Welche Leine braucht Ihr Hund?

11.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Welche Leine braucht Ihr Hund?
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Irgendwann hat der nicht ruhende Menschengeist die Flexileine erfunden. Seitdem sehen Sie manchmal zwei oder mehr Hundebesitzer beisammen stehen und mit fahrigen Bewegungen gordische Knoten lösen. Auch als Fallstrick für alte Damen und Briefträger soll sich eine Flexileine hervorragend eignen. Aber Scherz beiseite: Dieses innovative Hundeleinen-Modell hat ebenso seine Berechtigung wie die anderen Leinen, an denen Sie Ihren Hund spazieren führen können. Sie müssen nur wissen, was für Ihren Hund am passendsten ist.

Hunde sind wie Menschen: individuell und temperamentgesteuert. Manche Hunde sind von Natur aus so entspannt wie ihre Besitzer nach einem Tag in der heimischen Sauna; andere benehmen sich, als hätten sie einen Brummkreisel verschluckt. Die passende Leine müssen Sie nach Temperament und Ausbildungsstand Ihres Hundes aussuchen. Ausserdem spielt es eine Rolle, ob Sie ihn durch die Strassenschluchten einer Grossstadt führen oder über ländliche Auen. Aber keine Sorge: Für jedes Bedürfnis ist die richtige Leine vorhanden.

Die Flexileine

An der Flexileine scheiden sich die Geister. Förster und konservative Hundebesitzer lehnen sie ab; andere Tierliebhaber sind begeistert von ihr. Ob eine Flexileine Ihnen Nutzen bringt, hängt von drei Umständen ab: Der Grösse Ihres Hundes, seinem Temperament/Gehorsam und von Ihrem Wohnort. Wenn Sie im Berner Oberland leben, können Sie Ihren Vierbeiner getrost an eine Acht-Meter-Flexileine binden, ohne Radfahrer, Autofahrer oder Menschen mit Gehhilfen zu gefährden. Wenn Sie das Gleiche in der City von Basel versuchen, sehen wir uns auf der Kantonspolizei wieder.

Ein junger irischer Wolfshund, der sich vor Lebensfreude nicht zu lassen weiss, hat an einer Flexileine nichts zu suchen: Wenn der Rollmechanismus anschlägt, fliegt der Besitzer hinterher. Gut geeignet ist die Flexileine für Hunde, die aus den schlimmsten Jugendstreichen heraus sind und das ABC des Benehmens vertiefen sollen: Innerhalb des Fünf- oder Achtmeter-Freiraums können die wichtigsten Befehle vertieft werden.

Die Führleine

Mancher Hundebesitzer findet sich auf dem Massagekissen wieder, weil ruckartige Bremsungen des Hundes an der Leine die Schultergelenke zerren. Mit einer kurzen Führleine – ein kurzes Leinenstück mit einer Handschlaufe – bleiben Sie unbeschädigt. Führleinen gibt es auch in verstellbarer Ausführung. Die meist aus Leder gebauten Haltehilfen besitzen eingearbeitete Metallringe, in die Karabiner eingehakt werden, um die Leine auf die benötigte Länge zu bringen. Ideal für den Stadtmenschen: Auf der Hauptstrasse kurze Führung, im Park lange.

Ob Flexi- oder Führleine: Diese Entscheidung hat der Hundefreund nach den ersten Erfahrungen mit seinem Tier schnell getroffen. Was bleibt, ist der Hund und die täglichen Gänge: bester Stressabbau, hervorragende Burnout-Prophylaxe.

 

Oberstes Bild: © Tina Rencelj – Shutterstock.com


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