So kommt wieder Glanz auf den Tisch – angelaufenes Silber adé

04.12.2014 |  Von  |  Geschirr

Geschätzte Lesezeit: 5 minutes

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Natürlich braucht man für manche Partys nicht mehr als Pappteller und Plastikbecher, aber manchmal kann man mit Silberbesteck auf dem Tisch doch mehr Punkte sammeln. So vermitteln Sie Ihre Wertschätzung für den Gast – wenn das Silber glänzt und nicht stumpf und angelaufen ist.

Wer eine Party mit Gästen plant, einen Geburtstag oder etwas ähnliches, die zu Hause gefeiert werden soll, dann sollte man bereits am Tag davor damit anfangen, die Utensilien vorzubereiten. Dazu gehört auch das Tafelsilber, das mit einem prüfenden Blick bedacht werden sollte.



Perfektion für den Auftritt

Betrachten Sie die Situation mal von der anderen Seite und stellen sich vor, Sie sind auf eine Party eingeladen, werfen sich in Schale, aber als Sie am Tisch Platz nehmen, betrachten Sie das Silber, das fleckig und angelaufen ist. Ist das nicht unangenehm? Natürlich will niemand auch das leckerste Essen von schmutzigem Besteck löffeln.

Für die Gäste gibt es also kaum eine schlimmere Vorstellung, als sich bei einer Feierlichkeit mit schmutzigen Besteck abgeben zu müssen. Man stösst Menschen mit so etwas vor den Kopf. Als Gastgeber sollte man sich also die Zeit nehmen, alles auf Herz und Nieren zu prüfen, denn angelaufenes Besteck verdirbt selbst das beste Essen.

Wie verfährt man mit angelaufenem Silber?



Wer Silberbesteck besitzt, hat häufig auch ein Silberputztuch zur Hand, mit dem man das Silberbesteck gründlich reinigen kann. Selbst hartnäckige Flecken können so beseitigt werden. Haben Sie allerdings nur noch wenig Zeit, bis die Gäste kommen, ist das ein mühseliger, langsamer Vorgang. Deshalb sollte man damit möglichst früh anfangen. Natürlich hat man aber auch die Möglichkeit, es sich ein wenig einfacher zu machen.

Chemieloser Erfolg

Natürlich erzielt man mit chemischen Reinigern in kurzer Zeit schnellen Erfolg, aber nicht jeder möchte gleich zur Chemiekeule greifen. Dann stellt sich die Frage nach gleichwertigen Alternativen – oft sind die in jedem Haushalt vorhanden. Zur Reinigung von Silberbesteck reicht es beispielweise, wenn man einen Streifen Aluminium-Folie, einen Liter Wasser und fünf bis sechs Esslöffel Tafelsalz zur Hand hat.

Man bringt das Wasser zum Kochen, löst das Salz darin auf und legt, während das Wasser im Topf kocht, die Alufolie im Spülbecken oder in einer Schüssel aus. Die Kanten sollten möglichst nicht umknicken. Das Silberbesteck wird nun auf der Folie platziert und das Salzwasser darüber gegossen. Dann kann man sich in aller Ruhe der weiteren Vorbereitung für die Feierlichkeit widmen. Nach ein oder zwei Stunden können Sie dann staunen, wie sich die Farbe Ihres Bestecks verändert hat.

Sorgfalt und ein kritisches Auge



Alternativ kann man auch das Besteck in die Alufolie einwickeln und das Ganze dann in die Salzlösung legen. Chemisch passiert Folgendes: Durch den Einfluss der kombinierten Kraft von Salz und Aluminium werden die Silbersulfid-Flecken nach und nach wieder zu Silber reduziert. Der Effekt ist zwar relativ schnell sichtbar, allerdings läuft dieser chemische Prozess nicht ganz geruchlos ab, denn bei der Reduktion wird Schwefelwasserstoff freigesetzt. Dabei denkt man wohl eher an faule Eier als an Silberbesteck.

Nach der Reinigung in der Säure sollte man das Silberbesteck dann mit klarem Wasser abspülen und es mit einem weichen und trockenen Tuch gut abwischen. Dabei sollte man sich Zeit lassen und mit Sorgfalt vorgehen. Der Gesichtsausdruck Ihrer Gäste wird es ihnen vergelten.

Mit wenigen Mitteln bringen Sie angelaufenes Silberbesteck schnell wieder zum Glänzen. (Bild: Evgeny Karandaev / Shutterstock.com)

Mit wenigen Mitteln bringen Sie angelaufenes Silberbesteck schnell wieder zum Glänzen. (Bild: Evgeny Karandaev / Shutterstock.com)

Natürlich hat man auch immer die Möglichkeit, es erst gar nicht zum Anlaufen des Silbers kommen zu lassen. Dazu bewahrt man es in einer trockenen und dunklen Umgebung auf. Ein Stück Schulkreide in der Bestecklade hilft Ihnen ebenfalls, denn es saugt die Feuchtigkeit in der Umgebung auf. Ausserdem sollte man Silberbesteck nicht in die Spülmaschine tun, denn Silber ist und bleibt ein kostbares Material, für das man die Zeit aufbringen sollte, die Hände ins Spülwasser zu tauchen – auch wenn dabei ein wenig mehr Zeit ins Land geht.



 

Oberstes Bild: © Africa Studio – Shutterstock.com

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