Pinsel aus stabilen Haaren oder durch eine mitgelieferte Reinigungsstation gereinigt. Beide Arbeitsschritte machen nur wenige Sekunden aus, wobei auch der Nassrasierer durch sein bequemes Handling punkten kann. Bei ihm wird die Reinigung quasi völlig obsolet. Es reicht völlig aus, wenn er unter laufendem Wasser ausgespült wird und im Anschluss freistehend trocknen kann.



Ein Punkt, der ebenfalls immer berücksichtigt werden sollte, ist die Wirtschaftlichkeit. Ein Trockenrasierer, zumindest wenn es sich um ein Markengerät handelt, besitzt immer einen wesentlich höheren Anschaffungspreis. Hier muss nicht selten mit 100 bis 200 Franken gerechnet werden, während Nassrasierer schon wesentlich günstiger zu haben sind. Dafür müssen bei diesen die Klingen regelmässig ausgetauscht werden, um einerseits eine einwandfreie Rasur und andererseits eine entsprechende Hygiene zu gewährleisten.

Bei einem Trockenrasierer hingegen muss der Kopf prinzipiell nicht ausgetauscht werden, es sei denn, er geht kaputt oder ist wirklich abgenutzt – das sollte aber gar nicht erst vorkommen. Langfristig kann sich die Anschaffung eines Trockenrasierers daher durchaus lohnen, da das Nachkaufen von Klingen für den Nassrasierer relativ preisintensiv ist. Handelt es sich um einen Marken-Nassrasierer, können diese Klingen, aufs Jahr hochgerechnet, durchaus den Geldbeutel belasten.



Eine Entscheidung nach eigenem Geschmack

Das Verletzungsrisiko bei der Körperpflege ist bei Nassrasierern wesentlich höher, da die Klingen direkt auf der Haut aufliegen, um eine wirklich gründliche Rasur zu ermöglichen. Für Personen mit empfindlicher oder sehr unreiner Haut empfiehlt sich die Anwendung eines Trockenrasierers, da dieser weniger mechanische Reizung verursacht.

Im Endeffekt ist die Wahl also von individuellen Vorlieben und Präferenzen abhängig. Gerade Männer, die eine angenehme Rasur schätzen, sollten in jedem Fall auf etablierte und grosse Marken vertrauen.



 

Oberstes Bild: © Dmitry Morgan – Shutterstock.com



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