Perfekte Beinarbeit mit dem Stepper

09.10.2014 |  Von  |  Allgemein
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Perfekte Beinarbeit mit dem Stepper
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Wir sitzen zu viel. Wir sitzen im Büro, wir sitzen auf dem Weg ins Büro, auf dem Weg vom Büro zurück, und schliesslich sitzen wir zu Hause. Das Fitnessstudio ist weit weg, das Wetter schlecht, der Tag fortgeschritten. Wir sitzen und sitzen. Dabei werden wir dick und schlaff. An den Oberschenkeln blüht die Cellulitis, und Männer verfolgen besorgt den Verlauf ihrer Krampfadern. So geht das nicht weiter! Wir brauchen Fitnessgeräte! Wir brauchen einen Stepper!

Es gibt kaum ein Sportgerät, das so gezielt Bein- und Gesässmuskulatur anspricht. Aber: Der Stepper eignet sich nicht zum Ausdauertraining. Kurze, intensive Einheiten zur Kraftsteigerung und Muskelstraffung: Das ist seine Spezialität. Und er kann schnell hervor- und wieder weggezaubert werden. Zumindest die kleinen Geräte, die sogenannten Mini-Stepper, lassen sich zusammengeklappt in jeder Zimmerecke verstauen. Doch es gibt auch grössere Modelle und Varianten. Dieser Artikel versucht eine Orientierung.



Der Mini-Stepper

Beim Stepper wird auf zwei über dem Boden befindlichen Pedalen die Bewegung des Treppensteigens nachgeahmt. Mini-Stepper bestehen aus einem soliden Standfuss, auf dem der Pedalmechanismus montiert ist. Der Benutzer hat keine Haltevorrichtungen und tritt auf den Pedalen hoch und nieder. Wenn Sie sportlich vorgeübt sind, vielleicht mit Springseil oder mit Gymnastikball Ihre Körperspannung und Koordination geschult haben, werden Sie mit dieser spartanischen Konstruktion zurechtkommen. Anfänger werden auf jeden Fall eine längere Übungsphase brauchen, um das Gleichgewicht zu halten. Vorsicht, Verletzungsgefahr!

Hydraulik und Wirbelstrombremse

Die meisten Mini-Stepper und günstigeren Geräte besitzen einen hydraulischen Tretwiderstand. Über eine Drehkurbel wird direkt über den Zylinder der gewünschte Widerstand eingestellt. Ein durchaus funktionierendes System, das nur eins nicht zulässt: eine verlässliche Leistungsaufzeichnung. Wenn Sie Ihre Ergebnisse wie bei einem Ergometer messen und protokollieren wollen, brauchen Sie ein teureres Modell mit Wirbelstrombremse. Sie arbeitet mit einem Magnetfeld, das die Schwungmasse verzögert und die Trainingsdaten elektronisch an einen Computer übermittelt.



Standmodelle und Varianten



Beim Kauf eines neuen Autos legen Sie auf solide Sicherheitsgurte und Airbags an allen Plätzen Wert. Wer einen Stepper kauft, sollte ebenfalls an seine Sicherheit denken. Am angenehmsten absolvieren Sie Ihr Training mit einem Standmodell, das mit einem Griffgestell für die Hände ausgestattet ist.

Für die Profis unter den Koordinationskünstlern sind die Side- und Balance-Stepper entwickelt worden. Diese Geräte kombinieren die Auf- und Abbewegung mit einer Bewegung nach seitwärts. Fast schon zirkusverdächtig. Noch schwieriger: die Twist-Stepper, die zusätzlich zum Steppen nach links und rechts drehen. Ein Training für Hüfte und Rücken, wenn alles gut geht. Manche Geräte sind mit Zugseilen ausgestattet, so dass auch Arme und Oberkörper nicht vernachlässigt werden.

