Internet der Dinge – exzessiver Stromverbrauch

16.08.2016 |  Von  |  News
feature post image for Internet der Dinge - exzessiver Stromverbrauch
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Internet der Dinge – exzessiver Stromverbrauch
Jetzt bewerten!

Das World Wide Web – vor allem das vielgerühmte Internet der Dinge – hat auch eine Kehrseite: Forscher der School of Computing & Communications (der Lancaster University) zeigen den gigantischen Stromverbrauch, den das Internet schon jetzt beansprucht.

Geht das Wachstum so weiter, werden nach Expertenschätzungen in 15 Jahren 20 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs in die IT fließen. Wie kann man dem entgegenwirken?

Kommunikation der Geräte erfolgt unkontrolliert

Omnipräsentes Twittern dank mobilem Internet, Video-Streaming mit immer höherer Bildqualität und mehr lassen den Datenverbrauch der Menschheit ständig steigen. Daher ist das Internet schon jetzt für rund fünf Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich, Tendenz steigend. Manche Experten schätzen, dass 2030 ein Fünftel des weltweiten Energieverbrauchs auf IT entfallen wird. „Dieser steigende Energieverbrauch bereitet bei globalen Bemühungen zur Reduktion des CO2-Ausstosses ernste Sorgen“, betont Mike Hazas, Dozent in Lancaster.

Das grösste potenzielle Problem ist nicht der Mensch selbst. Denn eine begrenzte Zahl Erdenbürger kann letztlich nur eine begrenze Zahl Katzen-Videos auf YouTube gucken. Das Internet der Dinge dagegen ist schier unbegrenzt. Von Witterungssensoren über den Kühlschrank bis hin zum Milchkarton könnte früher oder später so ziemlich alles Daten mit anderen Dingen austauschen. „Die Kommunikation der Geräte erfolgt unbeobachtet, ohne menschliches Zutun und potenziell unbegrenzt“, warnt Hazas. Eben das sollte die Menschheit womöglich nicht zulassen.


Ein großer Teil des Stromverbrauches könnte bald auf die IT entfallen.

Ein großer Teil des Stromverbrauches könnte bald auf die IT entfallen. (Bild: © wang song – shutterstock.com)


Wachstum einschränken

Das Team um Hazas ist der Ansicht, dass es sinnvoll wäre, schon jetzt mögliche Einschränkungen für den Datentransfer im Internet der Dinge zu planen. Denn bis 2020 könnte sich die Zahl der mit dem Internet verbundenen auf 21 Mrd. mehr als verdreifachen. „Es ist wichtig, über die bestehende Ideen einer „Geschwindigkeitsbeschränkung“ nachzudenken“, meint Hazas. Denn das Wachstum der übertragenen Datenberge von vornherein einzuschränken, sei besser, als womöglich in Zukunft das Volumen des Internet-Traffics nachträglich wieder reduzieren zu müssen.

Wie genau Daten-Limits sinnvoller umgesetzt werden sollten, ist den Forschern zufolge noch unklar. Denkbar wären beispielsweise begrenzte Volumenkontingente, aber auch eher ökonomische Ansätze wie von der Wichtigkeit eines Angebots abhängige Preise für Internet-Traffic. Jedenfalls aber sei es wichtig, jetzt über Alternativen zu potenziell unbegrenzten, unbeschränkten Traffic-Bergen nachzudenken.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © chombosan – shutterstock.com

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.



Ihr Kommentar zu:

Internet der Dinge – exzessiver Stromverbrauch

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.