Wird die Heizung nicht richtig warm? Dann richtig entlüften!

04.03.2015 |  Von  |  Klima

Geschätzte Lesezeit: 9 minutes

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Wenn Sie in der winterlichen Jahreszeit die Heizung anstellen, steht der eine oder andere möglicherweise vor einem Problem: Die Heizung wird nicht richtig warm, sie gluckert oder gibt in sonstiger Form merkwürdige Geräusche von sich. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben.

Allerdings reicht es in den meisten Fällen bereits aus, das Gerät einfach mal zu entlüften. Angesichts der Tatsache, dass sich im Zuge einer dauerhaften Heisswasser-Zirkulation Luft im Inneren des Heizkörpers ansammelt, kann eine gleichmässige Verteilung des erhitzten Wassers im gesamten Gerät nicht mehr vollends gewährleistet werden. Mit diesen wenigen Handgriffen bekommen Sie das Problem schnell in den Griff und Ihre Wohnung angenehm warm:

Schweres Gerät ist zum Entlüften der Heizung nicht erforderlich

Um einen Heizkörper zu entlüften, bedarf es nicht viel. Nehmen Sie einen Schraubendreher, einen handelsüblichen Eimer und ein altes Handtuch zur Hand, und schon kann es losgehen. Binnen weniger Minuten wird es hernach in Ihren Räumlichkeiten wieder wohlig warm.

Bevor Sie mit dem Entlüften der Heizung beginnen, stellen Sie bitte alle anderen Heizkörper im Haus auf „off“. Das betreffende Gerät hingegen dürfen Sie voll aufdrehen.

Der Temperatur-Regler und das Entlüftungsventil sind in der Regel nicht direkt nebeneinander am Heizkörper angebracht, sondern befinden sich üblicherweise gegenüber voneinander, nämlich jeweils rechts und links am Gerät. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht den Anschein macht, als liesse sich das Ventil leicht öffnen: Mit einem Vierkantschlüssel oder einem Schraubendreher gelingt es meist recht leicht, den Entlüftungsvorgang durch Entriegelung des Ventils in die Wege zu leiten. Allerdings ist bei betagteren Geräten durchaus ein grösserer Kraftaufwand erforderlich.

Helfende Hände in Anspruch nehmen

Wenn es jedoch gar nicht gelingt, ist es nur wenig sinnvoll, ruckartig am Ventil zu drehen oder gar härtere Massnahmen zu ergreifen. In der Tat kommen Sie hier mit Fingerspitzengefühl viel weiter. Oft hilft es schon, ein paar Sekunden zu warten, ehe Sie erneut am Ventil drehen. Denn hernach hat sich alles ein wenig „gesetzt“ und der Öffnungsvorgang kann fortgesetzt werden. Ist auch das nicht der Fall, holen Sie unter Umständen eine zweite Person hinzu, damit diese mit frischer Kraft zu Werke gehen kann.

Öffnen Sie nun das Ventil so weit, bis ein deutlich vernehmbares Pfeifen ertönt. Dies ist ein untrügliches Indiz dafür, dass nun die Luft entweicht. Dieser Vorgang kann eine oder zwei Minuten dauern, je nach Heizungsmodell und Baujahr.

Dem Gluckern keine Chance geben

Erst wenn Wassertropfen zu sehen sind bzw. wenn es zu tröpfeln beginnt, sollten Sie das Ventil wieder zudrehen. Halten Sie zur Not den Eimer unter das Ventil, damit nichts auf den Boden tropft. Ausserdem könnte spätestens jetzt das zuvor bereitgelegte Handtuch sehr nützlich sein.

Wissenswert ist in Sachen Heizungsentlüftung übrigens, dass es nicht empfehlenswert ist, das Gerät in regelmässigen Abständen zu entlüften. Vielmehr schaden Sie durch eine häufige Ausübung dieses Prozesses der Heizung, da im schlimmsten Fall das Ventil mit der Zeit schneller verschleissen kann. Es genügt daher völlig, wenn Sie Ihre Heizung wirklich nur dann entlüften, wenn sich die Wärme nicht mehr gleichmässig verteilt oder wenn erneut dieses Gluckern zu hören ist.



Tipp:
Gerade bei Heizkörpern älteren Baujahres ist meist ein häufigeres Entlüften erforderlich. Um diese Tätigkeit zu erleichtern, sollten Sie das Entlüftungsventil nach dem Entlüften möglichst nicht allzu fest anziehen. Das spart Kraft – und Nerven.

 

Oberstes Bild: © wavebreakmedia – shutterstock.com

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