Die traditionelle Rasur mit Rasierhobel oder Rasiermesser

14.07.2014 |  Von  |  Allgemein
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Die traditionelle Rasur mit Rasierhobel oder Rasiermesser
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Fragt man eine zufällig ausgewählte Gruppe von Männern nach dem Rasiergerät ihrer Wahl, kann man den Grossteil der Antworten an zwei Fingern abzählen: Nassrasierer oder elektrischer Rasierer. Mit einem Rasiermesser und/oder einem Rasierhobel existieren aber auch zwei Alternativen, die mit ausreichend Übung durchaus Vorteile bieten können.

Rasierhobel sind mittlerweile ein wenig aus der Mode geraten; dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass sie im westlichen Raum als DAS Rasierinstrument schlechthin galten. Der Rasierhobel wurde damals erfunden, um eine sichere Alternative zum Rasiermesser zu bieten. Besonders Mitte des 20. Jahrhunderts galt er als das Standardinstrument für Männer, die eine glatt rasierte Haut im Gesicht bevorzugen.



Von der Prozedur her ähnelt die Rasur mit einem Hobel der Vorgehensweise mit einem modernen Nassrasierer. Bei dem Hobel steht die eingesetzte Rasierklinge ungefähr einen Millimeter vor, wodurch eine saubere Rasur möglich und zugleich das Risiko für Schnittverletzungen minimiert wird. Zur Rasur selber empfiehlt sich die Anwendung von Rasierseife mit Rasierpinsel. Schaum aus der Dose ist zwar auch möglich, steht aber in Kontrast zu dem traditionellen Verfahren und wird häufig als weniger schonend empfunden.

Da sich der Kopf des Hobels nicht frei bewegt, anders als bei vielen Nassrasierern, muss stets der perfekte Winkel bei der Rasur beibehalten werden. Dieser beläuft sich auf ungefähr 30 Grad von Hobel zu Haut und wird über Bewegungen mit dem Handgelenk angepasst. Damit dieser Winkel dauerhaft gehalten und je nach Hautpartie neu ausgerichtet werden kann, wird unter Umständen ein wenig Übung notwendig. Die Vorteile gegenüber modernen Nassrasierern sind vorhanden, aber eher geringfügig.

Freunde des Hobels schätzen das traditionelle Flair und die lange Haltbarkeit der rostfreien Stahlklingen. Vergleicht man ihn mit einem Rasiermesser, ist er zudem wesentlich sicherer, da der Hobelkopf schwere Schnittverletzungen nahezu unmöglich macht. Richtig angewandt, wird eine sehr saubere Rasur erzielt.

Fast vergessene Alternative: das Rasiermesser

Das Rasiermesser steht für die Urform einer Rasur. Heute fast nur noch in speziellen Barbershops möglich, erlaubt das Rasiermesser eine absolut einwandfreie, glatte Nassrasur. Langfristig gesehen ist das Rasiermesser zugleich die günstigste Alternative, da es bei entsprechender Pflege quasi ein Leben lang hält und keine neuen Klingen nachgekauft werden müssen.

Dennoch werden die Messer heutzutage nur noch selten eingesetzt. Da das Rasiermesser ausgesprochen scharf ist, können bei falscher Anwendung besonders in der Halsregion fatale bis lebensbedrohliche Verletzungen auftreten. Das Rasiermesser sollte daher nur langsam, mit viel Übung oder direkt vom Fachmann benutzt werden.



 

Oberstes Bild: © Easy Asa – Shutterstock.com


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