Die Messung

Der Trainingspuls kann mit dem Ohrclip oder über die Handpulsmessung registriert werden. Beide Aufzeichnungssysteme haben sich jedoch als ebenso unhandlich wie ungenau erwiesen. Wenn Sie EKG-exakte Werte ermitteln wollen, ist der einzige Weg dazu die telemetrische Herzfrequenzmessung. Hochwertige Stepper besitzen einen Empfänger für diese Art von Pulsmessung. In Ermangelung eines solchen sei jenes kleine Utensil empfohlen, das Sportler beim Jogging und anderem Ausdauersport einfach am Handgelenk tragen können: die Pulsuhr.

Ein Stepper mit Hydraulik oder Wirbelstrombremse trainiert gezielt die Beinmuskulatur. (Bild: Syda Productions / Shutterstock.com)

Ein Stepper mit Hydraulik oder Wirbelstrombremse trainiert gezielt die Beinmuskulatur. (Bild: Syda Productions / Shutterstock.com)




Training und Trainingseffekte

Stepper haben sich gerade für Frauen als optimale Trainingsgeräte für die Problemzonen Oberschenkel und Gesäss erwiesen. Weder der Crosstrainer noch das Fahrrad-Ergometer sprechen so zielgerichtet die Muskulatur in diesen Bereichen an. Ein wöchentlich zweimaliges Training von jeweils einer halben Stunde kann schon ausreichend sein, um diese Körperpartien deutlich zu straffen. Natürlich kann ein Stepper auch zur Fettverbrennung dienen. Jedoch ist es nicht ratsam, ihn einzig und allein zu diesem Zweck einzusetzen. Sollten Sie ebenfalls ein Ergometer oder einen Crosstrainer besitzen, können Sie Ihr Training abwechslungsreicher und ausgewogener gestalten.

Die bereits vorgestellten Varianten Side-Stepper und Twist-Stepper sprechen die Koordination und den Gleichgewichtssinn an. Sinnvoll eingesetzt, stärken Sie ebenfalls die Hüfte und die untere Rückenmuskulatur. Geräte mit Zugseilen trainieren während der Step-Bewegung zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur.

Grenzen des Steppers

Früher sind Stepper als Ausdauergeräte eingesetzt worden. Von diesem Anwendungszweck sei dringend abgeraten, denn die einseitige Step-Bewegung ist auf die Dauer sehr belastend für Kniegelenke und Bandscheiben. Menschen, die in diesen Körperbereichen bereits „schwächeln“, sollten von der Nutzung eines Steppers ganz absehen.

Ansonsten gilt: intensive, aber kurze Trainingseinheiten. Der Stepper darf kein Allein-Trainingsinstrument sein, sondern wird am besten in Kombination mit anderen Sportgeräten wie dem Ergometer eingesetzt. Für ältere Menschen und Ungeübte empfiehlt sich ein Gerät mit einem Haltegestänge zur Stabilisierung des Gleichgewichts.

Kosten

Mini-Stepper sind nicht nur deshalb so beliebt, weil sie zusammengeklappt bequem unters Bett oder in den Schrank passen. Auch die Anschaffungskosten sind äusserst gering. Der Nachteil: Bei richtig dosierter Benutzung dürfen sie nicht allzu oft zum Einsatz kommen – sonst besteht Gefahr für die Gelenke. Ausserdem sind sie nur für das Spezialtraining der Beine geschaffen und stärken den Bewegungsapparat nicht ganzheitlich wie ein Crosstrainer. Für Geräte mit stabiler Standhalterung und exakter Trainingsaufzeichnung werden Sie dann schnell Summen im dreistelligen Bereich los.

Fazit: Der Stepper ist ein Ergänzungs-Trainingsgerät für intensive Übungseinheiten. Eine hohe Fettverbrennungsrate hilft beim Abnehmen, die gezielten Bewegungen steigern die Fitness und straffen die Haut. Integrieren Sie das kleine Gerät dosiert in Ihr übriges Fitnessprogramm. Dann ist es am richtigen Platz.



 

Oberstes Bild: © Africa Studio – Shutterstock.com



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